Autor Thema: SF RPG 2: O10-Cup  (Gelesen 228048 mal)

Offline Zitrusfrucht

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SF RPG 2: O10-Cup
« am: 13. Oktober 2011, 00:24:32 Uhr »
Die drei Monde über den strahlend blauen Himmel von Sigo IV sind auch tagsüber glasklar zu erkennen, während der rote Riese hinter ihnen sein letztes Licht heiß auf die Oberfläche des Planeten wirft. Noch 400 Millionen Jahre, dann ist von der Oberfläche dieses Planeten nicht viel mehr als Asche übrig. Aber bis dahin ist noch Zeit.

Wild quasseln Menschen unterschiedlichster Sprache und unterschiedlichster Ethnien im roten Licht des Tages durcheinander, viele tragen Tücher über ihren ganzen Körper und Sonnenbrillen, weshalb man die Herkunft und den Hintergrund der meisten Leute nur an ihrer Sprache einschätzen kann. Ein Meer aus Frachtcontainern durchzieht Fedrovka-Valley, Händler versuchen ihre Ware an Schmuggler, Kleinkriminelle oder andere einfache Händler zu verkaufen. Sigo IV ist von einer wunderbaren Flora und Fauna bedeckt, aber das rote Licht des Tages taucht alles in einen hellen, unangenehmen Ton, weshalb alle Menschen die sich hier aufhalten, formell nur als Geschäftsmänner niederlassen. Manche von ihnen sind ehrlich, andere weniger, und alle schicken ihre Waren mit dem Orbitalaufzug hinaus in das All, der wie ein großer schmaler Berg mehrere Meilen entfernt in den Himmel ragt bis das Auge ihn nicht mehr erfassen kann.

Ob Jon Houng ein ehrlicher Mann ist wird sich noch rausstellen. Sein ID-Profil bezeichnet ihn als wohlhabenden Gebrauchtwarenhändler. Er kauft Schiffsteile an, und verkauft sie baldmöglichst an den besten Käufer wieder. Über das lokale JobNet hat er Freelancer angeheuert für einen, wie er es bezeichnet 'Auftrag mit Urlaubsmöglichkeit'. Als Bezahlung bietet er 2000 Credits pro Person an - genug um sich mehrere Systemsprünge leisten zu können.


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Eric, Dave und Canan stehen gemeinsam, aber jeder für sich vor dem 'Gebäude', über dem die Lettern 'Jon Houngs Schiffsteile' geschrieben sind. Gebäude ist dabei eine großzügige Bezeichnung. Es handelt sich um Wellblech und Container, auseinandergeschnitten, zusammengebaut und zu einem zweistöckigen Haus voller wilder Ecken zusammengeschichtet, die wohl als Bleibe dienen. Die unterschiedlichen Farben der Container werden durch das Rot der Sonne in einen ähnlichen Ton umgetauft, zu Füßen der Leute, wie überall auf dem Planeten, befindet sich das zähe, karge gelbe Gras das typisch ist für Sigo IV. Auf dem Dach des Gebäudes dreht sich quietschend ein Windrad, und ein großer Wassercontainer befindet sich neben der Westseite des Komplex.

Vor dem Eingang, einer Offnung eines Containers, bedeckt mit einem Vorhang, steht ein Mann in einer Tuchkleidung und Sonnenbrille. In seiner Hand hält er eine SMG, lässig blickt er sich um und beobachtet das wilde Treiben des Containerhafens um ihn herum.
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 02:06:08 Uhr von Zitrusfrucht »
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Offline Jessica

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #1 am: 13. Oktober 2011, 01:32:19 Uhr »
Canan hat sich vor der Kontaktaufnahme mit diesem ominösen Houng eine andere Identität zugelegt und an den Ständen mit weißen Tuchkleidern und einer billigen Sonnenbrille neu eingekleidet. Synthisches Haar und falsche Kontaktlinsen ergeben nun das Bild einer dunkelhaarigen Frau, deren braune Augen durch die Brille verdeckt werden. Ihr Gesicht wird durch einen dünnen Schal gegen Staub geschützt und verschleiert ihre Züge. Nach einem anstrengenden Fußmarsch, bei dem sie peinlichst auf ihre Taschen geachtet hatte, ist sie nur noch wenige Schritte von dem gesuchten Gebäude entfernt. Jon Houngs Schiffsteile...das wird es sein. Nachdenklich betrachtet sie den Bau vor sich. Es erinnert sie stark an Ventory, auch wenn sie kein so nerviges Tageslicht daheim haben. 2000 Credits klingen viel zu gut für diesen Laden. Eine Lebensversicherung hat sie dabei...trotzdem hat sie nicht vor, umsonst zu arbeiten, sollte es zu einer Einigung kommen. Aber wie sorgt sie dafür, dass der Typ am Ende auch bezahlt...

Erst einmal hineinkommen. Langsam nähert sie sich dem Eingang und bemerkt den Wachmann. Ein erstes Hindernis. Vermutlich wird er Besucher durchsuchen wollen. Ihr Blick geht suchend umher und bleibt bei dem Kerl im Mantel hängen. Noch mehr Freelancer? Bevor sie sich noch unnötige Sorgen macht, wird sie sich ein Bild über die Sicherheitsmaßnahmen machen und abwarten, bis jemand vor ihr eintritt. Ohne jeglichen Schutz betritt sie einen so zwielichtig aussehenden Laden nur ungerne...Daher bleibt sie an einer passenden Ecke stehen und wirft einen Blick auf ihr Armband. Darin scheinbar vertieft beobachtet sie den Eingang...   
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 09:11:40 Uhr von Jessica »
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #2 am: 13. Oktober 2011, 01:55:07 Uhr »
Dave Marshall, der junge P-Man, der unschlüssig vor dem Containergebäude steht, hat die Hände in den Hosentaschen vergraben, und betrachtet den Schriftzug 'Jon Houngs Schiffsteile' durch die Gläser seiner Sonnenbrille. Den Lärm der Leute hat er mittels Kopfhörern, aus denen ein elektronischer Bass dringt, aus seinem Schädel ausgesperrt, und die Kapuze seines übergroßen Hoodies hat er weit ins Gesicht gezogen, damit ihm das Licht des roten Riesen nicht allzusehr auf den Kopf brennt. Er ist erst seit kurzem auf Sigo IV, und dieses unangenehme Licht nervt ihn jetzt schon.

Vielleicht sollte ich mir auch so Tuchfetzen besorgen... Aber ich hab ja sowieso 'Freak' auf die Stirn tätowiert, das würde es nur aufschieben. denkt sich Neon, und Vielleicht sollte ich auch machen, dass ich wieder hier weg komme. 'Auftrag mit Urlaubsmöglichkeit', ehehe, klingt doch nach einer Chance. 2000 Cred... Damit komm ich locker von diesem versengten Drecksplaneten runter. Vorausgesetzt, die brauchen einen wie mich. Huh, ob die Tezeron-Bastarde einstellen... Ob ich's überhaupt versuchen soll? Naja, Cred wird knapp. Dürft nicht ganz sauber sein der Laden, und der Auftrag sowieso nicht, aber mir kanns egal sein. Ich probiers mal. Mehr als 'nen Arschtritt wirds wohl kaum geben.

Der bleiche junge Mann setzt sich langsam in Bewegung, auf den Mann mit der SMG zu, und streift unter der Kapuze die Kopfhörer so ab, dass sie ihm um den Hals hängen. Schließlich will er durchaus hören, was der Andere ihm zu sagen hat, ohne dass er gleich als Erstes was er macht... naja, vielleicht sollte er aber doch? Ein bisschen seine Gedanken checken...Er entscheidet sich schließlich allerdings dagegen. Der Kerl ist wahrscheinlich eh nur ein normaler Türsteher, der nichts anderes im Schilde führt, als aufzupassen, dass keiner reinstürmt. Die Hände hat er mittlerweile aus den Taschen gezogen, sie halten offensichtlich keine Waffe. Bei diesem angekommen, sagt er locker, aber leise:
"Hallo. Ich möcht' zu Jon Houng, wegen dem Auftrag mit Urlaubsmöglichkeit... Werden ja Freelancer gesucht..."
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 01:57:49 Uhr von Far »

Offline Zitrusfrucht

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #3 am: 13. Oktober 2011, 02:03:06 Uhr »
"Ja das werden sie", meint der Kerl mit einem Dave unbekannten asiatischen Dialekt schlicht und mustert Dave. Ein Surren ertönt irgendwo hinter seiner Brille, und auf den Konturen die sich schwach unter dem Tuch abzeichnen ist keine Regung zu sehen während warmer Wind schwach an seiner Kleidung zieht. Dann nickt er knapp und geht einen Schritt zur Seite.
"Gut, komm rein, durch den Saal hindurch hinter das rote Tuch - zieh nichts ab wenn du bei Houng bist, sonst zerlegen dich seine Maschinen, alles klar? Und fass nichts an."


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Canan beobachtet wie ein junger Mann an die Wache tritt und sie beginnen zu reden. Nach kurzer Zeit nickt die Wache und geht einen Schritt vom Eingang zur Seite.
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 02:05:28 Uhr von Zitrusfrucht »
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Offline Cerebro

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #4 am: 13. Oktober 2011, 08:56:46 Uhr »
Sein letzter Job liegt nun schon etwas zurück und für Eric wird es langsam Zeit, die Finanzen wieder aufzustocken. Er ist erst unmittelbar auf Sigo IV eingetroffen und hat sich noch keine vorübergehende Bleibe zugelegt, also schleppt er seinen gesamten Hausstand mit sich herum - was im Verhältnis nicht unbedingt viel ist und ihn auch nicht weiter stört. Der große Rucksack hängt an einem Gurt über die Schulter, in der linken Hand trägt er einen nahezu gewaltig anmutenden Koffer, der so groß ist, dass sogar der andere Koffer, in dem die Praetor verstaut ist, darin Platz findet - zusätzlich zu dem ganzen Klamotten, die er dort hineingestopft hat.

Seine künstlichen Arme sind wegen seines Mantels verdeckt und nur die schwarzen Metallhände lugen unter den Ärmeln hervor, könnten aber genauso gut zu irgendwelchen Spezialhandschuhen gehören. Seine Identität als Cyborg versucht er zwar nicht zu verschleiern, dennoch ist auf den ersten Blick, auch dank der dunklen Sonnenbrille auf der Nase, nicht viel davon zu erahnen. Seine Pistole trägt er mehr oder weniger offen im Holster um die Hüfte. Mehr, weil er sich nicht darum kümmert, ob er damit gesehen wird - schließlich besitzt er einen legalen Waffenschein für das Schießeisen; weniger, weil sie durch die lange Kleidung vor Blicken abgeschirmt wird.

Eric blickt sich um, betrachtet die Leute, das Gelände, die Gebäude. Wie selbstverständlich geht sein Kopf mögliche Deckungen, Verstecke und Hinterhalte durch. Ein Überbleibsel des alten Trainings, das immer dann abgespult wird, wenn er sich in einem neuen, ungewohnten Umfeld aufhält und das er nicht abschütteln kann.

Sein Blick wandert auf einen Schriftzug. 'Jon Houngs Schiffsteile' - das muss es wohl sein. Der Job klingt etwas dubios und der Laden vermittelt zunächst auch keinen anderen Eindruck, aber obwohl er seine letzte Tätigkeit als Bodyguard aufgrund höchst krimineller Verwicklungen letztendlich geschmissen hat, ist seine Gutmensch-Seite mit den Jahren immer mehr einer eher pragmatischen Einstellung zum Geld verdienen gewichen.

Mit all seinem Gepäck stapft er mit langen Schritten auf den Türsteher zu, kommt kurz vor ihm zum Stehen und nickt ihm zum Gruß neutral zu.

"Ich bin hier wegen des Jobs. Die Sache mit dem Urlaub..."
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 08:58:54 Uhr von Cerebro »

Offline Jessica

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #5 am: 13. Oktober 2011, 09:10:48 Uhr »
Auf den ersten Blick eine oberflächliche Durchsuchung. Aber das muss nichts heißen. Metalldetektoren und andere für ihre Arbeit hinderliche Instrumente passen mittlerweise fast überall hinein. Na wird schon schiefgehen...Die junge Frau steuert nun ebenfalls zielstrebig den Eingang an. Vor dem Türsteher bleibt sie mit gesenkten Armen und offenen Handflächen stehen. "Guten Tag...ich möchte bitte mit Herren Houng sprechen. Wegen dem Auftrag mit Urlaubsmöglichkeit im JobNet..." Erklärt sie den Grund ihres Erscheinens höflich und lässt einen doch recht starken japanischen Akzent durchklingen, den sie neben amerikanisch und französisch - den Hauptsprachen auf ihrem Planeten, lange geübt hat. Einen Akzent abzulegen oder wieder anzunehmen ist kein großes Problem für sie. Solange sie daran denkt zumindest. Nach einer angedeuteten Verbeugung schaut sie lächelnd auf, was sich durch das dünne Tuch mehr oder weniger erahnen lässt. Dem Mann mit den schwarzen Händen widmet sie nur einen kurzen Blick über den Augenwinkeln.     
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 09:16:54 Uhr von Jessica »
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #6 am: 13. Oktober 2011, 12:18:34 Uhr »
Neon nickt dem Türsteher nach der angenehmerweise ziemlich diskreten Musterung leicht zu, murmelt ein halb verschlucktes "...'Nke...", ohne auf die Warnung sichtbar zu reagieren, -dennoch, darauf, von irgendwas zerlegt zu werden, hat er keine Lust, von da her wird er sich dran halten - und geht hinein.
Als er den Raum betritt, passt sich seine Sonnenbrille an die Umgebungshelligkeit an, er nimmt sie allerdings nichtsdestotrotz ab, sodass seine gelben Augen sichtbar werden, und sieht sich in dem Saal um, nur ein wenig, bevor er recht zielstrebig weiter geht, auf das rote Tuch zuhält, hinter dem sich der Boss verbergen soll. Ein Knopfdruck an der Uhr bringt die Kopfhörer zum Schweigen, und der P-Man streift seine Kapuze ab.
Am Ziel angekommen, zieht er das Tuch ein Stück zur Seite und schlüpft durch den Spalt hindurch, sich im Raum dahinter kurz umsehend, mit einem geschäftsmäßigen Lächeln, das ungefähr aussagt: 'Ich bin 'n Freak, aber das heißt nicht, dass ich nicht ein Minimum an Höflichkeit an den Tag legen kann...' bevor er sich bei etwaigen Anwesenden als "Dom Oberst, Freelancer." vorstellt, ohne mit der Wimper zu zucken. Er mag es zwar nicht, zu lügen, aber wie hirnlos wäre es denn, einen dubiosen Job damit zu beginnen, seinen echten Namen zu nennen?

Offline Cerebro

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #7 am: 13. Oktober 2011, 12:36:04 Uhr »
Eric nimmt sich etwas mehr Zeit, den anderen Neuankömmling zu mustern. Er dreht den Kopf und schaut sich die Person, offensichtlich eine Frau, kurz an. Statt sie anzusprechen wendet er sich aber wieder dem Wachmann zu, um seine Antwort abzuwarten.

Offline Zitrusfrucht

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #8 am: 13. Oktober 2011, 13:02:06 Uhr »
Neon marschiert in das Innere des Haus, der Geruch von Tabak und Öl fällt ihm sofort auf als er eintritt. Der Eingangsraum ist etwa 4x4 Meter groß, neben einem Teppich steht hier ein Tisch und eine Küchenzeile, auf der linken Seite führt eine Treppe nach oben, mehrere Blumenvasen stehen auf kleinen Tischchen herum. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raums befindet sich ein rotes Tuch, dass wohl der genannte Eingang ist. Zwei Wachen stehen neben dem Eingang, sie halten jeweils eine SMG in ihren Händen, am Körper tragen sie je eine kugelsichere Weste, schwarzen Beinschutz und dunkelgrünen Armschutz. Einer von ihnen ist augenscheinlich koreanischer Abstammung, der andere lateinamerikanischer.

David spürt wie er von den beiden mit nüchterner Professionalität aber latenten Desinteresse gemustert wird. Hinter dem Vorhang spürt er mindestens fünf Tonnen Stahl stehen.

--------------

Eric und Canan stehen beide vor dem Türsteher. Wieder ertönt das Surren hinter den Augen des Türstehers als er beide mustert, dann nickt er und geht einen Schritt zur Seite.
"Hinter dem roten Vorhang den Hauptsaal hindurch. Nichts anfassen wenn ihr drin seid und kommt auf keine blöden Ideen, klar?"

Neben Eric steht eine junge Frau Anfang 20. Sie hat einen blassen Teint, und Eric kann keinerlei Implantate an ihr erkennen ....

--------------

Das erste was Dave sieht als er hinter den Vorhang tritt ist ein dreidimensionaler Transmitter, der die Gestalt dreier Leute auf einem flachen Podest überträgt. Ein hagerer schwarzer älterer Mann sitzt dort auf einem einfachen Stuhl, seine Haare und Bart sind ergraut, am Körper trägt er eine Cargohose und ein Muscleshirt, durch das seine trainierte aber dürre Gestalt zu sehen ist. Seine beiden Arme sind künstlich und in einem dunklen weinrot gehalten. Um seinen Hals hängt eine goldene Kette, die Augen sind hinter einer Sonnenbrille verborgen. Neben ihm steht eine großgewachsene schwarze dünne Frau mit verschränkten Armen. Sie ist höchstens Anfang 30. Ihr Gesicht ist ausdruckslos, ihre langen Dreadlocks enden in einem Zopf, der den Rücken hinunter reicht. Sie trägt grüne Stiefel, eine schwarze Lederhose und ein rotes, ärmelloses Shirt, an ihrem Gürtel hängen neben einer Pistole diverse Federn und Knochen. Links neben dem Mann steht ein großer junger schwarzer Kerl, gekleidet in einen perfekt sitzenden Anzug, zu dem die kugelsichere Weste und das Sturmgewehr in der Hand wie auch die geschätzten zwei Millionen Piercings im Gesicht nicht ganz passen wollen.


Vor dem Transmitter steht Houng und nickt. "Deal", sagt er und schaltet ihn ab, die drei Gestalten verschwinden.

Der Raum ist mindestens genauso groß wie der Saal, aber im Gegensatz zu diesem ist er über und über vollgestellt mit allen möglichen Krimskrams. Die Wand ist voll mit Schrott, Kabel und Computerteile hängen überall aus nahezu jeder halbwegs freien Fläche. Ein großer mehrteiliger Schreibtisch steht in der Mitte des Raums, mehrere Computerkonsolen stehen darauf. Einige sind alt, ausgestattet mit Tastatur und Flachbildschirm, während es sich bei den anderen um holographische Projektionen handelt. Seitlich der beiden Schreibtische stehen zwei kleine Geschütztürme, ausgestattet mit jeweils drei Maschinengewehren könnten sie wahrscheinlich Gebäude einreißen wenn man sie nur lange genug schießen lässt. Passend dazu ist die Wand auf der anderen Seite der Mündungen gepanzert.

Houng ist ein leicht übergewichtiger Koreaner Mitte 40, Anfang 50. Er trägt ein weißes Hemd, Krawatte, eine schwarze Hose und polierte Schuhe. Allerdings sind seine Ärmel hochgekrempelt und Ansätze von Schweiß sind unter seinen Achseln zu sehen. Er dreht sich vom Transmitter um und sieht Dave an, hört sich an was er zu sagen hat.

"Oberst, also? Jon Houng, Schiffshändler und drittreichster Mann dieses Planeten", sagt er und setzt sich auf seinen Stuhl hinter dem Schreibtisch. "Sie sind hier wegen des Jobs nehme ich an, nicht wahr?"
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 13:05:52 Uhr von Zitrusfrucht »
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #9 am: 13. Oktober 2011, 13:15:16 Uhr »
"Geht klar.", bestätigt Eric schlicht und setzt sich wieder in Bewegung, sobald ihn der Torwächter passieren lässt. Der Frau neben ihm schenkt er zunächst kein großes Interesse mehr, dafür jedoch der neuen Umgebung im Inneren des Baus. In normalem Tempo bahnt er sich seinen Weg durch den Vorraum und erspäht den erwähnten Vorhang. Den vorherrschenden Geruch findet er nicht unangenehm und in ihm steigt die Lust nach einer Kippe.

Seine Griffel behält er bei sich, währender sich seinem Ziel nähert...
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 13:17:55 Uhr von Cerebro »

Offline Jessica

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #10 am: 13. Oktober 2011, 13:31:55 Uhr »
Canan fragt sich bei der genauen Betrachtung, was wohl dahinter steckt. Da er Fremde offensichtlich nicht nach gewöhnlicher Bewaffnung durchsucht, hält er womöglich nur nach Sprengstoff Ausschau...oder etwas in der Art. "Verstanden, danke." Nickt auch die Dunkelhaarige und überlässt dem anderen Gast den Vortritt, ehe sie selbst einen Fuß in das Gebäude setzt. Gemächlich schaut sie sich im Inneren nach dem Vorhang um und geht dem Unbekannten kurzerhand im Gänsemarsch hinterher. Die Wachen vor dem Eingang werden sich schon melden, wenn ihr Boss gerade zu tun hat... 
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #11 am: 13. Oktober 2011, 13:58:37 Uhr »
Aufgrund ihrer Fachkenntnis vermutet Canan, dass sich, aufgrund des Geräuschs, in der Brille des Mannes ein kleiner Scanner befindet, der nach metallenen Gegenständen, chemischen Verbindungen oder ähnliches sucht.

Gemeinsam betreten Canan und Eric den Saal und können sehen, wie der dicke Vorhang auf der anderen Seite des Saals sich noch ein klein wenig bewegt. Hinter dem Vorhang sind undeutlich Stimmen zu hören. Die beiden Wachen mustern die beiden Neuankömmlinge zuerst mit vagen Desinteresse, versteifen sich dann aber ein wenig als sie die Hände von Eric erblicken.
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #12 am: 13. Oktober 2011, 14:06:32 Uhr »
Ruhigen Schrittes geht die Tuch-Frau auf die beiden Wachen zu und nimmt von dem mutmaßlichen Konkurrenten fürs Erste keine weitere Notiz. "Darf man eintreten?" Erkundigt sie sich höflich und bleibt mit etwas Sicherheitsabstand vor ihnen stehen. Ihr erster echter Auftrag...wenn sie denn genommen wird. Stellt sich dazu noch die Frage, wie dieser überhaupt aussieht. Vielleicht die Beschaffung eines besonders gefragten Schiffteils...oder etwas ganz anderes, für das man spezielle Leute benötigt. Mit einem gewissen Risiko wird der Auftrag vermutlich verbunden sein bei dem Gehalt...
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #13 am: 13. Oktober 2011, 14:16:01 Uhr »
"Klar, immer rein, der Boss sucht Leute", meint der Lateinamerikaner mit einem schwachen Dialekt. "Einer eurer Kollegen ist schon drin - wenn der Boss euch nimmt werdet ihr wohl von nun an ein Team werden."
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 14:56:35 Uhr von Zitrusfrucht »
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #14 am: 13. Oktober 2011, 14:32:55 Uhr »
Eric bemerkt, wie die Blicke der Wachen kurz an seinen Händen hängen bleiben. Der Cyborg reagiert nicht weiter darauf, nimmt es schlicht zur Kenntnis und setzt seinen Weg gemächlich fort. Er ist hier, um Geld zu verdienen, nicht um Ärger anzuzetteln, insofern bleibt er ruhig, spielt nach den Regeln und versucht keinen angriffslustigen Eindruck zu vermitteln. Er nickt den beiden am Vorhang zum Gruß zu, spart sich dann aber weiteren Floskeln, da seine weibliche Begleitung bereits die alles entscheidende Frage stellt.

Die Antwort lässt auch nicht lange auf sich warten. Bei dem Wort 'Team' dreht er sich noch mal kurz zu der Frau um. Seit seinen S.W.A.T Tagen arbeitet er für gewöhnlich lieber allein, aber wenn es der Job verlangt, wird er sich auch einreihen und Eric hofft einfach nur, es mit keinen Amateuren zu tun zu bekommen.

"Gut. Danke.", meint er einsilbig zu den Wachen und marschiert mit seinem Gepäck an ihnen vorbei.

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #15 am: 13. Oktober 2011, 15:15:45 Uhr »
"Alles klar, danke." Die vermummte Frau hält dem Blick des Anderen ohne sichtliche Regung stand und begibt sich nach ihm in Houngs Büro. Teamarbeit ist immer eine gute Sache, solange die Leute wenigstens einigermaßen kompetent sind. Mindestens richtet sich so das Hauptaugenmerk etwaiger Gegenparteien nicht auf sie allein. Die junge Frau richtet ihren Blick nach flüchtiger Orientierung auf den älteren Mann. Den jungen Mann mit den pipi-farbenen Haaren lässt sie dabei zunächst außer Acht. Offensichtlich handelt es sich bei ihm um den besagten Kollegen. Auch den Geschützen schenkt sie keine weitere Beachtung, auch wenn sie nicht unbedingt zu einer angenehmen Atmosphäre beitragen.

Sie wartet, bis sie die Aufmerksamkeit des Alten hat und nimmt dann ihre Brille ab. Nach einer Verbeugung stellt sie sich vor. " Guten Tag. Herr Houng, nehme ich an? Mein Name ist Yuri und ich bin wegen Ihres Auftrags hier. " Ein nichtssagender Name, der in mehreren Kulturen vorkam - für Männer wie Frauen. Ihre Wurzeln lassen sich nicht eindeutig herauslesen. Zu Teilen wird sie vermutlich Asiatin sein, wie die eher schmalen Augen und der Akzent verraten. Allerdings ist sie für den Durchschnitt ein Stück zu groß - von daher wird es sich bei ihrem Fall wohl um gemischte Elternteile handeln.
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #16 am: 13. Oktober 2011, 16:30:05 Uhr »
Die beiden Typen am Eingang werden von Dave nicht viel beachtet, vielmehr verlässt er sich erstmal auf das Wort des Kerls draußen. Etwas, das vielleicht in sonstigen Belangen nicht gar so klug ist, aber das soll immerhin ein Vorstellungsgespräch werden, keine Infiltration des Gebäudes.
Das Gefühl, dass jede Menge Stahl hinter diesem Vorhang lauert, bestätigt sich für den P-Man, als er eintritt. Jede Menge Kram, ein Holoprojektor, Geschütztürme, gepanzerte Wände, ... Interessant, und jedenfalls ein Ansporn, keine Dummheiten zu machen. Kurz wird der Raum, dann Houng gemustert, auch weiterhin lächelt Neon sein bestes Geschäftslächeln. "Eine Freude, sie kennen zu lernen, Mr. Houng. Der Job, richtig." Ein bisschen schiebt sich der junge Mann zur Seite, als die anderen beiden Bewerber den Raum betreten. Auch ihnen werden Blicke zuteil, allerdings bleibt der junge Mann dabei eher diskret, und glotzt nicht offensichtlich.
Eine Frau in Tuch, an der so gut wie nichts zu erkennen ist, die aber einen Akzent und einen nichtssagenden Namen hat, und ein größerer Kerl mit jeder Menge Gepäck... Der aber irgendwie wirkt wie ein Profi.
Bin wohl nicht der Einzige, der gerne für den drittreichsten Typen auf dem verdammten Planeten arbeiten möchte... Da sind noch andere scharf auf die 2k Cred. Mal sehen, vielleicht hab ich ja noch eine Chance... Auch wenn die irgendwie professioneller wirken, in meinem Gebiet haben die sicher nichts drauf, heh, das sieht man. Aber wer weiß.
Neon verfällt dann wieder in Schweigen, wartet ab, bis Houng das Wort ergreift, womöglich Fragen stellt, oder erläutert, worum es genauer geht.

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #17 am: 13. Oktober 2011, 16:46:34 Uhr »
Houng blickt zu Eric und 'Yuri' als sie eintreten.
"Yuri, hm", meint er und mustert Canan, dann Dave. "Meine Güte. Solltet ihr beiden Kids nicht lieber bei euren Eltern sein statt Söldner zu spielen?" Sein Blick wandert noch mal zu Yuri und mustert sie von oben bis unten erneut. "Und ich will wissen wie das Gesicht von jemanden aussieht den ich anstelle - wenn ich euch anstelle." Er seufzt, sein Blick wandert zu Eric und mustert ihn.
"Wenigstens einer der halbwegs professionell aussieht. Und wie heißen Sie?"
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 16:55:15 Uhr von Zitrusfrucht »
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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #18 am: 13. Oktober 2011, 17:10:37 Uhr »
Neons Miene verdüstert sich einen kurzen Moment lang, ehe er mit liebenswürdigstem Ausdruck sagt: "Bei einem Auftrag riskiere ich natürlich was, und zwar für gutes Geld. Bei meinem Dad riskiert ein Freak wie ich fürs zu laut Atmen seinen heilen Schädel... Und von Bezahlung keine Rede." Und das vollkommen ehrlich. Ob man ihm glaubt, ist eine andere Frage, aber er klingt recht überzeugend... Er hebt schließlich die Schultern.
Bevor ich zurück gehe, mach ich eben einen auf Söldner oder was auch immer. Da riskier ich meinen Hintern wenigstens halbwegs sinnvoll.

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Re: SF RPG 2: O10-Cup
« Antwort #19 am: 13. Oktober 2011, 17:44:58 Uhr »
Als er eintritt, begutachtet Eric ebenfalls zunächst kurz die Geschütze. *Nette Verteidigung. Etwas rabiat, aber unzweifelhaft effektiv...*

Eric wartet, bis er angesprochen wird. Kurz vorher entledigt er sich noch seiner Sonnenbrille, die er in einer der Manteltaschen verschwinden lässt. Seine Augen haben die für seine Implantate natürliche gelb-grün Färbung, die der Cyborg aber quasi per gedanklichem Befehl wechseln kann. Sich diese Spielerei einzubauen war nicht unbedingt sein Wunsch, die alten High-Tech-Augen musste er jedoch Vater Staat im Zuge der Rekonfiguration zurückgeben und dies war der auf dem Markt gängige Standard, den er als Ersatz bekam...

"Mein Name ist Eric, Sir.", erklärt sich Eric wahrheitsgemäß und schaut dem Asiaten ohne Scheu ins Gesicht. Er hat nicht im Sinn, ein großes Geheimnis aus seiner Identität zu machen. Wenn der Mann wirklich so reich ist, wie es die Räumlichkeiten vermuten lassen, dann würde er es mit etwas Mühe sowieso herausbekommen. Was der junge Kerl zu seiner Rechtfertigung vorbringt, lässt er unkommentiert und behält seine Aufmerksamkeit dort, wo sie hingehört: Auf dem potentiellen Auftraggeber.
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2011, 19:52:53 Uhr von Cerebro »