Autor Thema: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2) *Text online*  (Gelesen 4372 mal)

Offline Cerebro

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Ätsch! Noch nix hier. :P

Aber ich dachte, nach all den Jahren *hüstel* lass ich mal etwas Vorab-PR vom Stapel, falls noch irgendwer lebt, der sich für die Fortsetzung der Story interessiert. Lange, lange hab ich das Projekt auf Eis gelegt, aber gestern haben die Arbeiten zu Kapitel 7 - Teil 2 begonnen. Außerdem hab ich noch ein Logan Spin-Off im Kopf, das ich wohl im Anschluss zu Papier bringe. Bin momentan in Schreiberlaune. Denke also, dass ich am Wochenende den Platzhalter hier ausfüllen kann. Wenn nicht, dann wohl spätestens das WE drauf.

Be prepared. 8)

Edit: So, Teil 2 ist nun fertig. Das Finale von Kapitel 7 wird mit Teil 3 sehr bald folgen. Es ist zwar eigentlich selbstverständlich, aber ich rate jedem stark dazu, sich Teil 1 nochmal durchzulesen, da die Texte - anders als die anderen Kapitel - komplett aufeinander aufbauen und eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Gleiches gilt dann natürlich auch für Teil 3.

__________

Der Lauf der Dinge

Prolog:

Jade, du wirst es nicht verstehen, aber ich habe es für dich getan. Auch wenn du es jetzt vielleicht nicht mehr glauben kannst, ich liebe dich! Dennoch... es gibt keine Zukunft für uns. Ich kann nur vermuten warum diese Leute hinter dir her waren, aber ich stehe zu dir. Ich weiß nicht, ob mein Plan aufgehen wird, aber ich hoffe sie von dir fern halten zu können, zumindest für einige Zeit. Wenn du dies hier liest, bist du weit fort. Weg von mir. In Sicherheit.

Sie werden dich nicht suchen, das verspreche ich dir. Das ist alles, was ich tun kann.

Kehre vorerst nicht in den Hub zurück. Du wirst weder mich dort finden, noch jene, die die Schuld für all das tragen. Ich bitte dich trotzdem: Lass Gras über die Sache wachsen.

Blicke nach vorne, nicht zurück!

Ich liebe dich!

Logan



Unterwegs – Tag 1

Fassungslos starrte Jade auf den Brief. Sie war nicht mehr Herrin ihrer Gefühle. Zorn, Kummer und Selbstmitleid vermischten sich in einen dunklen, teerigen Brei, der überall an ihr klebte und nicht mehr loszuwerden war. Der Anblick der verkohlten Ruine des Hauses; der Tod ihres Vaters. Dies war der erste Stich ins Herz gewesen. Logans Verrat an ihr war der zweite. In diesem Augenblick hasste sie ihn. Und sie liebte ihn. Beides zugleich - irgendwie. Nichts schien mehr zu stimmen. Von einem Tag auf den anderen war ihr Leben komplett aus der Bahn geworfen worden. Und jetzt war sie hier... im Nirgendwo, unterwegs ins Nichts. Ihre eigene kleine Hölle.

Logans Zeilen trafen sie am tiefsten Fleck, dort wo sowieso schon alles in Scherben lag. Sie sah schwarze Punkte vor den Augen tanzen, verspürte Übelkeit, Hitze, Kälte, ein dumpfes Pochen hinter den Schläfen. Dann brach es aus ihr heraus; ihre ganze Wut fraß sich brennend an die Oberfläche. Jade tickte aus. Sie riss das elende Stück Papier in Fetzen. Sie wollte weg. Hier raus. Nach Hause. Sofort!

"Hey. Was glaubst du was du da machst!? Hey!!"

Aber Jade hörte nicht zu. Der Tollheit verfallen rüttelte sie an der Tür und warf sich aus dem fahrenden Wagen. Mit dem rechten Oberarm schlug sie auf und Staub wirbelte umher, als sie sich mehrfach um die eigene Achse überschlug. Zuletzt prallte sie rücklings gegen einen etwa kniehohen Felsbrocken und kam so zum Liegen. Reifen knirschten, eine Tür wurde zugeschlagen. Jade wusste, dass er ihr hinterher kommen würde. Dumpfe Taubheit durchflutete ihren Körper, doch irgendwie hievte sie sich auf die wackeligen Beine. Der aufkeimende Schmerz war nicht wichtig; ein Tropfen in das ohnehin schon übergelaufene Fass. Sie hörte schnelle Schritte hinter sich und fing selbst an zu rennen, kämpfte jedoch mit ihrem Gleichgewicht. Zwecklos. Nach einigen Metern wurde sie zu Boden gerissen. Starke Hände umklammerten ihre Handgelenke. Sie schrie auf und trat wild um sich, kam jedoch einfach nicht frei. Der Mann fuhr sie wütend an. Obwohl er kein Schwergewicht war, konnte Jade sich ihm nicht lange widersetzen. Schwindel verwischte ihr die Sicht und alle Kraft schien aus ihren Gliedern zu fahren. Irgendwann bekam er sie so in den Griff, dass sie sich kaum mehr rühren konnte und nach ein paar letzten Anstrengungen erschlaffte sie regelrecht. Ihre Hysterie klang ab und wurde abgelöst durch ein Gefühl absoluter Sinnlosigkeit. Tränen flossen, weichten die schwarze Kruste auf, die noch immer verschmiert auf ihren Wangen klebte. Reste der verheulten Schminke. Sie hatte sich extra hübsch machen wollen. Gestern. In dem anderen Leben, das jetzt nicht mehr existierte...


Hub - Downtown. Tag der Abreise.

Logan eilte über den Marktplatz. Immer wieder blickte er sich um. Wurde er beobachtet? Verfolgt? Nein, zumindest nicht offensichtlich. War die Schlampe im Falcon tatsächlich alleine gewesen? Vernunft hin oder her, er hätte dem Miststück den Hals herumdrehen sollen! Allein der Gedanke an das just beendete Aufeinandertreffen trieb die Wut in ihm hoch. Dann fiel es ihm ein. Das Foto! Er hatte es in seiner Raserei fallengelassen und vergessen. Kurz wurde er langsamer. Aber nein, umkehren kam nicht mehr in Frage. Vielleicht zählte jede Minute und müsste er dem Weibsbild jetzt erneut gegenübertreten, er könnte sich sicher kein zweites Mal beherrschen und würde eine Menge Ärger lostreten. Und Ärger hatte er beileibe schon genug. Also ging er weiter. Seine Schritte führten ihn Richtung Hights. Er wollte zu Jade. Er wollte sie sehen, sie trösten. Sie beschützen. So dachte er. Doch ein großer Teil von ihm war bei seiner Familie. Es war der Teil, der Möglichkeiten abwog, der zweifelte und der hoffte. Vielleicht konnte er sie noch erreichen, bevor diese Mistkerle sie in ihre Gewalt bekamen. Nur hatten sie das nicht schon längst? Woher sonst hätten sie das Bild haben können? Nein, möglicherweise war das alles nur ein mieser Trick. Vielleicht war es noch nicht zu spät, würde er sich nur sofort auf den Weg machen. Gott, wenn sie ihnen etwas antun sollten...

Die Vorstellung machte ihn rasend. Gehetzt drängelte er sich grob durch die Massen, vorbei an diversen Ständen. Dann blieb er abrupt stehen. Was dachte er sich da eigentlich!? Er spielte sich etwas vor! Natürlich hatten sie seine Eltern. Das Foto war schon immer im Besitz seines Vaters gewesen. Nie hätte er es hergegeben und es hätte auch nirgendwo anders herstammen können. Das Offensichtliche zu verneinen, nur weil es ihn bin ins Mark erschütterte, half ihm absolut nicht weiter. Es war zu spät, sie zu beschützen.

Aber war es auch zu spät sie zu retten? Nur wie stellte er sich das vor? Jade einkarren, dann direkt weiter zur Ranch seines Vaters, die Bösewichte umnieten, alle retten und dann gemeinsam irgendwohin in ein sicheres Versteck fliehen? Lächerlich. Absoluter Blödsinn! Er wusste ja nicht einmal, ob seine Familie auf der Ranch festgehalten wurde oder ob man sie irgendwohin verschleppt hatte. Letzteres schien sogar wahrscheinlicher, sofern seine Feinde nicht unvorsichtig oder absolut von sich eingenommen waren. Und ja, es waren seine Feinde. Auch wenn Jade das eigentliche Ziel sein mochte, durch ihre Methoden hatten sie die Sache persönlich gemacht.

Was konnte er tun? Zorn und Ratlosigkeit machten sich breit. Logans Hände ballten sich zu Fäusten, als er so dastand, mitten auf dem Hubber Market, umringt von Leuten, die sich für seine gewaltigen Probleme nicht ansatzweise interessierten. Und er hätte es verdamm nochmal wissen müssen! Der mysteriöse Mord an Jades Vater hatte von Anfang an zum Himmel gestunken. Bereits in Frisco hatte er davon Wind bekommen und sich über die merkwürdigen Umstände gewundert, auch wenn sie nur hinzugedichtete Spannungsmacher hätten sein können. Nun, sie waren es nicht. Und zu allem Unglück hatte er vor Jade geschwiegen. So kurz nachdem sie selbst nur knapp dem Tode entronnen war, hatte er es ihr einfach nicht sagen können. Vielleicht wäre sonst alles anders gekommen und sie wären nie in den Hub zurückgekehrt. Vielleicht. Aber was brachte das jetzt? Logan musste sich um das Jetzt kümmern, nicht um die Vergangenheit. In Frisco hatte sich fest vorgenommen, Jade über ihren Schmerz hinwegzutrösten, ihr in der schweren Zeit beizustehen. Mittlerweile lagen die Dinge nicht mehr so einfach. Die Leben seine Eltern und seiner Schwester standen auf dem Spiel und obgleich er sich unheimlich mies und dreckig vorkam, als er sich dabei erwischte, so dachte ernsthaft darüber nach, Jade einfach auszuliefern. Ein Leben für drei. Er würde die Last dieser Entscheidung bis ans Ende aller Tage mit sich tragen, das war ihm so klar wie wenig anderes auf der Welt. An diesem Tiefpunkt angekommen beschloss er etwas zu tun, das er in späteren Jahren immer wieder verteufelte. Dennoch hätte er wahrscheinlich nie anders gehandelt, denn zum Guten oder zum Schlechten, er war der Mann, der er war.

Plötzlich wusste Logan ganz genau, was er zu tun gedachte. Dies war der Hub! Nicht seine Heimat, aber sein Revier. Viele Jahre, die er mit unzähligen Touren für die verschiedensten Karawanenhäuser verbracht hatte, hatten ihn so oft immer wieder hier her geführt. Hier, mehr als irgendwo anders, hatte er Freunde, Kontakte. Und da gab es einen, der ihm bei dieser Erkenntnis sofort in den Sinn kam. Logan zögerte nicht mehr…


Unterwegs – Tag 2

Jade öffnete die Augen. Sie blinzelte einige Male, bevor die Welt endlich scharfe Konturen annahm. Immer wieder ruckelte es ungemütlich und sie blickte sich um, erinnerte sich. Leider, denn die Hoffnungslosigkeit, in ihren unruhigen Träumen nur ein dunkles Gefühl böser Vorahnung, kam sofort zu ihr zurück und strafte sie mit Gewissheit. Sie lag rücklings auf der Rückbank des Wagens, wie ein Päckchen an Händen und Füßen verschnürt. Kaum hatte sie sich bewegt, wurde ein Paar Augen auf sie aufmerksam und beobachteten sie skeptisch durch den teils gesplitterten Rückspiegel.

"Endlich wach, Missy? Wenn du wieder herumschreien willst, ich habe hier noch ein paar Wechselsocken herumfliegen. Also tu uns beiden einen Gefallen und lass es bleiben..."

Die Stimme war kehlig, sprach mit einem merkwürdigen Akzent. "Fick dich!", bellte Jade gereizt zurück, aber ihr Hals war heiser und trocken. Sie mühte sich mit den Fesseln ab und versuchte, in eine aufrechte Position zu kommen. Das Paar Augen, das in einem beinahe rabenschwarzen Gesicht saß, verengte sich misstrauisch. "Mach bloß keinen Blödsinn! Nochmal lass ich dich in der Karre nicht ausflippen, hörst du!? Für die Fesseln kannst du dich bei dir selbst bedanken!" Jade funkelte böse Richtung Rückspiegel. Gift und Galle kamen ihr hoch, als sie einsehen musste, dass sie von selbst nicht frei kam. Sofort stieg Zorn in ihr auf. "Halt die Fresse und mach mich los, du verdammter Wichser! Ich will raus! Mach mich los und lass mich raus!!" Wieder fing sie an, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unruhe zu stiften. Sie beugte die aneinander gebundenen Knie und trat um sich, wurde immer lauter, fluchte und schrie. Der Schwarze am Steuer fluchte ebenfalls, nur in einer anderen Sprache. Mit einer Vollbremsung kam der Wagen zum Stehen, der Mann stieg aus und kam nach hinten. Die Beifahrertür wurde geöffnet. Finger griffen nach ihr, zogen sie unsanft ins Freie. Jade wurde auf sie Füße gestellt und mit einer Hand am Schlafittchen gehalten. Ohne Vorwarnung bekam sie eine laut schallende Backpfeife verpasst. Leicht verdutzt unterbrach sie für einen kurzen Moment ihren Tobsuchtsanfall, spuckte dem Mann dann aber voller Abscheu ins Gesicht. "Jetzt ist Schluss!", zischte der gereizt und rüttelte sie durch. "Er ist tot! Dein Vater ist tot und dein Freund ist weg! Ich kann das verstehen, dass es weh tut. Aber jetzt ist Schluss!“ Er ließ sie los und Jade fiel auf den Hintern. Der Schwarze zeigte in das sich ausbreitende Ödland um sie herum. "Ich soll dich laufen lassen!? Wir sind in der Wüste, Missy! Wo willst du hin? Der Hub!? Viel Spaß! Vorher fallen dir die Füße ab oder Mutanten fressen dich!" "Das ist nicht dein verschissenes Problem!", fuhr Jade ihm lautstark ins Wort, die Augen voller Tränen, die Stimme voller Hass. "Mach mich los! Sofort!"

Sie fing erneut an sich zu winden, in der Hoffnung irgendwie freizukommen. Dann traf sie etwas an der Schläfe und sie sackte in sich zusammen. An den Füßen wurde sie zurück Richtung Auto geschleift. Während der Mann in seiner eigenen Sprache wild vor sich hin fluchte, tauchte Jade in ihre nebelverhangene Traumwelt zurück...


Hub - Hights. Tag der Abreise.

Als es noch stand, musste das Anwesen ziemlich beeindruckend gewesen sein. Logan sah die Überreste der Ruine schon aus einiger Entfernung, als er mit schnellen Schritten die Hights betrat. Wie lange hatte er Jade alleine gelassen? Eine Stunde? Zwei? Zu lange jedenfalls. Die Zeit schien zu rennen, aber er konnte sich nicht aufteilen und hatte wichtiges zu tun gehabt. Nun hoffte er, dass ihnen wirklich noch niemand nachstellte und der Plan reibungslos funktionieren würde. Der Plan. Allein der Gedanke daran verdrehte ihm den Magen. Er betrat Dearings verwüstetes Grundstück. Kein Zurück mehr. Obwohl die Hights, als Viertel der höhergestellten Hubber, in der Regel deutlich stärker bewacht wurden als andere Ecken der Stadt, war für den Moment niemand zu sehen. Vermutlich gab es in den verkohlten Überresten einfach nichts mehr zu beaufsichtigen. Selbst für Scavenger fand sich hier nichts mehr von Wert. Logan überquerte den Vorhof und sah aus dem Augenwinkel plötzlich eine dunkle Gestalt hinter den kläglichen Resten eines alten Schuppens verschwinden. Er atmete tief durch und bereitete sich seelisch auf das nun Folgende vor. Sie würde es nicht verstehen. Wie konnte sie auch...

Schließlich fand er Jade in den Trümmern. Klein und still hockte sie da, kniete in der Asche, das Gesicht nach unten gerichtet und die Finger schwarz vom durchwühlten Ruß. Logan schluckte. Er hatte einen so gewaltigen Kloß im Hals, dass er fürchtete, kein Wort heraus zu bekommen. "Jade..."

Sie blickte auf, beinahe noch ehe er ausgesprochen hatte. Ihr Gesicht war verschmiert und voller Kummer. Als sie ihn ansah, kamen ihr die Tränen. Die verlaufene Schminke auf ihren Wangen ließ erkennen, dass es nicht die ersten waren. Doch da war noch etwas anderes. Logan glaubte es in ihren Augen zu sehen. Etwas flackerte auf. Hoffnung. Trost. Es versetze ihm einen Stich in die Brust. Sie stand auf. "Logan... Wo warst du?" Es war fast nur ein Flüstern, aber er konnte es hören und es riss ihn entzwei. Fast schüchtern bewegte sie sich auf ihn zu, wollte ihn umarmen, ihn festhalten. Logan konnte es nicht ertragen. Er konnte ihre Augen nicht ertragen. Sofort riss er die Hand hoch. "Komm nicht näher!“, krächzte er heiser. Jade blieb stehen und starrte auf den Lauf von Greg Dearings Desert Eagle.

Er konnte sehen, dass sie nicht verstand; dass es ihr einen Schlag versetzte, den sie nicht hatte kommen sehen. Ein Schlag für jemanden, der bereits am Boden liegt. Die Sekunden zogen sich in unendliche Längen. Dann war es vorbei. Logan wusste, dass Jade ein äußerst feines Gehör hatte, aber in diesem Moment war sie mit der Situation einfach überfordert. Völlig überrumpelt wurde sie von hinten gepackt. Ein kräftiger Arm umschlang sie, ein anderer presste ihr ein Tuch auf Nase und Mund. Sie kämpfte, wehrte sich. Logan dagegen stand nur da, senkte langsam die Pistole und sah mit schlaffen Gliedern zu, wie seine Liebe zu Boden ging. Zwei weitere Gestalten erschienen eilig auf der Bildfläche. Schwarze in staubigen Arbeiterklamotten. Ein Abrisskommando für die Ruine hier, sollte irgendjemand zu neugierig sein oder Fragen stellen. Einer von ihnen schob eine übergroße Schubkarre Marke Eigenbau heran, die mit einer Plane aus dickem Plastik, Brocken von Bauschutt und einigen leichten Schrottteilen beladen war. Logan wandte sich ab und starrte seitlich auf die verbrannte Erde. Er wollte all das nicht sehen.

Einer der Schwarzen kam zu ihm und ergriff ihn am Oberarm. "Sabola...", setzte Logan düster an, doch dann fehlten ihm die Worte. “Keine Angst.", antwortete Sabola, ein hochgewachsener Mann in den Dreißigern, mit beinahe pechschwarzer Haut, breiten Wangenknochen und wulstigen Lippen. Er sprach ein perfektes Englisch, besaß jedoch einen kehligen Akzent. "Es läuft alles nach Plan." Logan nickte matt. Allen Zweifeln zum Trotz, für einen Rückzieher war es jetzt ohnehin zu spät. Während der mit der Schubkarre und der noch übrige dritte damit beschäftigt waren, Jade einzuladen und die Plane über ihr auszubreiten, kam plötzlich ein zotteliger Mischlingshund in die Ruine geflitzt. Mit heraushängender Zunge blieb er schwanzwedelnd vor Sabola stehen und blickte erwartungsvoll zu ihm hinauf. Der Schwarze ging in die Knie. Mit der Rechten kraulte er das zerzauste Fell, gleichzeitig fingerte er mit der Linken etwas Essbares aus einer seiner Taschen. Der Hund fraß ihm zutraulich aus der Hand, während Sabola mit der freien Rechten unter das breite Halsband des Tieres griff, um einen versteckten Zettel darunter hervorzuziehen. Das Papier war mehrfach gefaltet und scheinbar in eine Art Tasche verstaut gewesen, die an einer bestimmten Stelle in die Innenseite des Lederbandes eingearbeitet worden war. Mit einem Klapps schickte Sabola den Hund fort und stand wieder auf. Kurz überflog er die Nachricht, nur wenige Zeilen in krakeliger Schrift. Eine andere Sprache oder eine Art Code - jedenfalls konnte Logan den Text nicht lesen. „Das Tor ist sauber.", erklärte Sabola. "Dieser O'Brian und ein anderer stehen bereit und warten, aber sonst nichts Auffälliges. Wir müssen uns trotzdem beeilen. Man hat viele Wachen hier abgezogen, aber es kommt noch regelmäßig eine Streife vorbei. Du musst los!" Mit ein paar unverständlichen Kommandos wies er seine Leute an. Jade war mittlerweile unsichtbar. Zusammengekrümmt lag sie in dem Karren unter der Plane. Ein paar vorsichtig platzierte Steine sowie anderer Schrott dienten als zusätzliche Tarnung.

Als wenige Minuten später ein patrouillierender Polizist die Ruine erreichte, stand sie leer und verlassen. Der Mann, der an diesem Tag nun schon zum dritten Mal hier vorbeikam, bemerkte zwar beiläufig, dass die verwirrte Frau, die er über den Brand aufgeklärt hatte, mittlerweile verschwunden war, maß dem jedoch keine größere Bedeutung zu und setzte ohne zu zögern seinen Weg fort.


Unterwegs – Tag 4

Jade war wach. Still lag sie auf der Rückbank des dahinzuckelnden Transporters und starrte an die halb verrostete Decke, deren einstige Plastikverkleidung zu großen Teilen abgeblättert war. Gewaltiger Hunger plagte sie, denn sie verweigerte das Essen, das der Schwarze ihr hin und wieder anbot. Nur beim Wasser ließ er sich nicht abwimmeln und zwang es ihr alle paar Stunden in den Schlund. Nicht selten hatte es bei diesen Aktionen eine ordentliche Sauerei gegeben, denn Jade war noch immer nicht gefügig. Zwar begann sich langsam eine gewisse Gleichgültigkeit auszubreiten, doch ab und zu brach noch immer eine Welle des Zorns aus ihr heraus. Die Hälfte ihrer Jeans war noch unangenehm klamm von der letzten Trinkpause, aber das kümmerte sie herzlich wenig. Regungslos vegetierte sie vor sich hin.

"Hey Missy.", kam es irgendwann von vorne, doch sie scherte sich nicht, gab keine Antwort und zeigte keinerlei Reaktion. "Wir sind bald da... Willst du gar nicht wissen, wo wir überhaupt hinfahren?" Eine Pause der Stille folgte, bevor der Schwarze seinen Monolog einfach fortsetzte. "Der Ort heißt Little Hope. Nur ein paar Zelte und Blechhütten im Ödland, die um eine alte Farm errichtet sind. Nicht viel für Auge. Kein Caravan fährt da hin und es gibt nicht viele, die überhaupt davon gehört haben. Aber das ist auch gut so. Früher gab es Probleme mit Slavern, aber seit Sabola im Hub arbeitet, schickt er immer wieder Waffen und Vorräte und seitdem geht es allen besser. Probleme mit Slavern gibt es schon lange nicht mehr, dafür hat Sabola gesorgt. Du hast Glück, dass er und dein Freund so gute Freunde sind. Sabola ist früher viel herumgereist. Dein Freund ist Caravaner, ja? Sie haben viele Touren zusammen gemacht, bis Sabola im Hub geblieben ist. Aber immer wenn dein Freund in den Hub kam, haben er und Sabola zusammen getrunken."

Jade drehte den Kopf, so dass sie nun nicht mehr das Dach des Wagens, sondern die ausgefranste Polsterung der Rückbank anstarren konnte. "Du bist störrisch wie eine Ziege, Missy. Ich habe dich nicht gern geschlagen, aber du machst sonst nur Probleme! Du solltest froh sein, du bist jetzt in Sicherheit. Du kannst bleiben in Little Hope und abwarten. Vielleicht die Haare färben und eine andere Frisur machen?" "Wie heißt du?", murmelte Jade emotionslos. "Mein Name ist Juma. Ich bin der Bruder von Sabola." "Halt sie Klappe, Juma..." Juma schüttelte den Kopf und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die auf die Strecke…


Hub - Haupttor. Tag der Abreise.

"O'Brian?" Der rotblonde Mann mit geröteter Haut und Sommersprossen um die Nase musterte Logan kurz, dann nickte er. Er trug eine Truckermütze und ein von der Sonne ausgebleichtes Holzfällerhemd über einer gewöhnlichen Blue Jeans. Links an der Hüfte baumelte ein 357er Revolver offen im Holster. Neben dem rotblonden Fahrer stand ein breitschultriger Latino mit Lederrüstung, schwarzen Cornrows und einer überaus hässlichen Zahnlücke zwischen den beiden frontalen Schneidezähnen. Für den Moment war es wohl seine einzige Aufgabe, besonders einschüchternd zu wirken, doch Logan hatte so viel unterdrückte Wut im Bauch, dass er keine Sekunde daran zweifelte, diese beiden Arschgeigen ungespitzt in den Boden hämmern zu können. Zu seinem Leidwesen musste er Ruhe bewahren.

O'Brian deutete auf den Karren mit der Plane. "Das Mädchen!?" Logan funkelte den Kerl böse an, nickte aber. Der Fahrer konnte sich die Andeutung eines gehässigen Schmunzelns nicht verkneifen. Kurz schaute er sich verstohlen um, aber er stand mit seinem verblasst roten Transporter ziemlich abseits und niemand kümmerte sich um die drei Männer. Er schlenderte zur Schubkarre, räumte ohne besondere Rücksicht ein paar Steine aus dem Weg und riskierte einen Blick. Als er überzeugt davon war, keine x-beliebige Straßenhure geliefert bekommen zu haben, ließ er die Plane wieder fallen. "Hübsches Ding. Fast schade drum." O'Brian lächelte. Logan lächelte nicht zurück.

"Pack sie unauffällig in den Kofferraum. Nimm ihr alle Waffen ab und verschnür sie sorgfältig.", wurde der Gorilla angewiesen. "Und gib Gas, ich will hier keinen Ärger riskieren." O’Brian schaute zu Logan. "Und du auch nicht, stimmt's!? Gib mir auch mal deine Waffen, Großer." Logan zog lediglich die Deagle aus dem Gürtel und hielt sie seinem Gegenüber Griff voran entgegen. Nicht wirklich überzeugt schnappte sich O'Brian die Waffe und filzte den Hünen schnell, fand aber nichts weiter. "Wo ist meine Familie?", wollte Logan wissen. "Verhalte dich wie abgesprochen, dann sind sie in Sicherheit. Versuch Unfug anzustellen, dann sie sind tot." "Wer garantiert für ihre Sicherheit?" "Ich. Solange ich gut gelaunt bin, du brav bleibst und deine Freundin bei uns ist, passiert ihnen nichts." "Und wer gibt diese Nachricht weiter?" "Niemand. Wenn wir rechtzeitig mit deiner Freundin am Treffpunkt ankommen und die Übergabe erfolgt ist, lässt man deine Leute gehen. Wenn irgendwas nicht nach Plan läuft - tja... dann Peng. Also drück die Daumen, dass wir unterwegs keinen Platten haben und uns verspäten." O'Brian zwinkerte Logan zu, verlor aber rasch seinen Anflug von Humor und nickte ungeduldig auf den Wagen. "Jetzt Schluss mit der Fragerei. Ab auf die Rückbank, hinter den Beifahrersitz." Mit malmenden Zähnen gehorchte Logan. Kaum saß er drin, hörte er den Kofferraum zuschnappen. Rasch und unauffällig zog er ein kurzes Wurfmesser aus seinem Stiefel und verbarg es in der linken Hosentasche. Die Tür öffnete sich und der massige Leibwächter hockte sich neben Logan nach hinten. Der Aufpasser war mit einer UZI bewaffnet; die aber lag verstaut in einem Hüftholster. Stattdessen hatte der Latino Jade die Widowmaker abgenommen und richtete sie mit einem Blick der 'Piss mich nicht an!' zum Himmel schrie auf Logans Bauch.

O'Brian stieg als letzter ein. Er drehte den Zündschlüssel und nach etwas Gejuckel sprang der Motor endlich an. Der Wagen verließ ungehindert den Hub und fuhr ins Ödland hinaus.


Little Hope - Tag 21

Jade schob den löchrigen Vorhang zur Seite und trat hinaus ins Freie. Der Tag war sonnig und heiß, doch eine frische Brise wehte ihr um die Nase. Nachdem sie sich in letzter Zeit ruhig verhalten hatte, durfte sie sich wieder frei bewegen, wurde aber nach wie vor im Auge behalten. Sie aß wieder regelmäßig, sprach jedoch kaum und verhielt sich den Mitgliedern der größtenteils schwarzen Gemeinschaft gegenüber abweisend. Ihre Wutausbrüche hatten sich größtenteils gelegt, umso stärker jedoch suchte sie die Verzweiflung heim. Sie hatte nichts mehr. Kein Zuhause. Kein Ziel. Außer Rache natürlich. Rache war das einzige, was sie noch antrieb. Der Grund warum sie morgens aufstand und der Grund, warum sie nachts schweißgebadet gegen die schleichende Panik ankämpfte, anstatt sich ihr zu ergeben. Die Dunkelheit war ihr ewiger Feind. Ein Feind aus alten Tagen, der bösartige Dämonen hinaufbeschwor, die sie unter Greg Dearings Fürsorge und Vaterschaft beinahe vertrieben geglaubt hatte. Doch sie waren nicht vertrieben. Sie hatten lediglich geschlafen. Auf sie gewartet.

Nach ein paar Schritten erreichte Jade den Dorfbrunnen, ein mit Planken abgedecktes Loch in der Erde, das nur noch wenig Wasser führte. Ein paar Kinder spielten mit einem kopfgroßen Ball aus Brahminleder, kickten ihn umher. Mehrere Schwarze mit AKs standen verteilt und beobachteten sie. Ungehindert spazierte sie weiter, langsam, ziellos, als sich von der Seite plötzlich Juma zu ihr gesellte und sie stumm einige Meter begleitete. In anderen Zeiten hätten sie möglicherweise Freunde werden können. Trotz ihrer eher zweifelhaften ersten Tage wusste Jade, dass er ein guter Mensch sein musste. Er gab sich alle Mühe mit ihr, hatte viel geredet, während sie stets keinerlei Anzeichen von Interesse zeigte. Von ihm hatte sie mehr über die Ereignisse im Hub erfahren. Dass die Polizei den Tod ihres Vaters nur zu schnell zu den Akten gelegt hatte, was sich die Leute auf der Straße erzählten. Auch über Logan wusste sie mittlerweile Bescheid, obgleich dies nur wenig änderte. Zwar kannte sie nun seine Beweggründe, doch verstehen oder gar gutheißen konnte Jade sein Handeln auf keinen Fall. Was hatte er sich dabei gedacht, sie einfach auszusperren und zurückzulassen!? Kaum etwas Schlimmeres hätte er ihr antun können und obwohl sie ihn noch immer liebte, hasste sie ihn dafür.

"Du wirst heute gehen?", fragte Juma und riss Jade damit aus ihren immer wiederkehrenden Gedanken. Sie antwortete nicht. Wenn die Schwarzen untereinander sprachen, benutzten sie ihre eigenen Worte, die Jade nicht verstand. Trotzdem hatte sie mitbekommen, dass heute die nächste von Sabolas Versorgungslieferungen eintreffen würde. Späher des Dorfes hatten den winzigen Konvoi am Vortag gesichtet und Jade hatte sich fest vorgenommen, auf diesem Weg zu verschwinden.
"Dein Freund Logan ist fort, aber du solltest nicht wegwerfen, was er dir zum Geschenk gemacht hat.", meinte Juma und blickte sie eindringlich an. "Und was soll das sein?“, fragte Jade leise zurück, eher an sich selbst gerichtet. "Dein Leben." Sie antwortete nichts darauf. Was hätte sie diesem einfältigen Narren auch sagen können? Dass sie lieber gestorben wäre, als so zurückgelassen zu werden? Dass dies hier für sie schlimmer war als der Tod?

Etwas blitze auf, von der Sonne reflektiert. Jade senke den Blick und sah, dass Juma ihr eine Pistole anbot. Sie erkannte die Waffe sofort. Das letzte Mal hatte sie Logan gehalten und damit auf sie gezielt. "Nimm sie. Er wollte, dass du sie bekommst. Er sagte, sie hat deinem Vater gehört." Jade nahm die Pistole schweigend an sich. Sie war schwer, fühlte sich aber irgendwie vertraut an. "Wirst du ihn suchen?"

Jade schüttelte unmerklich den Kopf. "Nein.", murmelte sie. "Wie du gesagt hast: Er ist fort..."


Fortsetzung folgt...
« Letzte Änderung: 09. September 2012, 16:12:37 Uhr von Cerebro »

Offline Apfelsator

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2)
« Antwort #1 am: 04. September 2012, 13:40:18 Uhr »
Klar interessieren sich noch genug Leute für die Story ;)
(K)
Alle Rechte verdreht.

Gründer und selbsternannter Papst der Populären Diskordische Folksvront PDF
Mitwisser des Geheimnisses bei der Sache mit den blauen Orangen und rosa Elefanten
Mitglied im Plenum des Zentralkomitees einiger Diskordier ZED

"Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen." - RAW

"Glenn, begrab den Skanlenn Jungen und bring das Schwein in den Stall. Gibt'n leckeres Abendessen. Und fang mit Chuck noch'n Deadhead ein, aber nicht wieder so'n Dummbeutel wie die in der Scheune."
"Das sind alles Dummbeutel. Der Mensch stirbt und wird blöde."
George A. Romero "Survival of the Dead"

Offline Molot

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2)
« Antwort #2 am: 04. September 2012, 15:05:54 Uhr »
Von mir solltest du es ja wissen...
Wer ist dieser Molot eigentlich?!

Heute singt für Sie...


Das Niveau!!!

Offline Cerebro

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2)
« Antwort #3 am: 04. September 2012, 15:14:30 Uhr »
Das ist wie bei Beziehungen: Es ist trotzdem schön, es auch zu hören. :s000:

Offline Mr.Wolna

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2)
« Antwort #4 am: 07. September 2012, 10:36:29 Uhr »
Ich mach auf und denke... endlich kann man weiter Lesen. Und du machst nur PR. Hop Hop ran an den Stift.  :P
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Ich habe ein Gewehr, eine Schaufel und 5 Hektar Land hinter dem Haus. Man wird dich nie finden - leg dich also nicht mit mir an!  
P.s. Nein es ist nicht die Gewalt was mich an der Fallout Reihe gereizt hat,aber sie war immer die Kirsche auf der Sahnetorte ( Und ich will verdammt nochmal ne Kirsche oben drauf haben)

Offline Cerebro

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2)
« Antwort #5 am: 07. September 2012, 12:33:34 Uhr »
Keine Bange, läuft alles nach Plan bisher. Die Geschichte steht und hat - zum Guten oder zum schlechten - mehr Text als alle Kapitel (oder Teilkapitel) davor. Stärkeres Feintuning steht allerdings noch an und ich muss sie noch ein paar mal lesen und Sachen umschreiben, Logikfehler vernichten etc.

Je nachdem, wie ausgefüllt mein WE ist, kann es aber evtl. diese Woche noch klappen mit einem Release, aber ich verspreche mal lieber nichts. ;)

Edit 1:
Release ist morgen. Nur noch paar mal Korrektur lesen und Fehler ausmerzen. (Wobei bei den Textmassen wahrscheinlich das eine oder andere durchflutschen wird. Wer mich auf Fehler aufmerksam macht, bekommt nen Keks.)

Edit 2:
Da der Text fast doppelt so lange ist, wie der von Kapitel 7 - Teil 1, habe ich beschlossen, einen Dreiteiler daraus zu machen. Das Finale, das ziemlich ausgeufert ist, kommt dann als Teil 3 separat.
« Letzte Änderung: 09. September 2012, 15:28:19 Uhr von Cerebro »

Offline Cerebro

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Re: Jade Dearing - Die Tochter des Rangers (Kapitel 7 - Teil 2) *Text online*
« Antwort #6 am: 09. September 2012, 15:28:55 Uhr »
Sorry, kleiner Doppelpost, um Aufmerksamkeit zu erregen. ;)

Text ist nun draußen. Lob und Kritik sind wie immer sehr erwünscht. Thx. :)