Autor Thema: Mini-Story: Spritztour  (Gelesen 10157 mal)

Offline Cerebro

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Mini-Story: Spritztour
« am: 04. Juli 2009, 02:34:41 Uhr »
Teil 1 von 2

Wüste. Sand wohin das Auge reicht. Fahrtwind, der dir durch's Haar bläst, dazu eine heiße Biene auf dem Beifahrersitz und nichts als Freiheit vor der Windschutzscheibe. Das Leben hat selbst auf einem toten Planeten noch seine gute Seiten. Die Tatsache, dass Cal mich mit diesem vielsagenden Blick gerade tierisch anmacht und dabei ihre Finger auf meinem Schritt tanzen lässt, sagt mir, dass sie wohl in genau diesem Moment etwas ähnliches denkt. Ach hey, mein Name ist übrigens Tobey. Tobey Scott Monroe und das liebreizende Stück Sexappeal neben mir heißt Cal Johansson. Ein rattenscharfes Geschoss! Sie erzählte mir mal, dass sie skandinavische Vorfahren hat, aber scheiße... wo auch immer Skandinavien - oder wie auch immer dieser Ort gehießen hat - sein mag, es ist jetzt sicher nicht mehr als ein großes, tiefes, verstrahltes Loch im Boden. Aber wisst ihr was?! Das ist völlig egal! Mir... und ihr auch! Aber von vorne: Angefangen hat alles in dieser Bar, die den seltsamen Namen Jumpers Go trug... Nein, keine Sorge. Ich langweile euch sicher nicht mit profanen Einzelheiten. Spulen wir etwas vor und sagen einfach, dass wir direkt aufeinander scharf waren und... tja... jetzt sind wir hier. Zwei waschechte Draufgänger auf der Suche nach etwas Action. Der heiße Ofen, mit dem wir gerade unterwegs sind, ist übrigens mein ganzer Stolz! Ein Kaiser M715, voll funktions- und fahrtüchtig. Mann, fahrbare Untersätze sind mittlerweile so rar wie Süßwasser, aber manchmal muss man auch mal Glück haben, oder?! Ich hab' dieses Prachtstück von meinem Dad. Er hat es eigenthändig wieder zusammengezimmert und aufgemotzt. Mit dem Ding kann man Miezen aufreißen, sag ich euch! Naja... jedenfalls... wo, war ich?! Ach ja, ich...

"Hey Tobey!" Die Worte zerreißen den roten Faden in Tobey's inneren Monolog. Der durchgeknallte aber nicht häßliche Zwanziger runzelt die Stirn und bemerkt, dass seine neue Flamme damit aufgehört hat, ihm den Kolben zu kneten. "Was ist Babe? Wieso hast du aufgehört? Ich war gerade..." "Im Rückspiegel!", stoppt die schlanke Blondine mit dem weißen Tanktop seinen aufkeimenden Redefluss und Tobey sieht nach.

Staub. Da war Staub zu sehen. Eine aufgewühlte Wolke, fast noch am Horizont. "Ein kleiner Sandsturm?", fragt der junge Mann mit dem braunen, leicht lockigen Haar und zuckt die Achseln. "Was ist damit?" Cal geht nicht darauf ein. "Funktioniert das MG?", fragt sie in Eile. "Wieso?" "GEHT ES?!" "Ja, gottverdammt, aber was zum..." "Halt die Klappe und drück drauf, hörst du?! Gib Vollgas!!" Sie steht auf und hangelt sich geschickt auf die Ladefläche des robusten Jeeps, auf der eine großkalibrige Browning M2 montiert steht. "Hey!", protestiert ihr Lover. "Hey, was hat dich denn geritten? Wie redest du auf einmal mit mir?! Hock dich wieder hin, oder..." "Das sind Wheelers du Vollidiot! Gib endlich Stoff!!" Tobeys Miene entgleist für kurze Momente. "Wheelers? HIER?!" Ohne ein weiteres Wort gibt er endlich Bleifuß. Das schwere Gefährt hobelt wie ein Pflug über das unebene Gelände. Es ruckelt und scheppert an allen Teilen, während Cal mit geübten Handgriffen einen Gurt 50er Munition in das schwere Maschinengewehr einführt und geräuschvoll durchlädt. Gehetzt wandert Tobeys Blick immer wieder zum Spiegel. Die Wolke kommt näher und näher. "Schneller!", schreit Cal zu ihm herüber. "Es geht nicht schneller, verdammt!!", ruft er panisch zurück und dreht sich über die Schulter um, so als glaube er dem Bild im Rückspiegel nicht. Er sieht seine Freundin am MG stehen. Das schulterlange Haar wird von der abendlichen Sonne in einen roten Schimmer getaucht und flattert im reißenden Fahrtwind wie eine züngelnde Flamme. Dann kracht der Jeep über einen Felsen, so dass es fast den Unterboden durchschlägt. Tobey reißt am Steuer und wendet sich wieder nach vorne. Cal fällt beinahe  von der Lade, stemmt  sich dann aber wieder in Stellung. Bereits kurze Zeit später knattert die Browning in dumpfem Ton los, als die ersten Bikes aus der Formation preschen und auf ihre Beute zurasen...
« Letzte Änderung: 04. Juli 2009, 10:32:15 Uhr von Cerebro »

Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #1 am: 06. August 2009, 20:50:40 Uhr »
Sehr geil! Keine Ahnung, wieso hier noch keiner gepostet hat...

Gleich eine Frage dran: Könntest du das auf Englisch übersetzen? Ich schreibe gerade das Handbuch von FOnline: 2238 und da wäre das am Anfang als Aufreißer perfekt.
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Offline Cerebro

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #2 am: 07. August 2009, 00:36:20 Uhr »
Antwort per PM - und danke für den Comment. Feedback bekommt man derzeit hier leider eher weniger. :)

Vielleicht raff ich mich demnächst mal auf und schreibe das Ende dazu. Hatte von Anfang an im Kopf, wie das Ganze ausgeht, aber habe dann nur in kurzer Zeit einen ersten Teil geschrieben und das Ende dann vertagt... dabei ist es dann geblieben. ^^

Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #3 am: 07. August 2009, 01:06:07 Uhr »
Das mit dem Ende ist kein Problem. Eigentlich ist das offene Ende sogar besser für das, wofür ich den Text gebrauchen könnte. Was ich persönlich sehr gut finde, ist die Sache mit der Gang bzw. den Gruppen und der aufbauenden Action. Das kann man ziemlich gut auf unser FOnline: 2238 übertragen, da wir ja auch auf einem Fraktions-System aufbauen.

Du hast mir ja schon per PN geschrieben, dass eine Übersetzung ins Englische von dir eher flach fallen würde. Ich selbst bin leider auch nicht so gut darin, größere Texte ins Englische zu übersetzen und diese dabei noch gut klingen zu lassen.

Es wäre also echt dufte, wenn sich jemand von hier, melden könnte und aushelfen würde. Bis zum 15. August ist leider auch nicht mehr so viel Zeit, also müsste das recht schnell gehen, wenn möglich. :/
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Offline Micky

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #4 am: 07. August 2009, 02:58:26 Uhr »
Ich kanns versuchen und mein bestes geben. Ich will was zur Community beitragen.


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Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #5 am: 07. August 2009, 12:42:11 Uhr »
Wäre klasse. Wie gesagt, bis zum 15. muss das Handbuch fertig sein, weil da der Client auch veröffentlicht wird. Wäre super, wenn da was zusammen kommen könnte.
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Offline Cando Garon

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #6 am: 07. August 2009, 13:11:12 Uhr »
Ich mach mich mal heut abend auf Arbeit dran. Soll ich das dann hier rein posten?
„Wer die Vergangenheit kontrolliert, hat Macht über die Zukunft.
Wer Macht über die Zukunft hat, erobert die Vergangenheit.”

Zitat von: Tschätt
<Jazz> kenn nur den Dildo in den Duschen
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Offline Molot

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #7 am: 07. August 2009, 13:33:50 Uhr »
Geiel Story,

habe ich bisher übersehen...


Hättest du dir doch auch für den Schreibcontest aufheben können... Mehr davon... Aber hat ja auch noch zeit bis nach dem Contest...
Wer ist dieser Molot eigentlich?!

Heute singt für Sie...


Das Niveau!!!

Offline Mr.Wolna

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #8 am: 07. August 2009, 13:36:30 Uhr »
Hättest du dir doch auch für den Schreibcontest aufheben können...

Ich glaube die hat er geschrieben NACHDEM er das Thema vorgegeben hatte.
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P.s. Nein es ist nicht die Gewalt was mich an der Fallout Reihe gereizt hat,aber sie war immer die Kirsche auf der Sahnetorte ( Und ich will verdammt nochmal ne Kirsche oben drauf haben)

Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #9 am: 07. August 2009, 15:35:00 Uhr »
Ich mach mich mal heut abend auf Arbeit dran. Soll ich das dann hier rein posten?

Ja, wäre klasse. Wenn mehrere Leute dran arbeiten, steigt die Chance, dass alles richtig übersetzt wird. ))
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Offline Cando Garon

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #10 am: 07. August 2009, 15:42:07 Uhr »
Ich halt mich btw ans American English als ans British English. Passt imho mehr zu dem Highway "Hero" und seiner Heroine :D

Wenn das für Cerebro in Ordnung ist?
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Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #11 am: 07. August 2009, 15:48:31 Uhr »
Ich find, amerikanisches Englisch klingt etwas rauer und dreckiger, von daher wäre ich dafür. :>
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Offline Micky

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #12 am: 07. August 2009, 18:58:58 Uhr »
Ich könnte erst Montag anfangen, weil ich noch zuviel um die Ohren hab. Wenn Cando das vorher schon hätte wärs natürlich klasse.


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Offline Cerebro

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #13 am: 07. August 2009, 19:53:20 Uhr »
Ich hab Lexx schon per PM gesagt, dass er mit der Story anfangen kann, was er möchte. Ich habe absolut kein Problem damit, wenn ihr euch ans Übersetzen macht und freue mich sogar darüber. ;)

Offline Cando Garon

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #14 am: 07. August 2009, 20:05:53 Uhr »
So hier die erste Hälfte, wäre schön wenn die English-Cracks (Randy?) nochmal über die Grammatik drübersehen würden, da bin ich nich mehr ganz firm, seitdem ich seit 6 Jahren aus der Schule raus bin  ;D

Desert. Sand as far as the eye can see. The headwind is blowing through your hair, a hot chick sitting by your side and nothing in front of the windscreen than freedom. Even the life on a wasted planet has sometimes its good times. The fact, that Cal is turning me on now with this versatile expression in her eyes and her fingers dancing upon my crotch, shows me, that she is thinking something equal in the moment. Ay yo, my name is by the way Tobey. Tobey Scott Monroe and this beautiful piece of sex appeal beside me is called Cal Johannson. A razor-sharp girl! Sometimes she told me, that she has Scandinavian ancestors, but shit… wherever this Scandinavia – or however this place was named – should have been, now it is sure nothing more than a big, fat radiation hole somewhere in the ground. But you know what? I couldn’t care less… and she too!
But to start all over again: everything has begun in this bar, with this strange name, “Jumpers Go”… No worries, I wouldn’t bother you with trivial details. Let’s go a little further on and just say, that both of us was really fancy of each other and … uhm … now we are here. Two ass-kicking go-getters on the hunt for some A-C-T-I-O-N. The hot-rod, which we used for the trip is my apple and my eye! A Kaiser M715 in full working order. Damn, wheels are rare as pure water in this times, but sometimes you has to have some luck, hasn’t you? I’ve got this jewel from my dad. He repaired and pimped it himself. With this rod you can pick up chicks, man, I say you, yeah…! Uhm… Whatever… Where did I stop? Ah, yes, I…

« Letzte Änderung: 08. August 2009, 00:13:05 Uhr von Cando Garon »
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Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #15 am: 07. August 2009, 22:43:08 Uhr »
Super, dass du schon angefangen hast. :)

Ich hab die Geschichte schon erstmal so im Deutschen in das Handbuch mit eingebastelt. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch ca. etwas über eine halbe A4 Seite platz ist. Jetzt meine Frage: Cerebro, könntest du evtl. noch eins, zwei Sätze dazu schreiben? :> Kein Finales Ende oder so, aber evtl. ein klein wenig weiter gehen und dann wieder das Ende offen lassen, so dass es weiter spannend bleibt und man sich denkt "Scheiße! Das rockt!". Wäre echt lässig. :>
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Offline Cerebro

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #16 am: 08. August 2009, 08:26:37 Uhr »
Yo, ich schau mal, wie ich das Ganze schon etwas ausschmücken kann.

Ich poste den Text dann noch mal separat hier in die die Kommentare und markiere alle Änderungen, damit es die Übersetzer einfacher haben, die Unterschiede herauszufiltern und ihre Übersetzung dementsprechend anzupassen.

Ok, hab mal auf die Schnelle was dazugeschrieben. Sag bescheid, ob's von der Länge her passt.
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"Hey Tobey!" Die Worte zerreißen den roten Faden in Tobey's inneren Monolog. Der durchgeknallte aber nicht hässliche Zwanziger runzelt die Stirn und bemerkt, dass seine neue Flamme damit aufgehört hat, ihm den Kolben zu kneten. "Was ist Babe? Wieso hast du aufgehört? Ich war gerade..." "Im Rückspiegel!", stoppt die schlanke Blondine mit dem weißen Tanktop seinen aufkeimenden Redefluss und Tobey sieht nach.

Staub. Da war Staub zu sehen. Eine aufgewühlte Wolke, fast noch am Horizont. "Ein kleiner Sandsturm?", fragt der junge Mann mit dem braunen, leicht lockigen Haar und zuckt die Achseln. "Was ist damit?" Cal geht nicht darauf ein. "Funktioniert das MG?", fragt sie in Eile. "Wieso?" "GEHT ES?!" "Ja, gottverdammt, aber was zum..." "Halt die Klappe und drück drauf, hörst du?! Gib Vollgas!!" Sie steht auf und hangelt sich geschickt auf die Ladefläche des robusten Jeeps, auf der eine großkalibrige Browning M2 montiert steht. "Hey!", protestiert ihr Lover. "Hey, was hat dich denn geritten? Wie redest du auf einmal mit mir?! Hock dich wieder hin, oder..." "Das sind Wheelers du Vollidiot! Gib endlich Stoff!!" Tobeys Miene entgleist für kurze Momente. "Wheelers? HIER?!" Ohne ein weiteres Wort gibt er endlich Bleifuß. Das schwere Gefährt hobelt wie ein Pflug über das unebene Gelände. Es ruckelt und scheppert an allen Teilen, während Cal mit geübten Handgriffen einen Gurt 50er Munition in das schwere Maschinengewehr einführt und geräuschvoll durchlädt. Gehetzt wandert Tobeys Blick immer wieder zum Spiegel. Die Wolke kommt näher und näher. "Schneller!", schreit Cal zu ihm herüber. "Es geht nicht schneller, verdammt!!", ruft er panisch zurück und dreht sich über die Schulter um, so als glaube er dem Bild im Rückspiegel nicht. Er sieht seine Freundin am MG stehen. Das schulterlange Haar wird von der abendlichen Sonne in einen roten Schimmer getaucht und flattert im reißenden Fahrtwind wie eine züngelnde Flamme. Dann kracht der Jeep über einen Felsen, so dass es fast den Unterboden durchschlägt. Tobey reißt am Steuer und wendet sich wieder nach vorne. Cal fällt beinahe  von der Lade, stemmt  sich dann aber wieder in Stellung. Bereits kurze Zeit später knattert die Browning in dumpfem Ton los, als die ersten Bikes aus der Formation preschen und auf ihre Beute zurasen, doch die ersten werden regelrecht aus dem Sattel gefetzt. Cal schwingt den Lauf der Waffe geschickt hin und her, deckt die Verfolger breitgefächert in einen Kugelhagel und hält sie so auf Distanz. Tobey blickt abermals in den Rückspiegel, sieht die ersten Wheelers stürzen und die nachfolgenden teilweise über die vorderen fallen. Für eine Sekunde mischt sich Euphorie in das Adrenalin und sein Mut und Ego wachsen. "Woohoo! Fickt euch doch ihr Pisser! Uns bekommt ihr nicht!"

Dann knallt es - so laut, dass es mühelos alles andere übertönt. Tobey zuckt zusammen. Er dreht sich kurz über die Schulter, hört das MG verstummen und sieht Cal zusammensacken. Durch Geschwindigkeit und Fliehkraft wird sie von ihrem Platz gerissen und donnert gegen die Abgrenzung der Lade, welche sie nur knapp davon abhalten kann, den Wagen unfreiwillig zu verlassen. Die Augen ihres Lovers weiten sich, der kurze Glücksmoment verpufft im Nichts. Tobeys Kopf schnellt wieder nach vorne. Er holt alles aus dem Vehikel heraus, doch gegen die leichten Motorräder seiner Verfolger sieht er kein Land. Schnell wird er zu beiden Seiten flankiert. Mit grellen Farben angepinselte Helme lachen ihn gesichtslos an, als er links einen Blick durch die Scheibe der Seitentür riskiert. Die Ganger sitzen zu zweit auf ihrem Feuerstuhl - der vordere steuert, der hintere zielt. Tobey blickt in den schwarzen Lauf einer 44er, doch mit fletschenden Zähnen reißt er am Steuer, zieht riskant nach links und fegt die beiden Angreifer unverhofft vom Bike. Der Wagen schleudert, überschlägt sich beinahe durch diese abrupte Aktion, während von rechts der Hintermann der zweiten Maschine anfängt zu feuern.

Mit Mühe bekommt Tobey sein Gefährt wieder in den Griff, doch voller Panik bemerkt er dann einen bulligen Pickup, der schnell von hinten auf ihn zuhält. Durch eine Öffnung im Dach sieht er das Zielfernrohr eines Gewehres aufblitzen und ihm wird klar, was sein Mädchen da erwischt hat und dass die Bikes nur eine Vorhut bilden. Verzweifelt versucht er, den Wagen auf Kurs zu halten und sich gleichzeitig den Attacken von rechts zu entziehen. Nach einem Schlenker starrt er wieder in den Spiegel, als sich unverhofft Cal ins Bild quält. Eine Seite in dunkles Rot getaucht, zieht sie sich an der Browning auf die Füße und Sekunden darauf rattert das MG wieder todbringend los. Mit einem weiteren Ausfall zur Seite zwingt Tobey das aufdringliche zweite Bike vorerst in die Defensive, doch hinter dem Pickup kommen nach und nach immer mehr Fahrzeuge in Sicht...
« Letzte Änderung: 08. August 2009, 09:47:37 Uhr von Cerebro »

Offline Lexx

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #17 am: 12. August 2009, 14:32:49 Uhr »
Wie schauts denn jetzt aus mit der Übersetzung? :)

Ist nicht mehr viel Zeit, wird alles langsam ziemlich knapp.
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Offline Cando Garon

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #18 am: 12. August 2009, 14:36:04 Uhr »
Ich poste den 2. Teil dann gleich hier rein. Randy liest diesen Korrektur und improved meinen Text, schickt ihn mir dann und ich stell ihn hier rein.

Den 3. Teil mach ich gleich danach fertig.
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Zitat von: Tschätt
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Offline Cando Garon

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Re: Mini-Story: Spritztour
« Antwort #19 am: 12. August 2009, 15:54:34 Uhr »
So hab gleich beide Teile zusammengehauen:

“Hey, Tobey!” the words break the red thread in Tobey’s interior monologue. The wiggy but not ugly Twen knits his brows and notices, that his new chick stops to knead his cock. “What is going on, babe? Why have you stopped? I was on the way…” “In the rear mirror!” stops the slender blonde in the white tank top his budding flow of words and Tobey look in the mirror.

Dust. All he could see was dust. A churned up cloud, almost near the horizon. “A little sandstorm?” asks the young man with the brown, slight curly hair and shrugs his shoulders. “What about it?” Cal doesn’t go into it right now. “Is the machine gun in order?” she aks hasty. “Why?” “Does it work?” “Yeah, goddamn, but what the…” “Shut up and put your foot on the gas, ok? Full speed!” She stands up and climbs skilfully onto the loading space of the robust Jeep, whereon a large-calibre Browning M2 is assembled. “Hey!” her lover protest “What is going on with you? How are you talking with me? Sit down, or…” “These here are Wheelers, you dumbass! Now put your goddamn foot on the gas!” Tobeys expression freezes for a moment. “Wheelers? HERE?” Without another word he drives with the pedal to the metal. The heavy vehicles plows through the rough terrain. It is rattling and tugging on all parts, while Cal inserts a feeder of .50.ammunition with practised movements into the heavy machine gun, charging it loud and noisy. Harassed Tobey looks again and again in the mirror. The cloud comes closer and closer to them. “Faster!” Cal shouts to him. “We cannot go faster, goddamn!” he cries back to her in panic and glance over his shoulder, because it seems he cannot believe the reflection in the mirror. He can see his girlfriend standing at the machine gun. The shoulder-length hair was bathed in a red lustre by the evening sun and flutters in the raging headwind like a flickering flame. Then the Jeep crushes onto a rock and the car gets serious damage. Tobey manages hardly the wheel and looks forward. Cal almost falls from the loading space but regains the position. Already a short time late the machine gun rattles on in a muffled sound, as the first bikes leave the formation and hunt their prey. But the first two of them are devastated in their saddles. Cal swings the barrel of the weapon from one side to the other and covers the pursuers with a wide hail of bullets, holding them in distance. Tobey looks once again in the rear mirror and could see the first Wheelers falling down and the following crushing in them. For a second the mixture of euphoria and adrenalin let his courage and his ego grow. “Woohoo! Fuck off, you suckers! You won’t get us!”
Than it bangs – so loud, that everything else is drown out. Tobey flinches. He glances shortly over his shoulder, hears the machine gun fall silent and sees Cal collapsing. Velocity and centrifugal force are knocking her down and she crushes onto the enclosing of the loading space, which pretends her from leaving the car compulsory. Her lovers eyes widen, the short lucky moment fizzle out. His head shots forward. He gets everything out of the car, but against the light motorcycles of his enemies he has no chance. Quick he is flanked on both sides. Flashy painted helmets are laughing at him faceless, when he risks a look through the windows of the side door. The gangers sharing the one seat of their fast bike – the one in front drives, the one behind aims. Tobey looks in the dark barrel of a Magnum .44, but with bare teeth he is raging the wheel, pull it risky to the left and sweeps unexpected both the attackers from their bike. The car goes into a skid, falls almost head over heels, while from the right side the man behind on the second machine starts to fire.

With great difficulty Tobey regains control of his vehicle, but with panic he notices a bully which is heading fast for his car. Through a hole in the top of the car he could see the scope of a gun flashing and it becomes clear, what was hitting his girl and that the bikes are only a vanguard. Desperate he tries to hold the car steady on course and at the same time avoid the attacks from the right side. After a swerve he stares into the mirror, when Cal struggles herself unexpected in the scene. One side dipped in dark red, she pulls herself on the feet with the help of the Browning and seconds later the machine gun rattles deadly again. With a sortie to the side Tobey forces the pushy second bike for the present in the defense, but behind the pickup there are coming more and more vehicles in sight…

Randy, it is your turn.
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