Autor Thema: Ersteindruecke  (Gelesen 14093 mal)

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Offline Tyler

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Re: Ersteindruecke
« Antwort #80 am: 03. Januar 2011, 15:14:00 Uhr »
Lass mich nachdenken......wer....weeer....weeheeeher...soll dir dabei schon helfen können?

Leg los. Es ist genial.
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- Artur Korneyev


Offline Zen Inc

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Re: Ersteindruecke
« Antwort #81 am: 25. Januar 2011, 07:57:39 Uhr »
Etwas "blast from the past", aber nachdem mich der Lexx auf die Vorzüge des Spiels aufmerksam gemacht hatte, hab ichs mir trotz Skepsis doch zugelegt. Und ich bin erschreckend positiv überrascht. Ich dachte schon, dass die inhaltlichen Qualitäten durch Obsidian merklich nach oben gehen würden im Vergleich zu Fallout 3, aber das sprengt den Rahmen. Inhaltlich steckt es sogar locker ein Fallout 2 in die Tasche. Man spürt einfach deutlich, wie viel damals bereits in Van Buren gesteckt wurde und das spielt Obsidian ganz einfach aus. Die Konsistenz einer Spielwelt wurde lange nicht mehr in einem CRPG so grandios konsequent umgesetzt, alles ist glaubwürdig miteinander verflochten. Dadurch gibt es auch C&C bis zum Abwinken und da krieg ich nunmal ein Rohr.

Die Atmosphäre ist endlich wieder düster und trostlos und bis auf wenige Ausnahmen ist der Humor auch nicht mehr so aufdringlich "in ya face!!" wie in Fallout 3, es gibt keine dämlichen Charaktere wie Moira oder Three Dawg und die BoS kämpft nicht "the good fight", sondern sind endlich wieder diese abgeschotteten Technokraten, denen es ziemlich egal ist, was da oben zwischen den einzelnen Fraktionen so abgeht (gut, mit ein paar Einräumungen).

Nur ist es trotz des merklichen Anstiegs im Schwierigkeitsgrad (FO3 war ja lächerlich einfach) immernoch zu leicht, selbst im Hardcore-Modus und auf Very Hard. Es sollte weitaus weniger XP für das Umnieten von Crittern geben um die Gewichtung noch klarer auf die Quests zu legen.

Und endlich fürchtet man mal wieder die Deathclaws.
Mass Effect 2 is an RPG. The blue lesbian species are pretty much elves, and biotics are magic. It probably has some lightsaber ripoff too.
Call of Duty, on the other hand, is not an RPG. While it has knives, which count as swords in a pinch, the closest it gets to Elves and magic are Russians.

I don't get the industry's obsession with people who don't like RPGs. Why make RPGs that play like action games? Why not make action games instead? - Vault Dweller

Offline Partybeule

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Re: Ersteindruecke
« Antwort #82 am: 11. Februar 2011, 10:59:07 Uhr »
leider sind irgendwie nur die DeathClaws hart, mir fehlen schon Critter-Rudel wie 'Alien'-Creaturen aus F2 oder richtige Mutantenhorden mit Rocket Launcher od. Mnigun wie im S.N.D

Ein Vorredner hat die Grafik bemängelt - ich find die deutlich aufgebohrt im Vgl. zum 'Vorgänger'. Spiel mal 2 min F3 und danach F:NV - bah, was man nicht alles mit Bloom schafft - zum Kotzen. Dazu kommen die NPC-Holzklötze, die mirr inhaltlich den Rest geben  >:(

Für mich ist F:NV seit langem wieder ein Spiel, auf das ich mich freue, wenn ich abends nach Hause komme. Wie damals F1 und F2 tauche ich ein in die Welt, lasse mich bereitwillig entführen und gehe als Char verdammt gut auf.
Wenn nur die Abstürze nicht so häufig wären, das stösst schon unerfreulich auf. Aber ich spiele auch auf nem Notebook - who knows

Hach, wenns nun noch Random Encounter hätte......


F:NV  :redfingr:

VG
''This little prick stonewallin' me!
Ok, time for plan b.

---

http://fallout.wikia.com/wiki/Fallout_Bible_0

Offline spés

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Re: Ersteindruecke
« Antwort #83 am: 28. April 2011, 21:09:41 Uhr »
Ich habe jetzt ca. 4 Stunden gespielt und bin jetzt mit Primm soweit fertig und mach nur Quests, ohne die Gegend zu erkunden.
Mein erster Eindruck : Es ist toll  :-*

EDIT :

Ich gehe mal ein bisschen mehr ins Detail.

Ich bin wirklich positiv überrascht von dem Spiel bisher, es fühlt sich schlicht und einfach gut an. Die ganze Gegend, die ich bisher gesehen habe, sieht nicht arrangiert aus, sondern so, wie sie sein sollte. Wüste, Sand, Kakteen, Felsen und sonst....Weite und Trostlosigkeit. Die Grafik ist mMn um Einiges besser ausgefallen als bei F3, ich weiss nur nicht so genau, woran das liegt. Es sind vllt. kleine Details, die das ganze optische Bild in sich schlüssiger und vollkommener machen. Es wehen die verdorrten Büsche durch die Gegend, es laufen abgemagerte Koyoten durch die Prärie, endlich gibt es wieder die gemeinen Geckos. Zu Fallout passen aber irgendwie die desert Farbtöne auch besser als
das graugrün von F3.
Es wurde Gott sei Dank stark darauf geachtet, bereits bekannte Elemente aus Fallout 1 und 2 zu implementieren. So habe ich doch sehr die bereits bekannte Hintregrundmusik gegrüßt, sie passt so sehr zu Spiel, das freut mich. Als ich das erste Mal zufällig vor einem Strauch stand und etwas davon "ernten" konnte, habe ich mich doch sofort heimisch gefühlt, als der Text über der Pflanze erschien, dass ich eine Broc Blume nehmen könnte. Juhuu, wo sind die Xander Wurzeln ?  :)
Ein Reisender spricht mich von hinten an und fragt nach meinen blauen Kronkorken, die angeblich ein mysteriöser Festus als Bezahlung für einen geheimen Schatz entgegen nimmt. Ich habe ein BB Gewehr in einem Haus gefunden und schon trat mir wieder Johnny vor mein geistiges Auge. Als ich dann  bei Umherstreifen den ersten Außenposten von der NCR entdeckte, musste ich unwillkürlich lächeln. Um das erste Grab auszuheben, was ich gefunden habe, brauchte ich eine Schaufel #thumbsup .  Diese ganzen Spielelemente wirken auf mich in keinster Weise erzwungen oder arrangiert, es...passt, mehr ist dazu nicht zu sagen.
Ich habe jetzt schon mehr Quests gesehen und angenommen, als es in der doppelten Spielzeit bei F3 möglich gewesen wäre, man wird quasi damit zugeschmissen, wenn man sich brav überall erkundigt und seine Dienste anbietet. Dabei ist aber wichtig zu sagen, dass die meisten Quests brav im Pip Boy hinterlegt werden, es aber andere Quests gibt, die nur durch Dialoge zustande kommen und nicht markiert werden. So sitzte ich mit einem Collegeblock und nem Kugelschreiber vor dem Rechner und schreibe auf, was ich noch tun kann/muss. Super ! Die Belohnungen dafür sind dann trotzdem im Rahmen gehalten, so dass ich bisher noch kein Ödlandterminator geworden bin, endlich. Man kriegt ein paar Korken als Bezahlung, ein wenig Munition und das wars.  #thumbup
Also suchen und Aufträge erfüllen, immer weiter, um stärker zu werden. Aber langsam : ich staunte nicht schlecht, als ich innerhalb der ersten drei Stunden einem Riesenradskorpion hoffnungslos unterlegen war, wo ich eingentlich dachte, ich könnte ihn mit der Machete auseinander schnipseln. Pustekuchen, der Schwierigkeitsgrad ist gestiegen.
Ich spiele die UK Version, daher glaube ich, dass ein sehr starker Faktor für die Atmo die tolle Sprachausgabe ist, ich kaufe dem Spiel die Charaktere ab, die vor mir stehen. Der Doc kommt alt und gebrechlich rüber, will nicht mehr kämpfen und schenkt mir zur Hilfe drei Stimpaks, Easy Pete ist der geborene Großvater, sitzt mit rauchiger alter whiskeyzerstörter Stimme vor dem Saloon und erzählt von den alten Tagen, die alleinstehende Jägerin Sunny ist kokett und schlagfertig, aber will möglichst schnell zurück in den Saloon, um kein gutes Lied der Jukebox zu verpassen, ihre Hündin Cheyenne würde ihr das nie verzeihen. :angel: Toll Leute, es kommt Atmosphäre auf, juhuu.

Die Balance im Spiel ist um kilometer besser als im Vorgänger, soviel ist jetzt schon klar. Für seine mühsam erarbeiteten Caps kriegt man nicht mehr viel, es sei denn, man hat den Barterskill gepusht, die gelooteten Gegenstände bringen nicht mehr so viel ein wie vorher. Die Preise bei den Händlern sind satt, ohne übertrieben zu wirken. Natürlich(!!) kostet das erste Scope, welches ich zum Kauf angeboten kriege, mehr als die Hälte meines jetzigen kompletten Vermögens, warum auch nicht, ich bin in der verdammten Wüste, als ob mir die Händler meine Upgrades hinter werfen !!
Das Rankingsystem ist endlich wieder da, ich kann also im Pip Boy sehen, welche Stadt/welche Bevölkerung, mich nett, neutral oder negativ sieht. Und je nachdem, was ich tue, ändern sich die Symphatien drastisch. Na klar, wenn ich ein halbes Dutzend von Gruppe XY niederschiesse, hassen mich die restlichen Mitglieder dieser Gruppe zu Recht. Gut so ! Wenn ich hingegen einem Ort helfe, sich gegen diese Gruppe XY zu schützen, bin ich beliebt bei ihnen und ein gern gesehener Reisender.
Die Skillbücher pushen dich nur noch temporär und nicht mehr dauerhaft, so dass es taktisch sinvoll ist, die Bücher zu lesen, wenn man eine vorhandene Aufgabe erfüllen will, aber nicht kann, weil ein Skill 7 Punkte zu schwach ist. Also das Buch lesen, die Stats gehen rauf, man macht die Aufgabe und die Skills fallen wieder auf den Ausgangszustand. Ist man viel zu schwach in dem Skill, kann man auch einmal Mentats nehmen, dann ein Buch lesen, um so den entsprechenden Skill noch höher zu pushen. Kurz : man muss wieder nachdenken. Das finde ich persönlich super, der Fokus liegt nicht mehr auf : Suchen und Zerstören, sondern auf erst Denken und dann Handeln.
Es gibt viiiiile Waffen, soviel ist sicher. Ich habe gerade einmal die ersten 6-7 Orte entdeckt und habe schon so viel Kram gefunden, der mir entweder noch nichts bringt oder mir zu schwer ist, sodass ich quasi alles erst einmal horte oder sofort gegen Brauchbares eintausche. So kam mir ein von früher wohl bekanntes Springmesser unter die Krallen, genau wie ein Schlagring, ein Cowboy Gewehr oder ein interessantes Servicegewehr, die ich noch nicht benutzen möchte, weil ich sie nicht mit baugleichen Waffen reparieren kann, weil...ich keine andere besitzte. :P
Die Balance ist an diversen Stellen spürbar. So haben Kopftreffer endlich wieder den Durchschlag, die sie haben sollten. Bei F3 konnte man den Raiders dreimal in den Kopf schiessen, ohne dass sich das nennenswert bemerkbar gemacht hätte. Als ich gestern jemanden von hinten auflauerte und ihn aus ca. 40 Yards mit der 9mm in den schutzlosen Kopf schoss, ging er sofort down - so muss das auch sein. Das Heranschleichen ist realistischer geworden, wenn ich in tiefer Hocke langsam schleiche, kann ich bis auf einen Meter an jemanden heran kommen, ohne entdeckt zu werden.
Zudem ist es möglich, an vielen Stellen Früchte, Beeren und Nüsse zu ernten, die man entweder verkaufen oder auch selber essen kann, um entweder ein wenig Kleingeld oder jeweils (nur) 1 HP zu generieren, was Stimpaks weitaus wertvoller macht. Die Farmer sehen es nicht gerne, wenn man ihre Beete plündert, also ist auch hier Vorsicht geboten.

Das alles basiert auf den ersten 3-4 Spielstunden, die ich gestern hatte, ich habe also so gut wie nichts vom Spiel gesehen.
An alle Skeptiker : kauft es euch, es ist fantastisch, ich bin echt begeistert. Es fühlt sich nicht so richtig an wie F1+2, wie auch, die Perspektive und Co. ist anders, aber es ist ein ganz tolles Spiel mit vielen Refferenzen an die Vorgänger. Für mich eins der besten Games, die ich in den letzten 2-3 in der Hand hatte.

« Letzte Änderung: 29. April 2011, 10:13:10 Uhr von spés »
Ich will es, sie will es , er will es, Bruce Willis

Offline mille79

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Re: Ersteindruecke
« Antwort #84 am: 29. April 2011, 12:33:54 Uhr »
hallo spés

ja ich stimme dir vollkommen zu.
allerdings hatte ich fallot nv erst nach ner stunde so richtig gut gefunden und zwar als ich ins ödland hinaus wollte und auf einmal fo2 musik ertöhnte da hat es mich gepackt.
als ich dann noch weit6er hinaus wollte und merkte das der rad scorpion mich innerhalb von 5 sekunden  erledigt hat und eine deathclaw einen kleinen char mit einer pranke in zwei teile haut fand ich es super.
da ich ein bissel wie ein hund auf belohnungen stehe XD und den hc gleich angemacht habe um das archivement zu bekommen, komme ich nur schleppend vorran da ich wirklich schaun muss mit den stimpacks haushalten wasser dabei haben essen usw.

es macht wirklich spaß.

also wenn die linie beibehalten bin dann freue ich mich darauf was noch aus dem FO universum auf uns zusteuert.

das gute alte werden wir nicht neu erleben doch die neuen teile sind nicht so schlecht , wenn es geschickt verpackt wird so wie es in fo nv getan wurde dann kann es nur besser werden :)