Falloutnow!

Verstrahlte Themen => Kernkraftwerke => Thema gestartet von: Shadow am 25. Juni 2007, 21:33:37 Uhr

Titel: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 25. Juni 2007, 21:33:37 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Karatschai-See
Hab das vor einiger Zeit gefunden
schon krass welches Damokles-Schwert da über uns schwebt...
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mackie am 25. Juni 2007, 21:35:26 Uhr
Kenn ich von Mafio. Finds einfach unglaublich. Hab ihm die Geschichte vorerst nicht abgekauft, aber es hat mich schier sprachlos gemacht.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 25. Juni 2007, 21:38:31 Uhr
Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
"Nach 5-15 Minuten Aufenthalt ist die tödliche Strahlendosis für einen Menschen erreicht!"

weitere Auszug aus dem Artikel "Strahlenkrankheit"
über 50 Gy
    Sofortige Desorientierung und Koma innerhalb von Sekunden oder Minuten. Der Tod tritt in wenigen Stunden durch völliges Versagen des Nervensystems ein. Eine solche Stundendosis existiert beispielsweise am Karatschai-See.

(1 Gy  = 1 Joule pro kg)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 25. Juni 2007, 21:48:36 Uhr
Es  gibt ja  so einige Leute  die ich da hin schicken würde  ::)

"Strandurlab an der Betonküste     bleiben sie nur 5 Minuten und sie haben 30 Sorten Krebs - bleiben sie länger  und  das wird ihnen auch egal sein"




Tjo ist schon ne sauerrei was  die  Sowjets da angestellt haben.  Damals  war man sich anscheinend den Konsequenzen von Strahlung nicht so bewusst  oder man war schlichweg blöd  und hat sich zuwenig gedanken darüber gemacht.


Die Frage  ist nur... Wenn sich das Wasser  nun  mit dem Grundwasser und mit dem Polarmeer verbinden sollte  und an die Oberfläche gelangt...  wie sieht es dann mit der Bedrohung  fürs Innland aus.
Das Wasser verdunstet mit der zeit  und  reichert die Wolken an  - die den Regen ins innland tragen...     Ihr wisst sicher worauf ich hinaus will.

Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 25. Juni 2007, 21:57:00 Uhr
Ich weiß jetzt nicht wieviel Liter Wasser in dem See sind/waren und wieviele insgesamt in den Weltmeeren sind, aber angesichts einer dermaßen hohen Dosis ist es schon ne mittlere Katastrophe wenn das Zeug auch nur ins Meer kommt...
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 25. Juni 2007, 22:24:46 Uhr
In dem Artikel steht ja auch das die Strahlung reichen würde um die halbe Erde zu verseuchen!  #radi2
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 25. Juni 2007, 23:10:48 Uhr
Im schlimmsten Fall (zb Mafios Szenario). Auch wenns nur ein Zehntel wär wäre es schlimm genug.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hellspawn am 25. Juni 2007, 23:27:11 Uhr
Ja ist schon ne heftige Sache, irgendwie hängt es mir ein Stück weit zu hoch wie eine immerhin mal hochtechnologisierte Nation wie die UDSSR einen dermaßenen Schwachsinn produzieren kann.
Ich meine das haben deren Wissenschaftler doch gewusst ... die haben gewusst welche Risiken da auf die Region die Nation und die gesamte Umwelt zukommen.

Woran liegts das die größten atomaren Katastrophen in der ehemaligen UDSSR geschehen sind ?
Liegts am System ?
Am Know-how der Wissenschaftler ?
An der Mentalität der Bevölkerung und Ihrer Führung ?
An der Technik ?

Btw. wäre das nicht ne Location für die FalloutCon  :s000:
Sozusagen mitten im GLOW  :s000:
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 25. Juni 2007, 23:51:54 Uhr
Und bei der besten Methode um "den Mangel abzustellen" (wie man beim Bund so schön sagt) hats mal wieder am Geld gemangelt...
war ja klar
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 26. Juni 2007, 00:46:10 Uhr
karatschai  ist genauso wie chernobyl  ein Marxistisch, murxistisches Pfuschwerk.  wie man so schön sagt.
aber wie gesagt  die haben ja schon  früh  anfang der 50er angefangen.     Vielleicht  hatten die verantwortlichen Leute  einfach  zuviel Angst vor der führung  und waren unter leistungsdruck  das sie sich nicht  noch  um die  abfallbeseitigung  kümmern konnten.   Oder ihre führer  mit  zittrigem Finger  am Abzug damit nerven wollten.

Allerdings solls  ja noch  in der barentsee in irgend nem Hafen (namen vergessen) 2 Frachter geben die vom Kiel bis zum Masttopp voll mit Atommüll sind  und  im Hafen vor sich hinrosten.  Bei den bisherigen Russischen leistungen  nicht schwer vorzustellen.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 26. Juni 2007, 13:34:47 Uhr
Die Russen entsorgen ja auch ihre chemischen Waffen usw. im Meer. Bei denen wundert mich garnichts.
Es gibt irgentwo in der Sowjetunion nen Gebiet wo haufenweise verstrahlte Gegenstänge rumliegen die von Atomtests übrig geblieben sind. Die Nato hatte sogar schon befürchtugnen das Terroristen daraus schmutzige Bomben bauen könnten....
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 26. Juni 2007, 14:54:26 Uhr
Jetzt wisst ihr auch, warum so viele Leute aus dem Osten "Fallout" mögen. ;)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 26. Juni 2007, 21:39:36 Uhr
Vielleicht können sie da ihre eigenen Erlebnisse noch mal nachspielen!  #lachen#
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 26. Juni 2007, 21:53:28 Uhr
Streiche "Vielleicht" und tausche "sie" mit "können"  ;)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 27. Juni 2007, 00:32:21 Uhr
Ziemlich krasse Geschichte und sicher nicht die einzige wenig aufgeklärte nukleare Umweltkatastrophe in der Ex-Sovietunion. Der Fall dokumentiert ziemlich gut welche langfristigen Folgen naiver Fortschrittsglaube, Rüstungswettlauf und Ignoranz natürlicher Ökosysteme haben. Hinzu kommt die menschenverachtende Praxis der Vertuschung und Leugnung und des verspäteten, halbherzigen Handelns die allgemein typisch für die Anfänge der nuklearen Rüstung  sind. Das einleiten radioaktiver Abfälle in Flüsse, das Umleiten desselben in ein stehendes Gewässer, die 10 Jahre verspätete Zwangsumsiedlung der Bevölkerung (ich wüsste gerne was die den Menschen dort erzählt haben), die Zubetonierung des Sees ist absurd genug, völlig krank ist das nebenher die Plutoniumproduktion noch gesteigert wurde obwohl das Entsorgungsproblem spätestens Mitte der 50er Jahre jeden Betonkopf hätte klar sein müssen. Stattdessen werden immer noch Tonnenweise Abfälle in offene Reservoirs gepumpt.

Dennoch stellen sich mir einige Fragen, wie realistisch sind die angegebenen Messungen der Radioaktivität, wer hat die Messungen vorgenommen, wer hat sie gegengeprüft, wie ist es überhaupt möglich den See zuzubetonieren wenn man nach ner Viertelstunde eine potentiell tödliche Strahlendosis abbekommt? Ich zweifle ledeglich die Zahlen an der Fakt ist mr schon seit längerm bekannt. Noch eine Frage bezgl. der Verseuchung der Arktis bzw. der Verdunstung radioaktiver Substanzen: ich dachte das Radioaktivität auf dem Weg ins Grundwasser ennorm abnimmt weil es sich  beim Versickern im Boden absetzt, das die hochradioaktiven schwermetallischen Flüssigabfälle wie Plutonium weniger kritisch sind als die leichtradioaktiven weil sie sich eher am Meeresgrund absetzen und aufgrund ihrer Masse kaum in Strömungskreisläufe geraten können, während sich Uran, Strontium usw durchaus im Wasser verteilen und ein viel größeres Gebiet kontaminieren können, lieg ich da falsch? Zur Verdunstung wenn Wasser verdunstet bleiben Mineralien, Salze etc. auf dem Erdboden zurück, müsste bei kontaminierten Wasser auch so sein, klar wird es dann früher oder später verweht, allerdings gelangt es so nicht hoch genug in die Atmosphäre um die gesamte Welt nennenswert zu verstrahlen. Richtig?. 

Zunächst versuche ich mal auf Hellspawns Fragen einzugehen.

Zitat
Woran liegts das die größten atomaren Katastrophen in der ehemaligen UDSSR geschehen sind ?
Geldmangel, mangelndes Umweltbewusstsein, Umgehng der (zu schwach formulierten) Vorschriften, Überschätzung der nationalen finanziellen, technischen und intellektuellen Ressourcen sind zumindest einige Gründe, alledings denke ich auch des es Zufall ist das andere Länder knapp an Katastrophen wie Tschernobyl vorbeigeschrammt sind. (Harrisburg und Hanford, USA;  Mihama und Tsurugi in Japan z.B.)
Zitat
Liegts am System ?
Eher weniger, ein politisches System zieht Katastrophen nicht automatisch an. Das ähnliches in einer Demokratie ebenfalls möglich ist führe ich weiter unten aus.
Zitat
Am Know-how der Wissenschaftler ?
Denke ich auch nicht, die sowjetischen Wissenschaftler waren/sind hervorragend ausgebildet, es mangelte eher in der Umsetzung der theoretischen Grundlagen. Die Wissenschaftler können auch nichts machen wenn die Bürokratie beschliesst die Stimme der Wissenschaft zu ignorieren und an sicherheitsrelevanten Systemen spart, versucht mit dem Geld für einen Reaktor 5 zu bauen und was nicht alles passiert ist. Der Kalte Krieg trieb die SU dazu schneller, kostengünstiger und ökonomischer zu handeln die Prioritäten waren auf schnelle Ergebnisse ausgerichtet um einen 5-jahresplan zu erfüllen wurde halt manchmal über Leichen gegangen.
Zitat
An der Mentalität der Bevölkerung und Ihrer Führung ?
Der Punkt trifft in jedem Fall zu, die meisten Russen denken immer ihr Land sei soo groß da können man doch dies und jenes und auf das und dass können wir verzichten. Die Russen sind unbestritten Meister der Improvisation und das geht solange gut bis man merkt das man eine Kernschmelze eben nicht mit Gummihammer, Fahrradschlauch und Damenstrumpfhose eindämmen kann.
Zitat
An der Technik ?
Spielt sicherlich die größte Rolle es wurde allzu oft auf Masse statt Klasse gesetzt, die Ingeneure und Konstrukteure waren oft beim Bau der Anlagen nicht anwesend, dazu kommt das russische Roulette Prinzip das man immer hofft das doch alles gut geht und daher wissentlich oft aus Gel- und Zeitmangel veraltete, unzureichende Technik eingesetzt (Tchernobyl) oder unausgereifte Technik trotz fehlender Testläufe und Erfahrungen oft aus Prestigegründen, dennoch eingesetzt (Kursk, Raumfahrtprogramm...

Nun komme ich zu solchen Behauptungen.
Zitat
karatschai  ist genauso wie chernobyl  ein Marxistisch, murxistisches Pfuschwerk.  wie man so schön sagt.
Die kernaussage dieses Satzes ist in meinen Augen. Sowas geht nur im Kommunismus.
Ich sage doppelt falsch weder war die Sowjetunion im marxistischen Sinne kommunistisch noch stellt die Sowietunion ein Einzelfall dar.

Exemplarisch will ich hier einmal Hanford (USA) anführen, der ort wo das Plutonium für die Nagasaki-Bombe "Fat Man" und tausender anderer K-Waffen hergsetellt wurde.

Hier begann die Plutoniumprduktion bereits 1942/43 und die Grundlagen im Umgang mit den dabei anfallenden Abfallprodukten steckte noch absolut in den Kinderschuhen. Ähnlich wie später in Majak glaubten die Wissenschaftler damals das Problem der radioaktiven Spaltprodukte innerhalb weniger Jahre technisch oder chemisch lösen zu können und das Teufelszeug zu neutralisieren. Auch die Auswirkungen von radioaktiver Strahlung waren kaum bekannt und der Umgang damit praktisch Neuland. (gilt für Mayak ebenso weil die USA aus naheliegenden Gründen keinen Erfahrungsaustausch mit der SU betrieben)

Ebenso wie später in Mayak wurden die strahlenden Abwässer zunächst in den vorbeifliessenden Columbia-River entsorgt, der Hauptunterschied zum Fluss Tetscha ist das der Colubia viel mehr Wasser führt und sich die Abfälle darin nicht so konzentrierten, dennoch traten schon bald Symptome für Strahlenerkrankungen, bei Indianerstämmen deren Reservate am Columbia lagen. (Die Stätdte Hanford und White Bluffs wurden vor dem Bau der Anlage von der Regierung gekauft und die Menschen umgesiedelt, die Indianer dagegen blieben) Die Regierung leugnete einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und den Vorgängen in Henford. Erst Ende der 60er jahre konnte das Problem auf dem Druck der Öffentlichkeit nicht länger negiert werden.

In Hanford wurde in mehreren Reaktoren bis 1989 Plutonium für die US-Bomben produziert, dabei fielen circa 1200 Tonnen Plutonium (240 t davon Waffenfähig) und 241.000.000 Liter radioaktive Flüssigabfälle an. Der größte Teil davon wurde in einemer Tank Farm eingelagert, 177 unterirdische Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen 250.000 bis 4.546.000 Litern. Der größte Teil der Tanks wurde für eine 30-Jährige Lebensdauer konzipiert, teilweise wurden die Abfälle bunt gemischt, die Tanks müssen ständig gekühlt werden um eine Explosion wie in Mayak, hervorgerufen durch die Entstehung von Wasserstoffgas, zu vermeiden. 67 Tanks sollen bereits undicht sein und ihr Inhalt versickert  und gelangt durch das Uferfiltrat in den Colubia River. Eine technische Lösung zur Entsorgung oder auch nur Leerung der Tanks gibt es bis heute nicht.

Noch Fragen?
 http://de.wikipedia.org/wiki/Hanford_Site (http://de.wikipedia.org/wiki/Hanford_Site)
http://www.staff.uni-marburg.de/~kunih/all-doc/puversuche.pdf (http://www.staff.uni-marburg.de/~kunih/all-doc/puversuche.pdf)

Los Alamos?
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19419/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19419/1.html)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 27. Juni 2007, 02:44:46 Uhr
Na  und?

Hanford mag zwar schlimm sein  aber es ist keine hochkonzentierte Todeszone  wie der Betonsee.


habt ihr euch mal den See auf Google Earht angehschaut?    (leicht zu finden   sucht in der suchfunktion nach Cheljabinks  und haltete etwas südöslicht ausschau  nach einer ungewöhnlichen großen grauen Lichtung)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 27. Juni 2007, 08:42:54 Uhr
So banal würde ich das nicht abtun Mafio. Hast du überhaupt gelesen was ich geschrieben habe?
Sicher ist der Karatschai-See eine ziemlich krass verstrahlte Zone, aber halt auch nur eine von vielen und ich würde nicht so weit gehen das als rein russisches Phänomen abzutun, sicher die Praxis in Russland ist in vielen Aspekten einzigartig und ich will nicht wissen wie hoch die Strahlenbelastung auf dem Kernwaffentestgelände auf Nowaja-Semilja ist wo cirka 300 A-und H-Waffen getestet wurden, unter anderem die berühmte Tsar-Bombe.

Aber versuch mal auf das franz. Testgebiet auf dem Mururoa-Atoll zu kommen. Du hast 0-Chance da die frz. Marine wie der Teufel aufpasst das da keiner hingeht und Messwerte, Boden- und Wasserproben sammelt oder mal nachschaut wie es den Korallen und Fischen geht. Denn diese Daten würde eindeutig den Zusammenhang zwischen den rund 210 Atomwaffentests und den Strahlenerkrankungen in Folge des Fallouts in Polynesien aufzeigen. Klugerweise haben sie in dem ehemaligen Vulkankrater auch noch den angefallenen radiaktiven Müll verklappt, was weder vor tektonischen Veränderungen noch vor einbrechenden Meerwasser für die nächsten 1000 Jahre Sicherheit garantiert. Das die Unterwasser Flora und Fauna schwere Schäden zu verzeichnen hat davon ist mit Sicherheit auszugehen, denn als das Atoll auseinanderzubrechen drohte wurde es ebenfalls zubetoniert. Frankreich bestreitet das es überhaupt negative Auswirkungen der Atomwaffentests gibt, mit guten Grund denn dann wären sie nach internationalen Recht verpflicht den betroffenen Nationen Schadenersatz zu leisten.

Aber was interessieren irgendwlche 3-Weltstaaten im Pazifik wenn man genausogut über die russische Steppe reden kann. Ich sags noch mal die Ereignisse in und um die PU-Fabrik Mayak sind indiskutabel. Aber es ist halt nur ein Fall von vielen und jede Atommacht hat ihre Leichen im Keller.

Insgesamt wurden 528 Tests in der Atmosphäre, unter Wasser, auf der Erdoberfläche oder im Weltraum gezündet. Diese Tests, auch „atmosphärische Tests“ genannt, haben zu einer weltweiten Verseuchung der Erde geführt, was die Gesundheit der Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinträchtigte und beeinträchtigen wird. In der Nähe der Testgelände (Wüste von Nevada, Pazifikatolle, Sahara, Kasachstan, usw.) führten die atmosphärischen Tests häufig zu intensivem Fallout, und zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen der lokalen Bevölkerung und zu Verseuchungen der Umwelt. In der Summe ist da der Karatschai ein Scheissdreck gegen, das sollte man im Gesamtzusammenhang betrachten ehe man versucht bestimmten Idologien da einen besonderen Stempel aufzudrücken.

Edit:
Was ich eigentlich ausdrücken will, ist das man nicht mit Gewissheit sagen kann das Karatschai tatsächlich der verstrahlteste Ort der Welt wäre. Da alle Atommächte versuchen ihre eigenen Unfälle und Atomtestergebnisse geheimzuhalten und unabhängige Untersuchen behindern oder gar verunmöglichen, kann diesbezüglich unmöglich eine definitve Aussage getroffen werden. Stünde der eiserne Vorhang noch wüssten wir über Karatschai nämlich genau so viel wie über Südalgerien, das Mururoa-Atoll, das Bikini-Atoll, das Fangataufa-Atoll, Lop Nor, die Thar-Wüste, NTS Nevada, die Christmas Islands, Maralinga oder Woomera Emu. Und das ist alles ziemlich wenig bis gar nichts,
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 27. Juni 2007, 11:52:52 Uhr
Aber versuch mal auf das franz. Testgebiet auf dem Mururoa-Atoll zu kommen. Du hast 0-Chance da die frz. Marine wie der Teufel aufpasst das da keiner hingeht und Messwerte, Boden- und Wasserproben sammelt oder mal nachschaut wie es den Korallen und Fischen geht. Denn diese Daten würde eindeutig den Zusammenhang zwischen den rund 210 Atomwaffentests und den Strahlenerkrankungen in Folge des Fallouts in Polynesien aufzeigen.

Wenn da keiner drauf darf  um Beweise zu holen - wie kannst du dir dann sicher sein?  :s000:

Sie es positiv   die langsame Verstrahlung der Welt sorgt dafür das wir alle mit der Zeit resistenter dagegen werden.
Bei soner Doku auf Arte hatten sie einen der bei Tschernobyl arbeitete während des  Gaus.  Sein Vater arbeitete schon mit Radiaktiven Elementen und war bei der russischen Atombombenwaffenentwicklung dabei.  Fazit  ist   der Typ hat Tschernobyl ohne nennenswerte anzeichen von Strahlenkrankheit überstanden und lebt heute noch ohne Krebs.


btw:  ich hab der Ideologie schon lange meinen Stempel aufgedrückt
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 27. Juni 2007, 12:28:05 Uhr
Wenn da keiner drauf darf  um Beweise zu holen - wie kannst du dir dann sicher sein?  :s000:
Darum geht es ja, man kann eben nicht ausschliessen das die Strahlung dort nicht noch höher ist. Das ein Korallenriff ein Ökosystem aus einigen hundert Millionen Organismen ist weisst du sicher und es wäre schon Interessant zu sehen was davon nach 200 A-Bombentests noch übrig ist. Der ökologische Schaden ist sicherlich größer als in der russischen Endlossteppe, denn von radioaktiven Substanzen in den Weltmeeren geht eine immense Gefährdung des Lebens in den Ozeanen aus. 

Zitat
Sie es positiv   die langsame Verstrahlung der Welt sorgt dafür das wir alle mit der Zeit resistenter dagegen werden.
Bei soner Doku auf Arte hatten sie einen der bei Tschernobyl arbeitete während des  Gaus.  Sein Vater arbeitete schon mit Radiaktiven Elementen und war bei der russischen Atombombenwaffenentwicklung dabei.  Fazit  ist   der Typ hat Tschernobyl ohne nennenswerte anzeichen von Strahlenkrankheit überstanden und lebt heute noch ohne Krebs.
Das ist zynischer Bullshit, jeder kennt die Geschichte des hundertjährigen Rauchers der vom Laster überfahren wurde. Die tausenden Mißbildungen an Kasachen, Polynesiern, Auborigines, Mikronesiern, Sahara-Nomaden und Shoshonen und den bestrahlten US,- UK,- oder Rote Armee-Soldaten lassen mich eher an das Gegenteil glauben, als an eine schleichende Immunisierung. An deren Nachkommen sieht man eben gerade das die Erbgutschädigungen durch Strahlung kein Märchen sind und ich erspare es uns einfach mal hier Bilder von sogenannten "Quallenkindern" zu posten, die ohne Knochen zur Welt kommen und nach wenigen Stunden elendig verenden. Da du ja eh kein Mitleid kennst und wieder nur ein dummer spruch wie "owned" kommen würde, geb ich dir hier mal ein Zitat zum Nachdenken.

"Wir dachten, wir seien ein Land des Friedens, aber in Wirklichkeit hat unsere Regierung vierig Jahre lang einen Atomkrieg gegen das eigene Volk geführt."

O. Sulejmenov, kasachischer Dichter und Politiker, im Jahre 1989 zu den Atomwaffentests der UdSSR in Kasachstan.




Zitat
btw:  ich hab der Ideologie schon lange meinen Stempel aufgedrückt
Die Äusserung versteh ich nicht musst du hier aber auch nicht weiter ausführen.


Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Zitrusfrucht am 27. Juni 2007, 13:42:57 Uhr
Eher werden wir gegen chemische Abfälle und Schwefelsäure resistent, als gegen Strahlung. Strahlung ist nur eine nicht ganz voraussagbare Angelegenehit, man kann durch radioaktiv verstrahltes Gebiet wandern ohne Schäden abzubekommen und dann beim Röntgen einen Tumor im Hirn kriegen. Nur je höher die Strahlenbelastung um einen rum, desto höher die Wahrscheinlichkeit, ebenfalls Schäden von dieser Strahlung abzubekommen.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hellspawn am 27. Juni 2007, 14:39:22 Uhr
Jepp die Nummer mit der Immunisierung ist tatsächlich Bullshit.

Es ist so wi es der ZF gesagt ... Strahlungsintesität und Aufenthaltsdauer bestimmen die Dosis.
Und gegen Strahlung wird der Mensch nicht immun weil es nichts ist was sich mit der körpereigenen Abwehr des Imunsystems bekämpfen lässt.
Gammastrahlung nimmst Du nicht auf, wie Bakterien, oder Viren ... sie geht durch einen hindurch und verändert (und das steht fest) auf Ihrem Weg durch die Zellen deren Erbgut.
Also wirst Du da gar nicht immun gegen werden.

Was jetzt die Atomleichen der Kernwaffenforschung und -entwicklung angeht, ist es wohl wirklich schwer zu sagen wer die größeren Gebiete auf diesem Erdball verseucht hat.
Aber der von Dir FEV zitierte Dichter/Politiker (krasse Kombi) formuliert es schon gut ... das ist Atomkrieg gegen die eigene Bevölkerung.

Inwiefern sich die flüssigen radioaktiven Abfälle "reinigen wen sie durch Erdreich Richtung Grundwasser entschwinden weiß ich nicht.
Auf alle Fälle wirkt das Erdreich in diesem Fall als Filter und wird zumindest die festen Bestandteile des Atommüllsiffs zurückhalten.
Ob dadaurch auch verflüsigte Radioisotope herausgefiltert werden weiß ich nicht.

Da Verdampfen in die Athmosphäre denke ich hast Du auch richtig geschildert ... es wierden wohl ein Großteil der Radioisotope durch die verdunstung wieder in Ihren festen Ursprungszustand zurückkehren. Zumindest funktioniert die Abwasserreinigung in einem Kernkraftwerk nach diesem "Verdampferprinzip".

Die Kontamination der Weltmeere ist das Schreckgespenst das hinter all den Dsikussionen über die Mülldeponien des Kernwaffenzeitalters steht.
Ich kann mir die Dimension nicht vorstellen ... es ist verdammt viel Wasser auf diesem Planeten.
Ich habe auch keine Ahnung ob eine Konzentration in der Menge des Karatschai-Sees wirklich ausreichen würde um einen Ozean wie das arktische Meer völlig zu verseuchen ?
Wie gesagt im Vergelich zu unseren Ozeanen ist dann der Karatschaisee doch nur ne Pfütze.
Ob die Verdünnung ausreichen würde um die Radioaktivität auf ein für Natur ertragbares Maß zu reduzieren ? Hat das Mal ein Wissenschaftler belegt oder auch wiederlegt ?
Ich rede jetzt von Wissenschaftlern ... nicht von Naturschutzorganisationen ...  ;)

Was die Dosiswerte für den Karatschaisee auf Wikipedia angeht ... stand da ne Quellenangabe dabei ... ich kann mich jetzt an keine erinnern.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 29. Juni 2007, 14:51:00 Uhr
Kann man das nicht hochrechnen? Menge an Wasser im Karatschaisee proportional zur Menge Wasser auf der Erde, dann den grad der Verstrahlung proportional aufrechnen? Ich meine, ich bin kein Mathe Profi, aber eigentlich sollte das doch gehen, hm?
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: SteWoBo am 29. Juni 2007, 17:02:17 Uhr
Ich kann mir die Dimension nicht vorstellen ... es ist verdammt viel Wasser auf diesem Planeten.
Ich habe auch keine Ahnung ob eine Konzentration in der Menge des Karatschai-Sees wirklich ausreichen würde um einen Ozean wie das arktische Meer völlig zu verseuchen ?

Leider ja da das Arktische Meer zu den Artenreichsten und Empfindlichsten aller Ökosysteme gehört, selbst kleinste änderungen durch die heute "Normale" verschmutzung reichen aus ganze arten auszurotten oder wenigstens stark zu schädigen.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 29. Juni 2007, 23:50:37 Uhr
Kann man das nicht hochrechnen? Menge an Wasser im Karatschaisee proportional zur Menge Wasser auf der Erde, dann den grad der Verstrahlung proportional aufrechnen? Ich meine, ich bin kein Mathe Profi, aber eigentlich sollte das doch gehen, hm?

Da sind viel zu viele Variablen dabei um eine präzise Aussage zu treffen, die Auswirkungen auf dem Festland werden schon verheerend sein aber kein Mensch kann sagen wie sich Dinge wie Staustufen, Stömungsgeschwindigkeiten, Sickerungen, Überschwemmungen oder Jahreszeiten darauf auswirken. Fakt ist das im arktischen Gewässern schon einiges radioaktiven Stoffen herumliegt und das dadurch schon jetzt Schäden auftreten. Karatschai wird wohl weniger den Fluss auslaufen, sondern er versickert in das Grundwasser, das sind auch die Auswirkungen die heute am besten nachgewiesen werden können. Das sind auf jahrhunderte Irreperable Schäden, da das Grundwasser eine sehr geringe Umwälzrate hat und es nicht weiter versickern kann da unter dem Wasser der feste Erdmantel beginnt.

Eine Verstrahlung der Weltmeere würde sicherlich fatale Folgen für alles Leben auf der Erde. Das Eismeer ist die Brutstelle der meisten nichttropischen submarinen Arten, deswegen ist es am anfälligsten für Störungen weil sich von dort aus ein Dominoeffekt auf nahezu alle Weltmeere ausbreiten würde, der dann auch die Symbiosesysteme und die Nahrungskette der tropischen Arten unmittelbar betreffen würde. Eine Freisetzung der im pazifischen Atollen eingelagerten Atomabfälle hätte ähnlich Katastrophalen da der Humboldtstrom die Radinukleidebis an die indische Küste transportieren würde bevor das Zeug in den Subduktionsströmungen in  tieferen Gewässer um die Antarktis herum verteilt wird. Unterwegs kommt die Strahlung an vielen gewachsenen marinen Ökosystemen wie Riffen, Mangrovenwäldern, Laichplätzen vorbei und kontaminiert über die Nahrungskette zusätzlich weitere Teile des Ökosystem Meer..
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 01. Juli 2007, 01:59:04 Uhr
Zitat
Eine technische Lösung zur Entsorgung oder auch nur Leerung der Tanks gibt es bis heute nicht.
Den ganzen Müll einfach ins All schießen...
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hellspawn am 01. Juli 2007, 02:02:24 Uhr
Zu schwer (rein vom Gewicht)
Zu gefährlich (ein Fehlstart ... fatal)
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 01. Juli 2007, 02:13:42 Uhr
ach glaub mir
wenn die wollten könnten die
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 01. Juli 2007, 02:44:17 Uhr
Wenn man den ganzen Müll den man nicht mehr braucht einfach ins All schießen würde, würde die Erde soviel an Masser verlieren das wohl bald nicht mehr als Planet einstufbar ist  #lachen#
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 01. Juli 2007, 11:22:21 Uhr
Und dann kommt er in 1000 jahren zurück und bedroht unseren Planeten erneut  :s000:
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 01. Juli 2007, 14:09:53 Uhr
Zitat
Eine technische Lösung zur Entsorgung oder auch nur Leerung der Tanks gibt es bis heute nicht.
Den ganzen Müll einfach ins All schießen...
Da gäbe es eine Reihe von technischen und politischen Problemen.
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/5/50/Hanford_site_tank_interior.jpg/350px-Hanford_site_tank_interior.jpg)

Das grundlegendste ist das es sich um 241.000.000 Liter hochradiaktive Stoffe handelt, deren chemische Zusammensetzung weitgehend unklar ist. Jahrelang wurden da alle möglichen Aäbfelle bunt miteinander gemischt, die Tanks sind teilweise durch Rohrsystem verbunden. Es gibt keinerlei Erfahrung wie man solche Mischungen transportieren soll, da es sich nicht um "reine" Stoffe handelt sondern um Unmengen chemischer Verbindengen, Zerfallsprodukte usw. und diese Stoffe teilweise miteinander reagieren. Selbst jetzt wo das Zeug stillsteht und im Sand verbuddelt lagert sind wirklich umfangreiche Dinge zu beachten.

Die Tanks lassen sich in 4 Kategorien teilen

   1. Exotherme Tanks - sie müssen gekühlt oder Wasser hinzugefügt werden.
   2. Eisenzyanid-Tanks - der Inhalt wird explosiv ab einer kritischen Temperatur
   3. Organische-Chemikalien-Tanks - leicht entflammbar
   4. Wasserstoffproduzierende Tanks - Radioaktives Tritium wird ebenfalls explosiv ab einer bestimmten Temeperatur.

Momentan wird versucht den Inhalt der einwandigen Tanks in doppelwandige umzu füllen. Das geht nur in kleinen Portionen, für eine Million Liter werden an die 2 Jahre benötigt um. Man stelle sich vor das Zeug müsste in gekühlte Spezialbehälter umgefüllt und dann quer durch die USA bis Cape Canavaral kutschiert werden. Dann in eine speziell entwickelte Raumkapsel getankt und dann in den Weltraum geschossen werden. Der ganze Akt wäre unverantwortlich da so viele Variablen zu beachten sind und ein einziger Fehler eine Katastrophe mit globalen Auswirkungen bedeuten würde.

Die in der Wiederaufarbeitung gängige Praxis die anfallenden Reststoffe in Glaskokillen einzuschmelzen ist bei diesen Stoffen meist nicht möglich da die bei der Schmelztemperatur von Glas explosiv reagieren oder ihren Aggregatzustand in Gas wandeln würden. Wie gesagt eine wirklich praktikable Lösung dafür gibt es bis dato noch nicht.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Mafio am 01. Juli 2007, 15:12:22 Uhr
also   wäre  die einzige möglichkeit  das dorthin zu bringen   ein  Orbitaler Frachtaufzug    :s000:   
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 02. Juli 2007, 03:20:23 Uhr
sehr witzig -.-
teleportation wäre eine möglichkeit
jedoch verbieten die gesetze der quantenphysik die teleportation von größen objekten, bisher war es nur mit einzelnen photonen möglich
aber wer weiß, vor 600 jahren dachten wir immerhin noch die erde wäre eine scheibe
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Gauss am 02. Juli 2007, 04:24:47 Uhr
ja das wär ne idee,
ein schwarzes loch erzeugen und den ganzen mist verschwinden lassen -.-
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 02. Juli 2007, 13:15:42 Uhr
Das hab ich ernst gemeint Gauss.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 03. Juli 2007, 15:43:20 Uhr
Sehr unwahrscheinlich. So viel Energie für den Teleporter könnten wir - zumindest hier - unmöglich auftreiben.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Zitrusfrucht am 03. Juli 2007, 16:25:54 Uhr
Selbst wenn du die Erde verbrennen würdest könntest du kein Objekt teleportieren, und wenns ein Molekül wäre^^ Photonen konnte man bisher soweit ich weiß auch noch kein einziges Mal teleportieren.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 03. Juli 2007, 16:47:44 Uhr
Teleortation wurde schon durchgeführt, allerdings halt nur mit Photonen.

Ausserdem entspricht das auch mehr Kopieren als Teleportieren. Bei den Photonen nimmt auch nur eines den zustand eines anderen an und das letztere wird dabei gelöscht. Also hab ich am ende nur eine Kopie und nicht das Original.

Zum schönen A-Müll müsste man sagen das man den auf der Erde dadurch zwar nicht losgeworden ist, aber sich irgentwo im All jetzt nochmal genausoviel befindet!
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hellspawn am 03. Juli 2007, 22:18:02 Uhr
Also Atommüll ins All zu schießen ist indiskutabel ... alleine vom Risiko her.

Die Mengen im Karatschaisee sind nicht transportabel !
Und man müsste sie erst konzentrieren ... verdampfen oder sonst wie bearbeiten´.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 03. Juli 2007, 22:32:43 Uhr
Es wird sowieso alles so bleiben wie es ist! Selbst wenn man die Technologien und die Möglichkeiten hätte wäre es den Russen wohl einfach zu teuer. Ausserdem, so lange nichts passiert gibt es kein Interesse in den Medien/ der Welt.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 04. Juli 2007, 10:45:14 Uhr
Naja Russland ist kein armes Land mehr, seit die Preise für Bodenschätze am steigen sind. Aber stimmt schon die Opfer haben keine Lobby und das Ausland hät sich aus Russland Innenpolitik sehr zurück. Zu sehr kontrolliert Russland inzwischen den europäischen Energiesektor.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: DevilX am 04. Juli 2007, 13:37:53 Uhr
Naja Russland ist kein armes Land mehr, seit die Preise für Bodenschätze am steigen sind. Aber stimmt schon die Opfer haben keine Lobby und das Ausland hät sich aus Russland Innenpolitik sehr zurück. Zu sehr kontrolliert Russland inzwischen den europäischen Energiesektor.

Sozial gesehen ist Russland so arm wie eh und je. Da hat sich die letzten Jahre überhaupt nichts geändert. Und da solche angeleganheiten schon fast da mit rein gehören wird da auch nichts passieren.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 04. Juli 2007, 21:29:21 Uhr
Da hast du Recht, das Geld ist da aber die Verteilung davon übernehmen die oberen 20-30000, das heisst aber nicht das die Möglichkeiten nicht da wären, es juckt bloß keinen  :-\
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Shadow am 04. Juli 2007, 21:31:42 Uhr
Da hast du Recht, das Geld ist da aber die Verteilung davon übernehmen die oberen 20-30000, das heisst aber nicht das die Möglichkeiten nicht da wären, es juckt bloß keinen  :-\
Nicht solange die Kaviar-Preise stabil bleiben und die alten AKs noch gut weggehen...
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 16. August 2007, 21:07:21 Uhr
http://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe?page=1 (http://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe?page=1)

Recht interessant.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: General Bale am 30. August 2007, 16:55:02 Uhr
Thx für den Link. Wirklich erschreckend sowas. Aber leider nix neues.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Gauss am 30. August 2007, 19:05:56 Uhr
Unglaublich , das so etwas so lange geheim gehaltenw erden konnte. wer weiss welche dinge sonst noch unter uns schwelen ohne das wir davon wissen. aber der typ hatte auf jedenfall courage das zu veröffentlichen. wie schnell wird man da zur zielscheibe im doppelten sinne.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: FEV-Infizierter am 03. September 2007, 14:01:07 Uhr
Da war ja ein eiserner Vorhang dazwischen ;)

Aber da liegt sicherlich noch anderswo einiges im Argen, von den frz. Atomtestgebieten in Nordafrika gibts beispielsweise überhaupt gar keine verlässlichen Infos.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: snosky am 07. September 2007, 18:37:07 Uhr
Hi Leute! Bin durch Zufall über dieses Forum gestolpert. Ich schreibe nämlich eine grössere Arbeit über die letzten französischen Atomtests auf dem Mururoa Atoll. Leider habe ich bis jetzt nur wenige Bücher zum Thema gefunden....habt ihr da viellicht einige Buch-tipps für mich???
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 07. September 2007, 20:39:52 Uhr
Keine Ahnung, ob dir das weiter hilft, aber schau mal hier:

http://www.strahlentelex.de/Atomtests.htm

http://www.archiv3.org/suche_seitenr_3_%22Franz%F6sisch+Polynesien%22.htm

http://www.rogner-bernhard.de/autoren/dunsford/buecher.htm

http://www.pacific-news.de/pn08/btip08.html
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: snosky am 15. September 2007, 12:39:46 Uhr
danke danke!!
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hornet am 28. Februar 2008, 12:48:18 Uhr
Schon erschreckend das ganze. Mal sehen was da in Zukunft noch auf uns zu kommt.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Dr_Baltar am 03. September 2008, 19:50:30 Uhr
wie ist es überhaupt möglich den See zuzubetonieren wenn man nach ner Viertelstunde eine potentiell tödliche Strahlendosis abbekommt?

Die haben dem Baggerfahrer seinen Bagger von allen Seiten mit zentimeterdicken Bleiplatten plattiert, nur noch n schmales Guckfenster soll der gehabt haben. Wobei die Russen dabei auch schon wieder nicht so helle waren - wofür gibt´s denn Videokameras? Aber ich glaub die sind so´n bisschen wie die aus Gecko - ein bisschen Hintergrundstrahlung ist für die ein Gefühl wie eine Stunde Sonnenbank.  :s000:

Es gibt ein Forschungsprojekt von der Helmholtz-Gesellschaft, dass sich mit der Risikoabschätzung für das Gebiet rund um Mayak beschäftigt.
Die haben die informativste Seite des Tages: http://www.helmholtz-muenchen.de/soul/    #lachen#
Und behaupten, dass so´n bisschen Strahlung den Einwohnern dort nicht viel ausmacht. (Quelle:http://www.spiegel.de/international/world/0,1518,519043,00.html)

In einem Buch von Michael Salewski ("Das Zeitalter der Bombe") gibt es den Gegenbeweis: ein wirklich heftiges Bild von einem richtig schlimm entstellten menschlichen Fötus, der irgendwo in der Nähe von Mayak in einem Museum in Formaldehyd eingelagert wurde - wenn ihr das seht, habt ihr erstmal keinen Bock mehr aufs Kinderkriegen, das schwöre ich euch !
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 03. September 2008, 19:57:32 Uhr
In einem Buch von Michael Salewski ("Das Zeitalter der Bombe") gibt es den Gegenbeweis: ein wirklich heftiges Bild von einem richtig schlimm entstellten menschlichen Fötus, der irgendwo in der Nähe von Mayak in einem Museum in Formaldehyd eingelagert wurde - wenn ihr das seht, habt ihr erstmal keinen Bock mehr aufs Kinderkriegen, das schwöre ich euch !

Drei Bilder (http://archive.greenpeace.org/mayak/testimonies/image-gallery.html). Anklicken auf eigene Gefahr der Traumvernichtung.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Dr_Baltar am 03. September 2008, 20:11:10 Uhr
Die meinte ich - wobei das Bild in dem Buch ist noch heftiger, keine Ahnung, wie viele Föten die da eingelagert haben.

Hier (http://www.welt.de/wissenschaft/history/article1213772/Der_bestverschwiegene_GAU_der_Geschichte.html) ist noch ein etwas ausführlicherer Artikel über Mayak und die Geschichte der dortigen Zwischenfälle, sogar mit einem schönen russischen Utopie-Propaganda-Gemälde von der Gegend:                                       #radi2 #radi2 #radi2

(http://www.welt.de/multimedia/archive/00396/Tscheljabinsk11_DW__396208g.jpg)

#radi2 #radi2 #radi2
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hornet am 03. September 2008, 22:17:54 Uhr
Mhhh nicht sehr schön Lexx, aber da hab ich mir auf so mancher Landstrasse leider schon schlimmeres anschauen müssen.
Also Leute wenn ihr dem netten Herren der euch aus dem Auto rausschneiden muss, einen Gefallen tun möchtet, Anschnallen.
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Lexx am 03. September 2008, 22:26:54 Uhr
Nicht jeder sieht sowas am Straßenrand. ;) Wenn man nicht gerade beteiligt, bei der Feuerwehr oder ein Gaffer ist...
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: Hornet am 03. September 2008, 22:29:02 Uhr
Ich werd sowas hoffentlich auch nie wieder sehen. Es sei denn man hat die Arschkarte und ist ersthelfer.. :neien
Titel: Re: Karatschai-See
Beitrag von: sergantarkanus am 03. September 2008, 22:55:58 Uhr
@Dr Balter:
Eine Kamera um in verstrahltes Gebiet zu schauen ist ne dumme Idee. Besonders wenn es strahlungstechnisch etwas "heißer" wird.  Da ist das Guckglass deutlich sinnvoller.
Dnen: Gamma-Strahlung ist hochenergetische EM-Strahlung und Alpha- und Beta-Strahlung haben die Angewohnheit, als Sekundäreffete auch noch recht hochenergetische EM-Strahlung zu produzieren.
Fakt ist auch:  Jedes Photon lößt deine Kamera aus. Auch und besonders die Höherenergetischen.  Damit produzierst du hübsches weißes Rauschen auf deinem Bildschirm, wenn du auf Atommüll kuckst. Kannst dir ja mal die Kameraaufnahmen von Tschernobyl ansehen. Dort hat die Strahlung das FIlmmaterial belichtet. Dadurch sieht man unmengen kleiner Weißer Punkte in dem Video. Und das ist noch nichtmal direkt auf ne Strahlungsquelle gerichtet.