Autor Thema: Wann wird es so weit sein?  (Gelesen 19950 mal)

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #60 am: 02. März 2009, 14:06:51 Uhr »
Ich weiß gar nicht! Sind eigentlich die Quellen in den Bergen unabhängig mit dem Wasser des Meeres oder hängt das irgendwie alles mit dem Grundwasser zusammen? Aber wenn man mal bedengt, dass ein Tropfen Öl 600 Liter Wasser zerstört, dann...

Die Weltmeere haben mit dem Grundwasser, bzw. den glazial gebunden Wasser nichts zu tun, das radioaktiv verseuchte Weltmeere nicht unbedingt folgenlos für das restliche Leben auf der Erde hätten bleibt ausser Frage.

mich nimmt immer noch wunder warum die dinger ineinander gefahren sind...kann doch nicht sein das in beiden booten alle sonarleute schlafen.
Die Dinger werden immer leiser, das wundert mich ehrlich gesagt nicht, aber so ein Zusammenstoß ist auch relativ unwahrscheinlich.

Zitat
bei Nowaja Semlja hat russland 29 reaktoren, teils mit uran und jede menge atommül versenkt (mehr als 11.000 container!) und 132 kernwaffentests durchgeführt also vergiss deine ''vollständige atomaren verseuchung der Meere'' durch 2 u-boote.
und ein tropfen öl verseucht nie und nimmer 600l wasser da er sich nicht mit wasser vermischt sondern daruf schwimmt und man in somit einfach oben abschöpfen kann. in kläranlagen macht man das schon lange ohne probleme so.
Du vergisst das es Jahrzehnte dauern kann bis die Reaktoren durchgerostet sind, Salzwasser ist da sehr hartnäckig.  Wenn Reaktoren mit Plutonium in tiefen Wasser (<2000m) sinken ist das relativ harmlos, da Plutonium ein Schwermetall ist, Uranoxyd oder Uranhexaflorid was in vielen Reaktoren und Sprengköpfen eingesetzt wird ist dagegen kreuzgefährlich, die strahlenden Partikel werden von der Strömung mitgerissen und verseuchen auf diese Weise jahrhundertlang die marine Flora und Fauna.

und was willst du damit sagen??
es ist quasi unmöglich das eine rakete durch einen unfall explodiert, auch nicht durch eine explosion, die leute die atomraketen bauen, wollen das die dinger auch da explodieren wo sie es gerne hätten und nicht ihre eigenen leute erledigen...
Dennoch ist es bei einigen Unfällen reines Glück gewesen das nichts passiert ist, so bei den Zwischenfällen von Palomares oder in Spanien wo mehrere der Sicherungsvorrichtungen versagt sind.

Zitat
glaubt mir endlich, es geht nicht!
Süß, Titanic?

Würde auch nach wie vor behaupten das des net so geht wie ihr euch das ausmalt. Und nicht jeder Unfall wird gleich Vertuscht.
Einige haben hier echt zuviel Akte X gesehen.
Der letzte Bericht des Penagons zu "Broken-Arrow"-Zwischenfällen datiert zwischen  zwischen 1950 und 1980 und führt 32 Unfälle auf. Das sind mehr als 1 Unfall im Jahr. Die US-Navy hat in einen öffentlich gewordenen internen Bericht  in den Jahren von 1965 bis 1983 bei 563 Unfälle eingeräumt, wobei 330 Vorfälle möglicherweise nur Sicherheits-verletzungen waren. Somit liegt nach diesen Angaben die Zahl allein für die US-Marine bei mindestens 233 Unfällen. Ein Bericht des Sandia-Atomlabors von 1973 fußte auf einem Geheimdokument des Militärs mit der Aussage, dass es zwischen 1959 und 1973 insgesamt 1.250 Vorfälle mit US-Atomwaffen gegeben hätte, einschließlich 272 Unfällen, bei denen es zu einem Aufprall kam und manchmal sogar eine Explosion des konventionellen Sprengstoffes erfolgte.Seit dem gibt es kein offiziellen Vorfall mehr der über Unfälle mit US-Kernwaffen berichtet. Soll man annehmen das sich die Sicherheit seit 1980 so stark verbessert hat? Die USA haben auch 15 Jahre lang geleugnet in Vietnam gelagert zu haben, so weit zur Glaubwürdigkeit.

Ich denke der größte Gefahrenherd ist der Mensch selber, insbesondere die Sicherungsmaßnahmen in Pakistan und Indien können sich weder mit denen der USA noch denen der Russen messen, ein Nuklerawaffeneinsatz aufgrund von Fehlinterpretationen von Radarbildern oder Fehlbedienung halte ich da nicht für ausgeschlossen.
„Ich persönlich weiß es nicht, ob es noch besser geht, das System zu verstehn, als mit ner Fresse voller Pfefferspray.“
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Lilya Palijova

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #61 am: 02. März 2009, 15:27:55 Uhr »
Der letzte Bericht des Penagons zu "Broken-Arrow"-Zwischenfällen datiert zwischen  zwischen 1950 und 1980 und führt 32 Unfälle auf. Das sind mehr als 1 Unfall im Jahr. Die US-Navy hat in einen öffentlich gewordenen internen Bericht  in den Jahren von 1965 bis 1983 bei 563 Unfälle eingeräumt, wobei 330 Vorfälle möglicherweise nur Sicherheits-verletzungen waren. Somit liegt nach diesen Angaben die Zahl allein für die US-Marine bei mindestens 233 Unfällen. Ein Bericht des Sandia-Atomlabors von 1973 fußte auf einem Geheimdokument des Militärs mit der Aussage, dass es zwischen 1959 und 1973 insgesamt 1.250 Vorfälle mit US-Atomwaffen gegeben hätte, einschließlich 272 Unfällen, bei denen es zu einem Aufprall kam und manchmal sogar eine Explosion des konventionellen Sprengstoffes erfolgte.Seit dem gibt es kein offiziellen Vorfall mehr der über Unfälle mit US-Kernwaffen berichtet. Soll man annehmen das sich die Sicherheit seit 1980 so stark verbessert hat? Die USA haben auch 15 Jahre lang geleugnet in Vietnam gelagert zu haben, so weit zur Glaubwürdigkeit.

Ich denke der größte Gefahrenherd ist der Mensch selber, insbesondere die Sicherungsmaßnahmen in Pakistan und Indien können sich weder mit denen der USA noch denen der Russen messen, ein Nuklerawaffeneinsatz aufgrund von Fehlinterpretationen von Radarbildern oder Fehlbedienung halte ich da nicht für ausgeschlossen.

HA^^ das beweist doch nur das wir recht hatten und bei einem Unfall folglich nicht gleich die ganze Bombe/Rakete in die Luft gesprengt wird.

zu Pakistan/Indien: So schnell werden die auch nicht rumballern... verseuchtes Land bringt niemanden was.

Kleiner Fakt nebenbei: Wusstet ihr dass das Bikiniatoll die mit am besten erhaltenen Riffe unserer Zeit hat?^^ Durch die Strahlung ist ja da kein Schiffsverkehr/Tourismus gewesen und das hat die Riffe vor Raubbau etc. bewahrt..
voll Zynisch eigentlich (Hab keine Quelle..habs aber mal so gehört und kanns mir auch recht gut vorstellen)
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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #62 am: 03. März 2009, 15:02:00 Uhr »
Zitat von: Wikipedia
Die weitere Geschichte [Bearbeiten]


Da nach dem Ende der 1960er Jahre das Bikini-Atoll wieder für die Bikinianer freigegeben wurde, sollte mit einem 8-Jahres-Plan die Besiedlungsmöglichkeit sichergestellt werden. So musste der radioaktive Müll beseitigt und die komplette Vegetation neu angepflanzt und aufgezogen werden. Später wurden Hütten und Häuser gebaut, damit die Rückkehrer sofort ein Dach über dem Kopf hatten.

Der Umzug vollzog sich aber nur schleppend, da die Amerikaner immer mehr Menschen und Material von den Marshallinseln abzogen. 1972 stellte ein Überwachungsteam eine erhöhte Radioaktivität bei den in der Lagune lebenden Krabben fest. Drei Jahre später wurden noch einmal genauere Messungen durchgeführt. Deren Ergebnis war, dass das Trinkwasser und die Früchte der Insel für den menschlichen Gebrauch nicht geeignet waren. Daraufhin begannen die Amerikaner mit Wasser- und Nahrungsmittellieferungen. Trotz allem mussten die Bikinianer aber Ende 1978 das Atoll wegen der hohen Strahlenbelastung wieder verlassen. Vermutlich wird es frühestens 2010 wieder bewohnbar sein, nach anderen Angaben nicht vor 2040.

Bikini heute

Am 5. März 2001 wurde vom Nuclear Claims Tribunal beschlossen, dass die USA an die Bikinianer eine Gesamtzahlung von rund 1,1 Mrd. $ vorzunehmen haben. Dies beinhaltet den Wertverlust des Atolls, Schmerzensgeld und Wiederaufbauhilfe. Ob das Geld aber je bezahlt wird, ist fraglich, da der Beschluss nicht einem Gerichtsurteil entspricht. Derzeit rufen die Bikinianer immer wieder den Petitionsausschuss des US-Kongresses an.

Wann das Bikini-Atoll aber wieder besiedelt werden kann, ist noch unklar. Allerdings sind die Inseln nicht mehr Sperrgebiet. In der Lagune liegen die bei den Atomtests gesunkenen Schiffe, sie sind als Ziele für Wracktaucher sehr beliebt.

HA^^ das beweist doch nur das wir recht hatten und bei einem Unfall folglich nicht gleich die ganze Bombe/Rakete in die Luft gesprengt wird.
Das habe ich auch nicht behauptet sondern nur gesagt das mehrfach, mehrere Sicherungen versagt haben die eine vorzeitige/unbeabsichtigte Sprengung des Sprengkopfes verhindern sollen.

Zitat
zu Pakistan/Indien: So schnell werden die auch nicht rumballern... verseuchtes Land bringt niemanden was.
Ich habe von Fehlern gesprochen, nicht vom bewusten Einsatz der Kernwaffen. Ausserdem bin ich mir da bei den Pakistanern nicht so sicher, denen geht es nicht um Land sondern um die Vernichtung der indischen Nicht-Islamischen Kultur.
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Lilya Palijova

Offline Hornet

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #63 am: 03. März 2009, 16:06:58 Uhr »
Ich halte es nicht für unmöglich das eine Atomwaffe bei einem Unfall vielleicht trotzdem mal hoch geht. Die Chance dafür ist aber schwindend gering.
Denn wenn sie es nicht wäre, wäre es schon so weit gewesen.

Das Sicherheitseinrichtungen versagen ist nichts neues. Deswegen gibt es ja auch mehr als eine.

@Mafio, Informier dich doch mal bevor du hier nicht haltbare vermutungen aufstellst.

Columbia: Die Columbia befand sich auf der Rückkehr von ihrer 28. Mission (STS-107) zum Kennedy Space Center, dem US-Weltraumbahnhof, als sie am 1. Februar 2003 gegen 9 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) in ca. 60 km (ca. 203.000 Fuß) Höhe über Texas bei einer Geschwindigkeit von ungefähr Mach 18 (ca. 20.100 km/h) auseinanderbrach. Ursache war eine Überhitzung des Tragflächeninneren bis zum Erweichen des Materials, hervorgerufen durch ein Loch in dem Hitzeschild, welches durch ein beim Start abgerissenes Schaumstoffteil verursacht wurde. Dabei verloren alle sieben Besatzungsmitglieder ihr Leben, unter anderem Kommandant Rick Husband. Quelle Wiki

Challanger: Am 28. Januar 1986, 73 Sekunden nach dem Start der Mission STS-51-L, zerbrach die Raumfähre in rund 15 Kilometern Höhe. Es war der bis dahin schwerste Unfall in der Raumfahrtgeschichte der USA. Dabei starben alle sieben Astronauten. Die Challenger-Katastrophe führte zur vorübergehenden Einstellung des Shuttle-Programms der NASA. Der Ausfall eines oder mehrerer Dichtungsringe in den Feststoffraketen (Booster) wurde als Grund ermittelt. Wiki

@Baltar: aus Wiki:

Fachleute gehen davon aus, dass ein bis zwei atomare Sprengköpfe mit einer Sprengkraft von mindestens 50 Kilotonnen ausreichen, um eine Abschussvorrichtung in einem Raketensilo auszuschalten.

Die unterirdische Bauweise diente vorrangig dem passiven Selbstschutz vor Bombardements und Sabotage sowie der sicheren Lagerung des sehr empfindlichen Flugkörpers, weniger dagegen der Tarnung vor gegnerischen Aufklärungsmaßnahmen. Seit den Zeiten des Kalten Krieges waren beinahe alle unterirdischen Abschussvorrichtungen der jeweils anderen Seite bekannt und galten im Falle eines atomaren Schlagabtauschs neben den Industriezentren und Gebieten mit großer Bevölkerungsdichte als vorrangiges Angriffsziel.

Ausserdem waren die Deckel nicht rein aus Metall. Denn das hätte seine ernsten Probleme in der Hitze einer Kernwaffenexplosion. Es wurde deswegen Stahlbeton verbaut.
Bei der Explosion kamen doch ganz andere Kräfte zur Wirkung wie du sie da erläuterst. Zum einen wirkte die Kraft der Explosion nur in eine Richtung. Nach oben. Ist das gleich Prinzip wie mit einer Pistolenkugel. Wollen wir mal schauen wer ein 95 grains Bleigeschoss weiter werfen kann? Eine explosion mit der gleichen Menge Treibmittel (also Pulver offen gelegen und Geschoss daneben) oder der Schuss aus einer Pistole?
Khilrati schrieb:
Zitat
Wir stellen Fhyngs Mutter als Sling Bubble vor die Tür und jumpen durch das Fenster rein um den Kühlschrank zu hotdroppen und in in den Reinforce zu saufen. Wir sind halt Trux. Die machen sowas.^^

Offline Dr_Baltar

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #64 am: 03. März 2009, 21:21:42 Uhr »
Ausserdem waren die Deckel nicht rein aus Metall. Denn das hätte seine ernsten Probleme in der Hitze einer Kernwaffenexplosion. Es wurde deswegen Stahlbeton verbaut.
Also dass Stahlbeton härter ist als Stahl, höre ich hier zum ersten Mal. Die Zersetzungstemperatur von Zement liegt irgendwo um die 1200 °C, spezieller Feuerfest-Zement hält grad noch bei 1600°C zusammen. D.h. bröselt grad noch nicht auseinander. Stahl hat dagegen die positive Eigenschaft, ein guter Wärmeleiter zu sein. Wie man mit Stahlbeton, der nur ca. 1/3 der Dichte von Stahl hat, einen 1480 t schweren Deckel bauen will, muss mir erstmal einer vorrechnen. Wie dick soll das Ding denn noch werden? (Schau Dir mal die Vaultdoor in FO an, ich denke mal das erklärt schon einiges). Wahrscheinlich gehärtete CrMoV-Stähle oder spezielle hitzebeständige nickelhaltige Legierungen. SInd zwar extrem teuer, aber dem US-Militär wär´s prinzipiell zuzutrauen...


Bei der Explosion kamen doch ganz andere Kräfte zur Wirkung wie du sie da erläuterst. Zum einen wirkte die Kraft der Explosion nur in eine Richtung. Nach oben. Ist das gleich Prinzip wie mit einer Pistolenkugel. Wollen wir mal schauen wer ein 95 grains Bleigeschoss weiter werfen kann? Eine explosion mit der gleichen Menge Treibmittel (also Pulver offen gelegen und Geschoss daneben) oder der Schuss aus einer Pistole?

Nix da. Der Druck breitet sich bei einer Explosion grundsätzlich erst einmal gleichmäßig in alle Richtungen aus, solange die Stoßwelle auf kein Hindernis trifft. Ist ein Hindernis vorhanden, führt dies zu einer lokalen Druckerhöhung im Bereich der Detonationszone, der (überhöhte) Druck breitet sich anschließend in die Richtung aus, in der der geringste Widerstand vorliegt (kinetische Gastheorie/Impulserhaltung für ideale Gase).
Die Analogie mit der Pistolenkugel ist nicht schlecht, nur bei einem direkten Silotreffer würde der Druck im Silo sicherlich extrem ansteigen (das würde der Pistolenkugel in der Revolverkammer entsprechen), während der Fehltreffer 100 m neben dem Raketensilo wohl eher den zweiten von Dir beschriebenen Effekt hätte.

Dass die Energiemengen und daraus resultierenden Kräfte bei einer Kernwaffenexplosion nicht zu vergleichen sind mit denen, die bei dem von Adiatior zitierten Unfall freigesetzt wurden, habe ich doch selbst gesagt?!?

Dass bei Kernwaffenexplosionen weitaus größere Energiemengen freigesetzt werden, sprich das Millionen- bis Milliardenfache, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
« Letzte Änderung: 03. März 2009, 21:23:31 Uhr von Dr_Baltar »
"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" -Bertold Brecht

Offline Hornet

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #65 am: 03. März 2009, 23:28:33 Uhr »
Also dass Stahlbeton härter ist als Stahl, höre ich hier zum ersten Mal. Die Zersetzungstemperatur von Zement liegt irgendwo um die 1200 °C, spezieller Feuerfest-Zement hält grad noch bei 1600°C zusammen. D.h. bröselt grad noch nicht auseinander. Stahl hat dagegen die positive Eigenschaft, ein guter Wärmeleiter zu sein. Wie man mit Stahlbeton, der nur ca. 1/3 der Dichte von Stahl hat, einen 1480 t schweren Deckel bauen will, muss mir erstmal einer vorrechnen. Wie dick soll das Ding denn noch werden? (Schau Dir mal die Vaultdoor in FO an, ich denke mal das erklärt schon einiges). Wahrscheinlich gehärtete CrMoV-Stähle oder spezielle hitzebeständige nickelhaltige Legierungen. SInd zwar extrem teuer, aber dem US-Militär wär´s prinzipiell zuzutrauen...

Das Beispiel bezog sich auf dein Vorrechnen mit dem Gewicht des Silodeckels, bzw der nötigen Energie um ihn zu bewegen. Hätte ich dazu schreiben sollen, war mir nicht klar das du es evtl. anders verstehen könntest. Den Fehler mache ich nie wieder.

Warum Stahlbeton... Hmmm frag mal die Jungs die die UBootbunker gebaut haben. Hast du auch nur ein wenig Ahnung sowas?
Und wieder Wiki:

Stahlbeton, ein künstlicher Baustoff im Stahlbetonbau, ist ein Verbundwerkstoff aus den beiden Komponenten Beton und Bewehrungsstahl. Ein Verbund beider Komponenten entsteht durch die Verklebung mit dem Bindemittel Zement und die Rippung des Bewehrungsstahls. Beton hat im Vergleich zur Druckfestigkeit nur eine Zugfestigkeit von etwa 10 %. Stahl besitzt dagegen eine hohe Zugfestigkeit. Das Tragprinzip beim Baustoff Stahlbeton ist es daher, auf Zug beanspruchte Stellen eines Bauteils mit Stahl zu verstärken, also zu bewehren, und in den übrigen Bereichen die Druckfestigkeit des Betons auszunutzen.

YAY! Desweiteren würde der Stahl heiss werden. Und dann hat er leider die Fähigkeit viel von seiner Zugfestigkeit einzubüssen. Beispiel? Am 9 September sind mal zwei große Gebäude eingestürzt.


Zitat
Nix da. Der Druck breitet sich bei einer Explosion grundsätzlich erst einmal gleichmäßig in alle Richtungen aus, solange die Stoßwelle auf kein Hindernis trifft. Ist ein Hindernis vorhanden, führt dies zu einer lokalen Druckerhöhung im Bereich der Detonationszone, der (überhöhte) Druck breitet sich anschließend in die Richtung aus, in der der geringste Widerstand vorliegt (kinetische Gastheorie/Impulserhaltung für ideale Gase).
Die Analogie mit der Pistolenkugel ist nicht schlecht, nur bei einem direkten Silotreffer würde der Druck im Silo sicherlich extrem ansteigen (das würde der Pistolenkugel in der Revolverkammer entsprechen), während der Fehltreffer 100 m neben dem Raketensilo wohl eher den zweiten von Dir beschriebenen Effekt hätte.

Dass die Energiemengen und daraus resultierenden Kräfte bei einer Kernwaffenexplosion nicht zu vergleichen sind mit denen, die bei dem von Adiatior zitierten Unfall freigesetzt wurden, habe ich doch selbst gesagt?!?

Richtig. Allerdings bezog sich das wieder auf das geschlossene Silo in dem Gas zur Explosion kam. Und wenn das nicht verdammt noch mal wie ein Pistolenlauf ist dann habe ich irgendwo irgendwas falsch verstanden. Ich werde das beim nächsten mal auch mehr präzisieren. Mein Fehler.. Schon wieder :/
Khilrati schrieb:
Zitat
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Offline Dr_Baltar

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #66 am: 04. März 2009, 18:33:09 Uhr »
Warum Stahlbeton... Hmmm frag mal die Jungs die die UBootbunker gebaut haben. Hast du auch nur ein wenig Ahnung sowas?
Kenne keine U-Boot-Bunker-Bauer. Wenn Du die Bunker aus dem 2. Weltkrieg meinst, gebe ich zu bedenken dass Stahl damals ziemlich rar war im Reich und man daher vielfach auf Ersatzkonstruktionen mit den zur Verfügung stehenden Materialien zurückgreifen musste. Muss daher nicht unbedingt State-of-the Art sein. Und im Übrigen, Du wirst doch nicht an der Sachkompetenz des großen Doktors der Zylonologie zweifeln !  #sonicht

YAY! Desweiteren würde der Stahl heiss werden. Und dann hat er leider die Fähigkeit viel von seiner Zugfestigkeit einzubüssen.
Und der Beton wird nicht heiß? Im Gegensatz zum Stahl kann er die Wärme nicht nur schlechter ableiten, wodurch eine stärke lokale Erwärmung erfolgt, die zu einer schnelleren thermischen Zersetzung führt, sondern Beton ist auch wesentlich spröder und reagiert somit empfindlicher auf Stoß- oder Schlagbeanspruchung. Eine Stahlarmierung bietet da zwar eine gewisse Unterstützung, der dazwischenliegende Beton würde jedoch trotzdem zerbröckeln. Ich bezweifle stark, dass eine Stahlbetonkonstruktion einem direkten Atombombentreffer widersteht. Lasse mich aber gerne belehren, wenn Du harte Fakten auf den Tisch legen kannst.

Richtig. Allerdings bezog sich das wieder auf das geschlossene Silo in dem Gas zur Explosion kam. Und wenn das nicht verdammt noch mal wie ein Pistolenlauf ist dann habe ich irgendwo irgendwas falsch verstanden.
Doch, habe ich auch so gemeint. Trotzdem ändert das nichts an meiner Sprengkraftberechnung. Und wenn die WIkipedia behauptet, dass die beiden Deckel zusammen 1480 t wiegen, dann rechne mir doch mal vor, welche Maße eine Deckelkostruktion aus Stahlbeton haben müsste, um dieses Gewicht zu erreichen. 
"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" -Bertold Brecht

Offline Hornet

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #67 am: 05. März 2009, 13:59:17 Uhr »
Kenne keine U-Boot-Bunker-Bauer. Wenn Du die Bunker aus dem 2. Weltkrieg meinst, gebe ich zu bedenken dass Stahl damals ziemlich rar war im Reich und man daher vielfach auf Ersatzkonstruktionen mit den zur Verfügung stehenden Materialien zurückgreifen musste. Muss daher nicht unbedingt State-of-the Art sein. Und im Übrigen, Du wirst doch nicht an der Sachkompetenz des großen Doktors der Zylonologie zweifeln !  #sonicht

Okay, ein letzter Versuch. Beton hält mehr (MEHR!!) Druck aus im Verhältnis Gewicht zu Dicke. Das heisst wenn du die ein Stück Stahl nimmst, hat das ein Gewicht x und eine dicke y. Wenn du jetzt das gleich Gewicht an Beton nimmst und dabei die gleiche (GLEICHE!!!) Grundfläche benutzt, ist dein Block Beton viel (VIEEL!) dicker. Und aufgrund meiner überaus fundierten in Geschosseinwirkung und Zielballistik, sage ich dir das, ein Geschoss (oder auch eine Druckwelle) eher durch den Stahl brechen würde als durch den Beton.

Liest du auch das was ich poste? Es steht doch sogar im Text das Stahl Zugefest ist und Beton Druckfest. Und mit State of the Art komm ich dir weiter unten nochmal!

Wenn du hier den Kasper raushängen lassen möchtest, troll dich zurück ins Bunkergeflüster.


Zitat
Und der Beton wird nicht heiß? Im Gegensatz zum Stahl kann er die Wärme nicht nur schlechter ableiten, wodurch eine stärke lokale Erwärmung erfolgt, die zu einer schnelleren thermischen Zersetzung führt, sondern Beton ist auch wesentlich spröder und reagiert somit empfindlicher auf Stoß- oder Schlagbeanspruchung. Eine Stahlarmierung bietet da zwar eine gewisse Unterstützung, der dazwischenliegende Beton würde jedoch trotzdem zerbröckeln. Ich bezweifle stark, dass eine Stahlbetonkonstruktion einem direkten Atombombentreffer widersteht. Lasse mich aber gerne belehren, wenn Du harte Fakten auf den Tisch legen kannst.

Doch Beton wird heiss. Beton schmilzt sogar. Sogar bei Atomexplosionen. Woher weiss ich das? Es gab erst letztens eine Doku über die sowjetischen Atombombenversuchgelände. Dort ist Beton auf Messtürmen nur wenige 100 Meter von den Explosionszentren einfach so nach unten getropft. Das sah echt krass aus. Achja.. Das dabei freigelegte Metall ist verdampft oder wurde so flüssig das es während der Explosion einfach hinweggefegt wurde.

Hui.. lernst es nicht oder? Also ganz genau und noch mal von vorne. Du hast weiter oben bezweifelt das durch die Explosion von Gasen in einem Abschussrohr die Deckel abgesprengt werden könnten. Dies hast du mit einer komischen Rechnung untermauert für die es keine Quellen oder andere untermauernde Hilfmittel gibt. Das alleine halte ich schon mal für fraglich. Genau darum habe ich mich jetzt mit dir auseinander gesetzt. Ich sage es ist möglich wenn es innen eine Explosion gibt, das die Verschlüsse nach aussen weggeschleudert werden (Feuerwaffenprinzip; Heisse Gase, Körper der sich durch einen Lauf bewegt..).

Es ging bei mir (Ich weiss in deiner kleinen Ozonenwelt sieht das anders aus) nie darum ob ein Silo eine Atomexplosion aushält! Du hast angefangen an dem Bericht zu zweifeln und ich habe (netterweise) versucht deinen Zweifel aus dem Weg zu räumen. So weiter im Text. Ich bin sicher die Amis haben ihre Abschussbasen so gebaut das sie Druck von aussen standhalten sollen (sollte klar sein oder). Womit erreicht man eine große Druckfestigkeit? Na wer hat in Physik aufgepasst? Welcher Körper ist am Druckbeständigten? Richtig, eine Kugel. Wenn die Amis jetzt aber nur halb so schlau waren wie die Römer damals (Ich wundere mich das die das Prinzip erkannt haben ohne von gallischen Atomwaffen bedroht zu werden...) die vieles mit Kuppen gebaut haben, dann wird diese Abdeckung höchstwahrscheinlich durch den Stahl als Kuppe geformt sein und mit Beton (DRUCKFEST!!) vergossen. Das würde deine ganze Masseberechnung komplett wertlos machen. Von SOTA zu reden bei Bunkern die in den 60gern gebaut wurde ist ziemlich sinnlos ehh?

Harte Fakten sind bei mir irgendwie auch nicht viel vorhanden, mag wohl daran liegen das die Amis nicht gerne verraten wie ihre Vergeltungsschlagwaffen geschützt werden. Achja.. Was passiert wenn die Russen ihre Atomwaffen auf die USA abschießen? So nach 10 Minuten werden die Amis zurück schiessen. Mit den Waffen aus eben diesen Bunkern. Warum sollten die Russen leere Bunker sprengen wollen? Was ist ein Silo ohne Atomrakete wert? Damit du nicht anfängst dir selber etwas auszudenken, nichts (NICHTS!).

Zitat
Doch, habe ich auch so gemeint. Trotzdem ändert das nichts an meiner Sprengkraftberechnung. Und wenn die WIkipedia behauptet, dass die beiden Deckel zusammen 1480 t wiegen, dann rechne mir doch mal vor, welche Maße eine Deckelkostruktion aus Stahlbeton haben müsste, um dieses Gewicht zu erreichen. 

Okay, deine Berechnungen sind richtig. Für die Explosion einer Atomwaffe auf offenen Feld. Huch, darum ging es aber doch gar nicht. Ich werde dir hier gar nichts ausrechnen. Das ist mir die Mühe nicht wert. Begnüg dich hier mit.




#Edit:

Toll das Stern immer das richtige zur richtigen Zeit hat!

http://www.stern.de/reise/fernreisen/:Titan-Missile-Museum-Im-Mausoleum-Kalten-Krieges/656379.html?cp=5

Wenn ich mal drüben bin fahr ich auf jeden Fall da vorbei und messe mal nach.
« Letzte Änderung: 06. März 2009, 10:18:56 Uhr von Hornet »
Khilrati schrieb:
Zitat
Wir stellen Fhyngs Mutter als Sling Bubble vor die Tür und jumpen durch das Fenster rein um den Kühlschrank zu hotdroppen und in in den Reinforce zu saufen. Wir sind halt Trux. Die machen sowas.^^

Offline Dr_Baltar

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Re: Wann wird es so weit sein?
« Antwort #68 am: 06. März 2009, 18:52:48 Uhr »
Wenn du hier den Kasper raushängen lassen möchtest, troll dich zurück ins Bunkergeflüster.

Schlechten Tag gehabt, Hornet?  :keks9la: Ich hab doch ganz sachlich diskutiert (gebe ja zu das ich manchmal etwas resistent bin gegen andere Meinungen, aber ich lasse mich mit guten Fakten auch meist überzeugen).

So wie mit diesen hier:
http://www.falloutnow.de/forum/index.php?topic=4240.0

Damit wäre unsere Diskussion auch in den "richtigen" Thread verlegt. Wenn Du Dich wieder beruhigt hast, können wir gerne weiter diskutieren.

-edit: Ahhh, ok. Das Bunkergeflüster ist geschlossen. Jetzt wird mir einiges klar...  :redfingr:
« Letzte Änderung: 06. März 2009, 19:17:45 Uhr von Dr_Baltar »
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