Autor Thema: Howard the Coward  (Gelesen 5478 mal)

Offline Apfelsator

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Howard the Coward
« am: 29. Oktober 2010, 04:10:55 Uhr »
So, das hier soll eine kleine Kurzgeschichte werden, hab mir aber auch überlegt die Geschichte als Teil eines Romans zu nutzen, mal sehen, aber ich hänge gerade kurz vor dem Mittelteil und bevor sie hier bei mir versauert, stell ich sie einfach mal hier rein. Ich hoffe es gefällt und es gibt konstruktive Kritik.
Also dann...

EDIT 11.02.2012: Noch mal neu überarbeitet.
Ich bitte die schlechte Formatierung zu entschuldigen, udn an einigen Stellen gefällt sie mir immer noch nicht so gut aber so im groben ganz doch schon ganz recht.
Aber das "Kapitel" ist natürlich immer noch unvollständig, mal sehen wann ich das nächste Mal Muse finde.

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Der Lange Weg


Kapitel ## - Howard the Coward



Ich war nun schon drei Tage am Stück unterwegs und hatte seitdem noch keinen weiteren Menschen gesehen.
So langsam gingen mir die Vorräte aus und selbst das Wasser war knapp.
Der alte Mann hatte gesagt, es seien drei bis vier Tagesmärsche bis zur nächsten Stadt, wenn man es so nennen durfte.
Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass diese sogenannten Städte eher Abfallhalden von Früher glichen als einer menschlichen Ansiedlung.
Egal, selbst das wäre mir mittlerweile lieb gewesen, aber es waren nicht einmal Anzeichen eines solchen kläglichen Rests der Zivilisation auszumachen und ich begann mich zu Sorgen.
"Morgen" sagte ich mir "Morgen werd ich schon da sein.
Dann ab in die Kneipe und erst mal wieder ein bisschen Treibstoff für die Seele und vielleicht findet sich ja auch noch was Schönes um ein bisschen Spaß zu haben".
Der Gedanke erregte mich und lies mich dämlich grinsen.
Na ja, drei Tage in der Einöde machen nicht unbedingt intelligenter, muss ich zugeben.

Ich lief noch bis weit nach Sonnenuntergang und schlug mein Lager mit letzter Kraft an einem Haufen altem Metall auf,
der alte Mann hatte mir erzählt das diese Dinger früher das Leben der meisten Menschen dominierten.
Scheint ihnen aber im Endeffekt auch nicht geholfen zu haben.
Ich spannte meine Folie, um wenigstens etwas Kondenswasser für den nächsten Tag zu sammeln.
Danach machte ich eine kleine Inventur und war nicht sonderlich zufrieden bei deren Beendigung.
Alles in allem hatte ich noch Wasser für zwei, wenn ich sparsam war vielleicht auch vier Tage,
drei Konserven mit weißen Bohnen die ich allerdings schon seit zwei Tagen zu mir nahm und die mir langsam zum Hals heraus hingen.
Des weiteren hatte ich noch zehn Schuss für meinen alten Karabiner und zwanzig Kugeln für meine Beretta aber da ich seit zwei Tagen außer ein paar kleinen Echsen,
keine Tiere mehr gesehen hatte, halfen die mir auch nicht so wirklich.
Vom letztem Fischzug war auch nicht mehr so viel übrig und ich hatte auch gehört dass man, wo ich hin ging,
mit den Glitzergeld aus der "Demokratischen Zone" sowieso nicht bezahlen konnte.
Es hatte eben auch seine Nachteile in so einen "Sündenpfuhl" zu gehen aber eben auch Vorteile wie nirgends sonst.
Das einzige was ich noch zum Tauschen hatte war eine Kamera die mir nicht mal der Alte abnehmen wollte und etwas Kleinkram der nicht viel wert sein konnte.

Als ich ein Feuer entfacht hatte und eine der Dosen mit Bohnen aus meinem Rucksack holte, fiel das alte Fernglas meines Vaters heraus und landete im Sand vor mir.
Ich musste zwangsläufig an die Zeit mit ihm denken, die erste Jagd, meine Mutter und den brutalen Tod der beiden...böse Erinnerungen, alte Erinnerungen. Nichts für das Hier und Jetzt.
Ich packte das Fernglas, mein einziges Erbstück wenn man so will, zurück in den Rucksack, öffnete mit meinem Messer die Dose und packte sie aufs Feuer.

Als ich am nächsten Morgen erwachte, hatte sich der Himmel verdunkelt und schwarze, aufgequollene Wolken kündigten von einem baldigem Sturm.
So ließ sich hoffentlich mein Wassermangel beseitigen.
Ich raffte meine Sachen zusammen und machte mich auf Richtung Osten. "Geh immer gen Osten, mein Junge." hatte der Alte gesagt "Du kannst es gar nicht verfehlen."
Dessen war ich mir leider nicht mehr so sicher wie zu Anfangs.
Als ich dann aber, nach einem halben Tag Fußmarsch ohne Pausen, einen Hügel erklomm, sah ich Sie, das Ziel meiner Reise.
Abenteuer, Glück und vielleicht Reichtum, sicher aber Rausch, lange Nächte und Entspannung.
Bei dem Wörtchen Entspannung musste ich wieder dämlich grinsen.
Mein letztes Mal war schon eine ganze Weile her und in der DZ gab es keine leichten Mädchen oder Jungen.
Der alte Mann sagte immer, das sei der Grund warum da nur Schwätzer die Macht hätten und es den meisten schlecht ging.
Ich stimmte ihm da, wie so oft, zu.

Die Stadt lag in einem langem, breitem Tal und rings um Sie wuchsen einige Sträucher und vereinzelt auch Bäume.
Etwas weiter entfernt, vielleicht einen Kilometer, auf ihrer östlichen Seite grub sich ein aus den Bergen dahinter kommender Fluss durch den Sand.
Es glitzerte metallisch Schwarz auf den Dächern der Gebäude, wie von kristallenen Spiegeln.
Solarzellen, die Energiequelle für die viele Lichter die die Stadt Nachts erhellten.
Ich sah die im Westen liegenden, eigens Umzäunten und unter genauer Beobachtung stehenden Felder und ihr vielversprechendes Grün...für jeden der es sich leisten konnte.
Und ich wollte es mir leisten können...alles was mir dieser Ort bieten konnte.
Über der ganzen Stadt kreisten Raben und auch ein paar Geier, die sich am Abfall bedienten.

Ich erreichte das Südtor neben dem ein großes, verwittertes Schild hing.
“Willkommen in Neuheim, der letzten Bastion der Zivilisation im Umkreis von zwei Tagesmärschen!“ prangte in dicken, schon halb abgeblätterten Lettern darauf.
Nicht gerade der einfallsreichste Name, dachte ich mir und von einer Bastion der Zivilisation war dieses Loch auch weit entfernt, das wusste ich durch die Erzählungen des alten Mannes.
Ich wurde eher ruppig von den beiden Torwachen empfangen die auf einem Steg über dem Tor thronten.
"Was willst du, Abschaum wie dich haben wir genug!" schrie einer der beiden mich von weitem schon an.
"Ich suche Arbeit und muss meine Vorräte auffrischen!" rief ich in unverfänglichem Ton zurück.
"So so, Arbeit suchst du also?" grinste mich der zweite an. "Da bist du hier falsch, Arbeit gibt’s hier nicht und Vorräte wird dir hier auch keiner schenken."
Ich bekam das ungute Gefühl das ich vielleicht noch länger in der verdammten Steppe umher latschen müsste.
Ein letzter Versuch noch, vielleicht mein Fernglas. "Könnten wir uns nicht einigen?" rief ich zu den beiden hinauf.
"Ich hätte was zum handeln wenn ihr mich im Tausch dafür rein lasst." meinte ich und fuchtelte mit dem Fernglas...ein kläglicher Versuch.
Das dachten sich wohl auch die beiden, denn als sie das Fernglas sahen, prusteten sie lauthals los.
"Was willst du denn damit?" sagte der eine lachend. "Das ist doch nich dein Ernst oder?" schallendes Gelächter prasselte auf mich herab.
Ich wurde sauer "Fickt euch! Ich komm hier schon rein ihr Wichser!"
Die beiden hörten sofort auf mit lachen und nahmen ihre Gewehre in Anschlag. Vielleicht zu viel des Guten?
Einer der beiden grinste auf einmal wieder und fing an "Ok, pass auf Würstchen. Wir spielen ein Spiel." Ein Spiel? Ist das ein verdammtes Casino oder was?
"Was denn für'n Spiel?" wahrscheinlich meine letzte Chance hinein zu kommen.
"Pass auf, wenn du drei meiner Kugeln ausweichen kannst, lass ich dich passieren." die beiden grinsten blöd. Kranke Schweine. Der passende Ort für mich.
"Dann fang an, so wie du aussiehst, triffst du nicht mal ne Kuh aus zwei Meter Entfernung." ich grinste blöd zurück.
"Na warte, Arschloch!" er legte an. Man war der sauer.
Der erste Schuss ging ein paar Zentimeter an meinem Ohr vorbei, ich hörte das zischen und mich zauderte.
Dem zweiten wich ich gerade noch durch einen schnellen Satz nach links aus, darauf kam gleich der dritte der sich vor meinem Gesicht in den Sand grub. Ich schaute zu den beiden hinauf und wollte schon einen blöden Spruch lassen als ich bemerkte das er immer noch schoss. Ich sprang nach hinten und entwischten nur Knapp der Kugel.
Ein weiterer Schuss ging hinter mir entlang und traf mich irgendwo im Rücken, ich spürte keinen Schmerz, nur eine warme Soße die meinen Rücken herunter lief.
Ich warf mich hinter einen Stein und stieß ein "Dumme Sau!" hervor.
Ich hörte ein Lachen und zwei weitere Schüsse auf dem Stein einschlagen.
"Ok, komm raus Würstchen, hast gewonnen." rief er mit einem hämischen Lachen.
Ich stand auf und begutachtete den an mir verursachten Schaden.
Durch das hin und her gewerfe, war ein Loch in meinem Parka entstanden aber ansonsten konnte ich nichts weiter entdecken.
Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf meinen Rücken, nahm meinen Rucksack ab und sah den "Treffer".
Die Kugel hatte eine Dose Bohnen durchlöchert die in meinem Rucksack warm geworden waren. Glück gehabt.
Als die beiden das sahen, lachte sie wieder los. Idioten, verdammte.
"Jetzt macht schon das beschissene Tor auf!" schrie ich und lief rot an.
Mit ihrem gackernden Lachen meinten die beiden "Ja, machen wir....pahaa, du Held eh!"
Das Tor ging auf und ich lief so schnell es eben ging ohne Haltung zu verlieren, hindurch.
Nur weg von diesen Pennern.

Endlich, drin! Ich befand mich auf der Nord-Süd-Tangente und es war früher Abend.
Die massigen Bars und "Vergnügungsetablissements" begannen sich gerade auf den allabendlichen Ansturm vorzubereiten und die ersten Gäste trudelten schon ein.
Fast war ich verleitet mich auch schon davon anziehen zu lassen.
Nein! Erst mal eine Unterkunft suchen und Vorräte auffrischen.
Wer weiß wann ich mir das nächste mal das alles leisten kann.
Von den beiden Hauptstraße gingen in unregelmäßigen Abständen kleinere, staubige Seitenstraßen ab.
Diese bestanden, im Gegensatz zu den Hauptstraßen die mit Laufblechen befestigt waren, hauptsächlich aus Dreck.
In den meisten größeren patrouillierten bewaffnete Männer in schwarzen Schutzwesten, in den kleinen Seitenstraßen die meistens zu den ärmeren Vierteln führten,
sah man keinen von ihnen.

Ich schlenderte in eine der Seitenstraßen, vorbei an schäbigen Hotels Wohnhütten, die aber allesamt für mich noch weit zu teuer waren.
Auf dem Weg lag Unrat und etwas Schrott zwischen dem ein paar Kinder spielten.
Alles in allem machte die Stadt den Eindruck als hätte sie den Krieg miterlebt obwohl ich von dem alten Mann wusste das sie erst vor gut 30 Jahren errichtet wurden war.
Ich kam immer mehr in die verkommenen Viertel, also noch verkommener als der Rest dieser Müllkippe.
Da, ein kleines, schäbiges Schild "Billige Übernachtungen.". Da sprach jemand mein Klientel an.
Ich ging um die Ecke und entdeckte das Gebäude das mehr Schrägen als gerade Wände besaß.
Ein altes Schild prangte über dem Eingang, von dem aber einige Buchstaben fehlten "Zum wi..en Eb..".
Daneben war ein Bild von einem Schwein mit riesigen Hauern.

Als ich eintrat, begrüßte mich ein übergewichtiger Mann in den Fünfzigern mit schütterem, fettigem Haar das lose auf seiner Glatze lag.
Sein Gesicht sah zwar freundlich aus aber man sah ihm das verschmitzte Lächeln eines Geschäftsmannes an.
"Hallo mein Freund!" rief er und winkte mich
 mit einer Überschwänglichen Geste an seinen Rezeptionstisch.
"Lass mich raten was ich für dich tun kann." meinte er dann mit einem dicken Grinsen, durch welches sein schlechtes, fast zahnloses Gebiss zum Vorschein kam.
"Dann rate mal." meinte ich etwas distanziert. Er war mir nicht geheuer, ich kannte solche Typen. 'Lass dir bloß keinen Scheiß andrehen' dachte ich mir.
"Mein Name ist Eb, aber die Leute nennen mich 'Eb der Eber'" meinte er mit einem Grinsen und reichte mir seine Hand. "Und deiner?"
"Meiner nicht." er guckte mich verdutzt an und meinte dann mit einem Lachen "Namen bedeuten eh nichts, eh?"
"So, Junge, was willst du? Eine Übernachtung, ja?"
"Kommt drauf an, was verlangst du denn so, Eb? Ich hab nicht so viel, komme gerade 4 Tage von hier." meinte ich mit meinem freundlichstem Lächeln.
"Ah!" Stieß er erregt aus. "Die DZ, eh? Unerschlossener Markt für unsereins. Was hat dich den dahin verschlagen wenn ich fragen darf?"
"Wurde da geboren und war die Familie besuchen." er grinste "Alles noch intakt, eh? Alle beisammen, schön Zuhause, ja?"
"Mehr oder weniger." meinte ich "Ich würde den Friedhof jetzt aber nicht unbedingt ein Zuhause nennen."
Er schluckte aber fing sich gleich wieder "Na ja, neue Zeiten, wer kann da schon sagen es ist ihm nur Gutes passiert, eh?"
"Ok," ich verlor die Geduld "was ist nun mit dem Zimmer?"
Sein Gesicht hellte sich auf "Oh ja, also zehn Münzen pro Nacht....ach, machen wir fünf, besondere Umstände und so, eh?" er grinste mir zu.
"Ich hab aber keine Einzige, müsste mich erst mal in der Stadt nach Arbeit umsehen."
"Na macht nichts, eine pro versäumter Zahlung als Zins, das auf maximal zehn Tage, ja?"
Ich grinste innerlich, wenigstens nicht draußen schlafen. "Ok, ist ein Geschäft." meinte ich und reichte ihm die Hand.
Nicht der beste Deal aber immerhin etwas. Soviel zu seiner Definition von "billig".
"Dritte Etage, linker Flur, das letzte Zimmer auf der rechten Seite" meinte Eb der Eber und warf mir den Schlüssel zu. Komischer Kauz dachte ich mir und stieg die Treppen herauf.

Als ich die Tür öffnete, kam etwas von dem noch verbliebenen Putz von der Decke und ich nahm den Geruch von feuchtem Holz war.
Die Dielen waren an einigen Stellen aufgebrochen und ließen auf die Trägerbalken blicken, die vergilbten Fenster taten ihr übriges zur Atmosphäre.
Ich verstaute meine Sachen und wusch meinen Rucksack von den Bohnen frei.
Eb musste sie gesehen haben und dachte sich sicherlich seinen Teil.
Wahrscheinlich kannte er dieses dämliche Spiel.
Als ich soweit mit allem fertig war, schnappte ich mir meinen Parka, das bisschen was ich zum tauschen hatte, die alte Kamera und meine Beretta, man wusste ja nie.
Ich lief die Treppen hinunter und suchte an der Rezeption nach Eb.
Er krauchte unter dem Tresen herum und fluchte irgendetwas vor sich hin.
"Ah, hey Eb, sagen sie mal, was geben sie mir für dieses gute Stück hier?" ich hielt die Kamera hoch, er nahm sie sich und mit einem kurzem Blick hatte er sie begutachtet, grinste mich an und meinte
"Na ja, die erste Miete und ein bisschen damit du heute flüssig bist, Junge."
Er warf mir 4 Münzen auf den Tisch und meinte zu mir "Willst dich ja sicherlich nach drei Tagen amüsieren, eh?" wir beide grinsten blöd.
Ich ließ mir von ihm ein paar "gute" Lokale beschreiben und trat hinaus auf die Straße.
Als ich mich umblickte, bemerkte ich die vielen Giebel und Winkel auf den Dächern, perfekt für einen Hinterhalt.
Ich verließ das Viertel in Richtung Nord-Süd-Tangente und fand schon nach ein paar Metern das erste Lokal was mir Eb empfohlen hatte.
Es hieß "Mark Anton's" und glich vom äußerem Zustand stark Eb's Motel.

Als ich eintrat, empfing mich Zigarettenqualm, gemischt mit dem Geruch von selbst gebranntem Schnaps, Bier und einer Brise Kotze.
Die Gäste sahen allesamt aus wie jemand, der dir für ein bisschen Schrott die Kehle durchtrennt.
Ich fühlte mich auf Anhieb wohl und begab mich zum Tresen.
"Was darf’s sein?" sagte eine weibliche Stimme, ich blickte auf und mir stockte der Atem.
Eine wunderschöne, rothaarige Göttin blickte mich fragend an.
Ihre Augen waren wie die ersten Sonnenstrahlen am Morgen und ihr liebliches Gesicht lies mich...
"Sag mal bist du stumm oder einfach nur bescheuert?" fragte sie mich und ich wurde aus meiner Traumwelt gerissen.
"Ich äh....ich......ähm...." stammelte ich vor mich hin und kam mir reichlich dumm vor.
"Was du trinken willst, hab ich gefragt." sagte sie genervt.
"Ich nehm....äh....einen Schnaps." bekam ich heraus.
"Geht doch." sie drehte sich um, nahm die Flasche und goss mir ein "Einen Doppelten, nehm ich an?" fragte sie leicht gehässig.
"Ja ja, klar." Das ging ja nach hinten los.
Mein klägliches Scheitern blieb nicht unbemerkt, der Gast neben mir grinste in sich hinein.
Ich kippte meinen Doppelten hinter, mich überlief ein kurzer Schauer und ich fragte ihn gereizt "Was gibt’s da so blöd zu lachen?".
Er war ein leicht untersetzter Kerl von kleiner Statur und auch relativ schmal. Sein Gesicht sah verbraucht aus und lies ihn alt wirken, sehr alt. Vielleicht fünfzig Jahre oder mehr.
Mit einem Grinsen drehte er sich zu mir um und prustete los "Nichts für ungut man, ich kenn das Spiel schon, das geht jedem so der Jody zum ersten mal sieht. Komm, ich geb dir einen aus."
er rief sie heran und meinte zu ihr "Komm, für mich und meinen unglückseligen Freund hier einen doppelten."
Geschenke schlage ich prinzipiell nie aus, also nahm ich das nun wieder volle Glas und stieß mit ihm an.
"Mein Name ist Howard" meinte er in einem vertrauenerweckendem Ton und reichte mir die Hand.
"Kannst mich Bob nennen." sagte ich immer noch leicht geknickt von meiner Schlappe mit der Barkeeperin.
Moment, Howard...bei dem Namen klingelte was. Eb hatte mich vor ihm gewarnt "Lass dich nur nich mit Howard ein, wenn du ihn triffst. Der ist nicht gut, für niemanden."
Ich fand ihn bis jetzt ganz sympathisch, könnte an dem mittlerweile dritten Glas Selbst gebranntem liegen.
"Man nennt mich auch 'Howard the Coward'" sagte er, nachdem er das dritte Glas herunter gestürzt hatte.
"Warum das denn?" fragte ich und setze meines an.
"Ach, den Spitznamen hat mir mal ein früherer Geschäftspartner gegeben, seitdem werd ich ihn nicht mehr los." gab er verlegen zu.
"Aha, na ja, gibt halt solche und solche, nicht?"
Das vierte Glas.
Nachdem wir acht intus hatten, kamen wir auf das Thema Arbeit und ich fragte ihn ob er nicht einen kleinen Job für mich wüsste.
Er grinste leicht und sein Blick wurde schlagartig klarer, ich nahm das aber in diesem Stadium nicht mehr wirklich war.
Dann begann er von einem äußerst lukrativem Geschäft zu reden, einem wo das Geld nur darauf warten eingesammelt zu werden.
Er erzählte mir von einem alten militärischem Fabrikgelände, vier Tagesmärsche entfernt, in dem noch nie jemand plündern gewesen wäre.
"Dasszz kauf isch dir nisch ab." lallte ich ihn an. "Dass'z doch uhuunfuhg!"
Ich war weit mehr als bedient und mir fiel wieder Eb's Warnung ein, schlug den Gedanken aber gleich wieder in den Wind.
Howard erzählte mir das der einzige Grund warum noch nie jemand, seit dem Krieg, auf dem Gelände war sei, dass die Leute glaubten es würde da vor Dämonen und Geistern nur so wimmeln.
Wir handelten ein Geschäft aus das mir die Hälfte von allem versprach und ich stimmte, angeheizt von seinen Erzählungen vom schnellem Reichtum und dem ganzem Alkohol, zu.
Außerdem, dachte ich mir, ich hab es sowieso nötig und was soll schon passieren.

Ich wachte am nächsten Morgen mit solchen starken Kopfschmerzen auf, dass ich dachte meine Schädeldecke würde gleich platzen.
Weder wusste ich, was der Abend noch gebracht hatte, noch wie ich auf mein Zimmer gelangt war.
Ein äußerst unangenehmer und starker Brechreiz, quälte mich aus dem Bett und zum Bad.
Ich wusch mein Gesicht und konnte, außer tiefschwarzen Augenringen, keine nennenswerten Veränderungen feststellen.
Als ich zum Bett zurückkehrte, sah ich was der Abend noch gebracht hatte, die rothaarige Jody lag halbnackt auf der Matratze und schlief ihren Rausch aus. Ich grinste.
Dann entschloss ich mich etwas zu essen und zog mich an.
Ich verließ das Zimmer und traf Eb an der Rezeption.
"Guten Morgen, Eb" meinte ich freundlich.
"Morgen Junge, hast dich doch mit Howard eingelassen, wie ich gesehen hab. Trotz meiner Warnung." meinte er leicht grimmig.
"Ach kommen sie schon Eb, so ein übler Kerl ist der gar nicht." grinste ich ihn an. Was gehen dich meine Beziehungen an Schweinchen, dachte ich.
"Na wirst schon sehen." grummelte er und ging in sein Hinterzimmer.

Ich besorgte von einem Händler vor der Tür etwas Brot, Käse und ein bisschen Wurst von meinem letztem Geld und war froh, Howard's Bekanntschaft gemacht zu haben.
Morgen schon, würde ich so einen Laden komplett leer kaufen können.
Mit einem zufriedenem Gefühl ging ich zurück zum Motel.
Ich vermied den Blickkontakt mit Eb, seine pessimistische Laune konnte ich gerade nicht gebrauchen, und ging in mein Zimmer.
Jody war inzwischen aufgewacht und ich reichte ihr das Frühstück. Sie lächelte und nahm einen kräftigen Bissen vom Käse und dem Brot.
Als wir gegessen hatten, meinte sie "Danke für gestern Abend."
Sie sah mir tief in die Augen und ich erfuhr was sie mit 'gestern Abend' meinte.

Den Rest des Tages verbrachte ich damit, etwas Wissenswertes über dieses Fabrikgelände heraus zu finden, aber außer Geschichten über Dämonen und Warnungen,
das ich mich davon fern halten sollte, erfuhr ich nichts.
Um nicht ganz unvorbereitet zu sein, entschloss ich mich doch noch Eb zu fragen.
Als ich ihm gegenüber das Fabrikgelände erwähnte und fragte was er darüber wüsste, wurde sein Gesicht leichenblass und er bekam einen starren Blick.
Das beruhigte mich nicht wirklich, brachte mich aber auch nicht von meinem Vorhaben ab, da ich ihn für einen abergläubischen Menschen hielt.
Eb erzählte mir, nach langem Zögern, dass vor dem Krieg dort einmal biotechnische Experimente gemacht und irgendwelche sonderbaren Maschinen produziert wurden.
Das Gelände bestünde aus eine großem Haupt- sowie vier Nebengebäuden und zwei Lagerhallen.
Es war umgeben von einem zwei Meter hohem Zaun mit Stacheldrahtverhau sowie Selbstschussanlagen nebst Minen.
Howard's "Geld-liegt-nur-so-rum"-These war also schon einmal widerlegt, was aber nicht hieß, dass mich das besonders abschreckte.
Es lag in einem Tal und war ringsum von Hügeln umgeben die vor dem Krieg stark bewaldet, nun aber von toten Bäumen übersät waren.
Ich bedankte mich bei ihm und schickte mich an zu gehen.
Als ich schon fast zur Tür hinaus war, rief Eb mir noch hinterher "Sei bloß vorsichtig Junge, mit dem was du vor hast! Da sind schon ganz andere auf der Strecke geblieben!"
Ich nickte und verließ das Motel.

Bio-Technik also, meine Stimmung wurde immer besser. Damit ließ sich viel Geld machen.
Ich ging in Richtung der östlichen Stadtviertel, Howard hatte mir den Weg zu sich beschrieben.
Nach zehn Minuten Fußweg und ein paar verwinkelten Gassen, erreichte ich das Haus in dem er wohnte.
Es sah von außen ganz passabel aus und machte auch im Foyer einen soliden Eindruck.
Ich begab mich zum Rezeptionstisch und fragte nach Howard.
Der schlaksige Hausangestellte sah mich etwas verdutzt an, griff dann aber zum Telefon.
"Er ist in fünf Minuten hier. Bitte, setzen sie sich doch."
Ich fragte mich wie sich so einer wie Howard, hier eine Wohnung leisten konnte, überlegte aber dass dies bestimmt nicht sein erster lukrativer Job sein konnte.
Ich lies mich auf eine alte Eckcouch fallen und der noch immer an meinem Parka haftende Staub wirbelte auf.
Nach ein paar Minuten kam Howard die Treppe herunter gestürmt und begrüßte mich überschwänglich.
Er trug ein schwarz-weiß gemustertes Hemd, eine helle Leinenhose und weiße Schuhe, alles in allem sah er aus als käme er aus der Vergangenheit und hätte sich verirrt.
Wir machten uns auf in Richtung Mark Anton's.

Im Verlauf des Abends besprachen wir, bei einigen Schnäpsen, unseren Trip und Howard erzählte mir das auf halbem Weg eine verfallene Stadt liege,
in der wir unsere Wasservorräte auffrischen und relativ geschützt Nächtigen könnten.
"Kuck mal was ich hier habe." Howard grinste und kramte etwas aus seiner Tasche hervor.
Es war eine Art Werkzeug, eine metallene Platte an die eine ausfahrbare Stange mit einem kleinen Lautsprecher befestigt war. Von der Platte verliefen Kabel zum Lautsprecher,
das ganze wirkte ziemlich zusammengeschustert, schien aber zu funktionieren.
"Ein Metalldetektor?" fragte ich verdutzt. "Wo hast du denn den her?"
"Hab ich mal von einem Freund geliehen der aber von seinem letztem Ausflug nicht wieder zurück kam."
Seine Augen blitzten kurz auf.
So richtig deuten konnte ich seine Regung nicht, es interessierte mich aber auch nicht sonderlich.
Wir besprachen noch ein paar Eventualitäten wie marodierende Banden, die öfter durch das Gebiet zogen sowie wilde Tiere.
Ich erwähnte meinen bescheidenen Munitionsvorrat und Howard meinte "Kein Problem, geh dann einfach zu Kris, sag ich schick dich und ich würde bezahlen."
Wäre das also auch geklärt, soweit so gut.

Ich verließ die Bar früher als er, um Kris noch zu erwischen bevor er seinen Laden schloss.
Sein Geschäft lag weiter im Osten der Stadt in einer kleinen Seitenstraße versteckt.
Kris selbst war, wie sein Laden, zurückhaltend dabei aber dezent fordernd, er wirkte als könnte er einem jeden Mist als absolute Topware andrehen.
Er begrüßte mich verhalten und grinste kurz als ich Howard erwähnte.
Ich füllte meine Vorräte auf und nahm noch zwei Granaten sowie eine Rauchgranate mit.
Als ich den Laden wieder verließ, wünschte er mir mit einem komischen Lächeln viel Glück.
So viel Freundlichkeit passte irgendwie nicht zu ihm.

Als ich wieder im Motel ankam, verwickelte mich Eb in ein Gespräch und ich erzählte ihm nach ein paar Minuten, dass ich am nächsten Morgen früh raus müsste und für einige Tage verreisen.
"Aber Junge, du wirst doch nicht wirklich dahin gehen, eh? Lass das lieber sein, hörst du?"
Ich lächelte ihn leicht besserwisserisch an "Keine Sorge Eb, ich kann schon auf mich aufpassen. Hat bis jetzt immer geklappt."
Ich stieg schnell die Treppen hinauf um nicht noch weiter aufgehalten zu werden.
Ich hatte noch viel vor, immerhin musste ich meine Ausrüstung noch kontrollieren, meine Vorräte verstauen und gedanklich noch einmal alles durch gehen.
Nachdem ich alles erledigt hatte, aß ich noch einen Bissen und legte mich in mein Bett.
Als wir am nächsten Morgen aufbrachen, konnte man in der Stadt schon reges Treiben beobachten.
Wir verließen sie durch das Osttor und machten uns zügigen Schrittes auf den Weg.

Nachdem wir den gesamten ersten Tag hindurch gelaufen waren, errichteten wir nur ein kleines Lager im Schutze einiger Felsen und
sprachen nicht viel da wir beide zu fertig vom Marsch wahren.
Ich war schon wieder viel zu lange nicht unterwegs, dachte ich mir noch während ich in den Schlaf dämmerte.
Howard weckte mich mit einem Grinsen sowie einem Kanten Brot in der einen und seinem Flachmann in der anderen Hand.
„Hier nimm nen kräftig'n Schluck, kann nicht schaden.“
Er drückte mir den Flachmann in die Hand und ich richtete mich auf um zu trinken.
Nachdem ich wieder absetzte sah ich das Howard schon alles soweit zusammen gepackt hatte und er nur noch auf mich wartete.
„Warum denn diese Hektik, hast nen Termin oder was?“ fragte ich ihn etwas gereizt.
Ich hasste es direkt nach dem Aufwachen in Stress verfallen zu müssen.
Howard sah mich schmunzelnd an
„Ich hab nur keine Lust hier den ganzen Tag rum zu sitzen und mich von Ameisen anpissen zu lassen.“
Er prustete los und ich sah an mir hinunter und entdeckte was er meinte.
„Scheiße! Wo kommen die Mistviecher denn her?“
Ich sprang auf und schlug mir die kleinen Insekten mit zappelten Bewegungen vom Körper.
Howard lachte noch lauter und schlug sich dabei mit der Hand auf den Oberschenkel.
„Halt bloß die Fresse!“ fuhr ich ihn an.

Nachdem ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte, brachen wir auf und durchschritten ein langes Tal an dessen Ende, laut Howard's Aussage, besagte Stadtruine lag.
Der Weg zog sich mehr als wir gedacht hatten und schließlich erreichten wir gegen Abend die Ruinen der alten Stadt.
Die Stadt an sich schien früher mal eine recht ansehnliche Kleinstadt gewesen zu sein, es gab eine Einkaufsmeile und eine Tankstelle sowie ein zusammen gestürztes Krankenhaus.
Zu unserem Bedauern, hatte sich bereits eine Gruppe Banditen in einem der verfallenen Gebäude des ehemaligen Einkaufzentrums häuslich eingerichtet.
Howard fasste den Plan dass ich sie mit einem frontalem Angriff ablenken sollte, während er sie flankierte und ihnen in den Rücken fiel.
Soweit gefiel mir der Plan, unter anderem auch deshalb weil er ein schnelles Ende für Sie bedeuten würde und wir einen Tag Marsch hinter uns hatten.
Howard begann sich um die Gruppe auf der Westseite herum zu schleichen.
Es waren sieben bewaffnete, grobschlächtige Männer die um ein Feuer vor einer alten Lagerhalle herum saßen und die Ausbeute ihres letzten Überfalls begutachteten.
Allesamt wirkten nicht sonderlich freundlich aber auch nicht unbedingt als die Hellsten.
Sie schienen zufrieden und wirkten als wäre dies nicht das erste Mal gewesen.
Ein weiterer, mit einer Maschinenpistole bewaffnet, stand etwas Abseits der Gruppe an einem alten Brunnen und hievte einen Eimer herauf.
Im Halbdunkel konnte man die Glut seiner Zigarette aufglimmen sehen. Ein gutes Ziel.

Ich machte Howard Nord-westlich meiner Position aus, wie er sich über die Schutthaufen schlich.
Er bezog Stellung auf dem Vordach eines alten Theaters oder etwas ähnlichem und signalisierte mir mit einem Handzeichen das er bereit sei.
Ich ging meinerseits in Position und wartete auf sein Zeichen als er, völlig unvermittelt die Deckung verließ und auf die Gruppe zu ging.
Mir entfuhr ein "Scheiße was macht der da?" und ich nahm meinen Karabiner in Anschlag.
Als Howard sich der Gruppe näherte, gingen die die am Feuer saßen auf ihn zu, ließen aber ihre Waffen an ihren Plätzen.
Das machte mich stutzig und ich hielt kurz inne, zielte aber danach auf den Kerl am Brunnen.
Im Augenwinkel sah ich wie einer aus der Gruppe die Hand hob, fast so als ob er Howard kennen würde doch dann...ein Blitz und er erstarrte in seiner Bewegung.
Die anderen blieben verdutzt stehen und sahen sich verwundert an.
Auch mein Ziel am Brunnen sah auf und bewegte seine Hand langsam zu seiner Waffe...mein Einsatz.
Ich visierte seinen Rücken auf der Höhe seines Herzen an, auf die Entfernung war das sicherer.
Als ich den Abzug betätigte, nahm ich das metallene klicken des selbigen war und der Schlagbolzen zündete die Treibladung meiner Patrone auf das sie ihr unheilvolles Werk vollbrachte.
Der Rückstoß ging durch meinen ganzen Körper als ich dazu ansetzte mir ein neues Ziel zu suchen.
Howard hatte mittlerweile einen weiteren der Gruppe niedergestreckt und der verbliebene Rest versuchte in Panik ihre Waffen zu erreichen.
Einer verschanzte sich mit seiner Pistole hinter einem Schutthaufen und nahm Howard ins Visier.
Meine Kugel traf ihn etwas unterhalb der Achsel und hinterließ ein klaffendes Loch während der reglose Körper mit dem Gesicht im Schutt liegen blieb.
Howard war derweil hinter einem alten Fahrzeug in Deckung gegangen.
Die verbliebenen vier Mann versuchten ihn einzukreisen, hatten mich aber noch nicht bemerkt.
Zwei von ihnen versuchten sich in der alten Lagerhalle zu verschanzen.
Ich zielte auf den Hinteren von ihnen und verfehlte ihn knapp. Die Kugel schlug neben ihm in die Hauswand und er fuhr zu mir herum.
Ich beförderte die nächste Kugel in den Lauf und visierte ihn erneut an. Als ich gerade abdrücken wollte, deckt mich sein Freund mit einem Kugelhagel ein und ich verriss.
Ich zielte nun auf den anderen der auf einem Schutthaufen stand, mein Visier legte sich über sein Gesicht, ich drückte ab und...nahm ein klicken war.
Fünf Schuss im Magazin und ich hatte alle schon verschossen.
Howard nahm derweil die Beiden anderen unter schweren Beschuss und erwischte einen von ihnen an der Schulter.
Während sein Freund versuchte die Blutung zu stoppen, preschte Howard aus seiner Deckung hervor und rannte zu ihrer Deckung.
Der noch Unversehrte bemerkte Howard und hob seine Waffe aber es war schon zu spät.
Howard schlug mit seinem Gewehr die Waffe seines Gegenüber bei Seite und schoss ihm darauf hin mit seiner Pistole in den Bauch.
Während dessen hatte ich meinen Karabiner nachgeladen und einen der Beiden mit einem Schuss in den Fuß außer Gefecht gesetzt.
Howard schlich sich von Hinten an den anderen heran und rammte ihm sein Messer zwischen die Rippen.

Als der Kampf vorüber war, stand ich aus meiner Deckung auf und begab mich zu Howard, der schon grinsend an der Feuerstelle auf mich wartete.
"Was sollte das denn gerade?" fragte ich leicht gereizt. "Kanntest du die etwa?"
"Nein, ich hab gemeint ich wär'n Reisender der etwas Wärme nötig hätte."
"Dafür war'n die aber ziemlich freundlich und unvorsichtig dir gegenüber."
Er winkte ab.
"Ist doch egal, Hauptsache ist doch das es funktioniert hat." und setzte sich an's Feuer.
Wir packten unser Abendessen aus, das aus Bohnen mit Speck und Zwiebeln bestand.
Howard hatte sich bei der Proviant Besorgung echt Mühe gemacht, das musste ich ihm lassen.
Als wir gegessen hatten, fingen wir an die Leichen nach brauchbarem zu durchsuchen.
Ich wollte mir gerade den Typen vornehmen der ihn so herzlichst begrüßt hatte, als Howard meinte "Na lass mal, den nehm ich mir."
Er kramte in den Taschen des Toten und während ich zurück zum Feuer ging, konnte ich aus den Augenwinkeln erkennen das er einen Zettel in seine Tasche wandern ließ.
"Und, was gefunden?" rief ich fragend zurück.
"Ein bisschen Munition und Geld, aber nicht viel." lies Howard mich wissen.
Das war der erste Moment in dem der Zweifel Howard gegenüber langsam begann zu keimen.

Am nächsten Morgen packten wir noch vor Sonnenaufgang unseren Kram zusammen und brachen in Richtung Osten auf.
Als wir los gingen sah ich auf dem Dach der Tankstelle einen Schatten huschen und riss mein Gewehr hoch.
„Scheiße, was war das?“
Howard sah mich verwundert an.
„Was denn?“
„Na da auf dem Dach. Da war gerade irgendetwas.“
Er nahm sein Fernglas und suchte das Dach ab.
„Hm, vielleicht irgendein Tier oder so. Lass uns weiter gehen bevor die Sonne so hoch steht.“ meinte er und lief los.
„Das sah aber nicht aus wie ein Tier.“
Ich lies meinen Karabiner sinken und setzte mich in Bewegung.
Beim verlassen der Stadt sah ich mich noch einmal um, konnte aber nichts entdecken was mich hätte glauben lassen das uns jemand oder etwas folgt.
Ich schulterte mein Gewehr und stellte mich darauf ein den ganzen Tag nichts als Einöde um mich herum zu sehen.

Nach zwei Stunden erreichten wir das weitläufige Waldgebiet aus verbrannten Bäumen, in dem sich die Militäranlage laut Karte befand.
Außer ein paar Geiern, die uns allerdings schon die ganze Zeit folgten und über uns kreisten,
trafen wir weder auf irgendjemanden noch sahen wir irgendwelche Anzeichen für Tiere in den alten verbrannten Wäldern durch die wir kamen.
Es wuchsen zwar überall kleine Pflanzen und sogar Sträucher aber außer einigen Insekten gab es weit und breit nichts.
Ab und an entdeckten wir einige Kadaver und verrottete Skelette von kleinen und großen Tieren von denen einige der noch einigermaßen erhaltenen Spuren von starken Verbrennungen aufwiesen.
Weder Howard noch ich konnten uns das richtig erklären aber wir vermuteten bei der Ursache dieser Verbrennungen auch den Grund das wir seit,
wir den alten Wald betreten hatten, keine Anzeichen für größeres Leben gefunden hatten.
Nach eine halben Stunde bemerkte ich beim abschätzen der Wetterlage, das nun auch die Geier verschwunden waren.
„Komisch, sowas hab ich noch nie erlebt.“ meinte ich zu Howard der unbeirrt weiter lief.
„Liegt vielleicht an der Strahlung?“ sagte er nur beiläufig.
Ich packte im laufen mein Geigerzählrohr aus und schaltete es ein.
Das beruhigend langsame knacken des Lautsprechers verriet uns, dass die Strahlung im Gegenteil beeindruckend niedrig war.
Zu unserem Erstaunen lag sie sogar deutlich unter der durchschnittlichen Strahlendosis die man in Neuheim so abbekam, daran konnte es also nicht liegen.
„Hm, wer weiß. Los, wir müssen weiter, immerhin haben wir noch ein gutes Stück Weg vor uns.“ meinte Howard und zuckte dabei mit den Schultern.
Ich verstaute das Zählrohr wieder in meinem Rucksack und wir gingen weiter.

Wir stießen auf die Überreste eines alten Drahtzauns aus dem die erste Sicherheitslinie der Militäranlage bestanden haben musste.
Nach einer Weile bemerkte Howard etwas in der Entfernung und blieb abrupt stehen, hockte sich hin und signalisierte mir das gleiche zu tun.
Wir griffen beide zu unseren Waffen und Howard zeigte auf eine Lichtreflexion in ungefähr einem Kilometer Entfernung.
Er holte sein Fernglas heraus und fixierte den Punkt.
„Das hab ich mir gedacht.“ meinte er mit wenig überraschtem Ton in der Stimme.
„Was? Was hast du dir gedacht?“
„Sieh selbst.“ er reichte mir das Fernglas und ich suchte den Lichtpunkt.
In meinem Blickfeld zeichneten sich die Konturen eines Sicherheitsroboters ab.
Ich konnte militärische Kennzeichnung und Farbgebung entdecken, außerdem schien er dem entsprechen bewaffnet zu sein.
„Scheiße!“ entfuhr es mir.
Jetzt war mir klar warum es hier nichts lebendes gab das größer als ein verdammter Käfer war und warum die Kadaver so starke Brandspuren aufwiesen.
Ich bemerkte weiter südlich noch eine Lichtreflexion und suchte mit dem Fernglas danach.
„Da ist noch einer, ein Stück weiter im Süden.“ meinte ich zu Howard und gab ihm das Fernglas.
„Wie sollen wir denn an denen vorbei kommen?“
„Howard grinste „Ist doch alles vorbereitet.“ und packte aus seinem Rucksack ein paar Metallstreben und Gelenke sowie einen Gummizug aus.
„Was ist das denn bitte?“
„Ein Katapult!“ sagte er mit freudig erregter Stimme.
„Und was willst du damit? Sollen wir die mit Steinen beschießen oder was?“
Er steckte die Streben und Gelenke zusammen und befestigte den Gummizug daran.
Danach griff er noch einmal in seinen Rucksack und holte ein kleines Holzmodell mit Flügeln hervor.
„So, hier kommt jetzt noch der Elektromotor mit Propeller dran.“ er sah mich an wie ein Kind das gerade seine Geburtstagsgeschenke auspackt.
„Siehst du das kleine Ding hier?“ fragte er mich.
„Das ist der Störsender den mir ein guter Freund gebastelt hat. Sendet einen kontinuierlichen Impuls aus und lenkt jegliche Aufmerksamkeit von Sensoren auf sich.
Unsere Freunde werden denken dass sich vor ihnen ein ganzer Schwarm von Lebewesen bewegt.“
Ich glaubte ihm kein Wort.
„Und das soll funktionieren? Die machen doch Konfetti aus deinem Spielzeug.“
Er winkte ab und wandte sich den Startvorbereitungen zu.
Ich sondierte mit dem Fernglas weiter die beiden Roboter.
„So, hier noch die Anschlüsse verbinden. Das kommt da rein...das hier, halt. Hier hin. Ja so passt das.“
„Bist du bald fertig?“ fragte ich ungeduldig „Hab keine Lust von den Dingern einsargen zu lassen.“
„Ja ja, nur noch kurz das hier...“
Während dessen entdeckte ich noch einen Sicherheitsroboter ein Stück nördlich des ersten.
„Fuck, jetzt sind das schon drei, sieh zu dass du fertig wirst Howard!“
„Bin ich schon.“
Ich senkte das Fernglas und sah mich zu ihm um.
„Na dann leg los bevor die uns noch bemerken.“
„Also. Danke dass sie mit Ruck-Zuck Airlines fliegen, wir bieten ihnen eine einzigartige Aussicht, extravagante Verpflegung und hochklassigen Service durch unsere Stewardessen...“
Howard lachte kurz und schoss das Modell in Richtung des Norden.
„Was war dass denn bitte?“
„Hm? Habe ich mal in irgendeinem alten Prospekt gelesen.“
„Ah ja. Idiot.“
Der kleine Elektromotor legte sofort los.
Das kleine Flugzeug stieg relativ schnell höher und hatte sich nach kurzer Zeit schon soweit entfernt das wir es nur noch mit dem Fernglas ausmachen konnten.
Mittlerweile hatten auch die Sicherheitsroboter Howard's kleines Spielzeug bemerkt und setzten sich, sehr zu meinem Erstaunen, in Bewegung.
Nach zehn Minuten waren alle drei aus unserer Sichtweite verschwunden und nicht mehr auszumachen.
Howard hatte inzwischen sein Katapult wieder auseinander gebaut und erhob sich.
„Also los, der Motor hält nur eine halbe Stunde, spätestens dann dürften sie es erwischt haben.“
Ich stand auf, schob mein Gewehr wieder auf den Rücken und wir machten uns wieder auf den Weg.

Kurz nachdem wir wieder aufgebrochen wahren, wurde das Wetter zusehends schlechter.
Dicke graue Wolken schoben sich über den Horizont in unsere Richtung und der starke Wind ließ auf ein Gewitter schließen.
Nach einer halben Stunde stießen wir nach einem kleinen Hügel auf die alte Zufahrtsstraße zur Militäranlage und
einen alten Posten in dem früher die Wachen die Zufahrt abgesichert haben mussten.
Er bestand aus einem kleinem Wachturm mit anschließender Schranke und einem halb verfallenem Wachhäuschen an dem so gut wie nichts mehr in brauchbarem Zustand war.
Außerdem gab es da noch eine alte Doppelgarage hinter dem Häuschen der aber fast das gesamte Dach fehlte und in dem nur noch ein alter Spähpanzer stand.
Es hatte eine Fenster und das Dach war zur Hälfte eingestürzt.
Wir gingen zur Tür und Howard brach sie auf.
Als wir eintraten, stellten wir fest dass der Wachraum vom herabstürzenden Dach völlig zerstört war,
in der Stube in der früher die Wachposten schliefen klaffte nun ein großes Loch in der Decke durch das der einsetzende Regen eindrang,
darunter bildete wohl schon seit langem eine dicke Schicht Moos und Pilze, hier konnten wir also nicht bleiben.
Beim weiteren durchsuchen stellten wir fest dass das Häuschen auch keinen Keller besaß der uns hätte als Unterschlupf dienen können.
Howard packte schon seinen Regenponcho aus und ich nahm mir noch eine kleine Kammer vor um vielleicht noch etwas brauchbares zu finden.
In der Kammer befand sich ein Regal und ein kleiner Hängeschrank und ansonsten nur ein kleines Fenster durch das man die Garage sehen konnte.
In dem Regal befand sich nichts brauchbares und als ich versuchte den Schrank zu öffnen, bemerkte ich dass er verschlossen war.
Ich nahm mein Messer und brach die von der jahrelangen Witterung modrig gewordene Tür auf.
Dahinter befanden sich ein paar Streichhölzer und einige Haken wo an einem ein Schlüssel hing.
Über dem Schlüssel befand sich ein kleines Schild mit der Aufschrift „PzWg“.
„Du Howard, könnte das der Schlüssel für den Panzerwagen in der Garage sein?“ fragte ich in einem selbstverliebten Ton.
„Verdammt noch mal!“ Howard's Blick hellte sich sofort auf und wir gingen zur Garage.
Der Schlüssel passte auf Anhieb und wir begaben uns in das innere des weitaus sichereren Wagens.
Wir ließen eine der Luken einen Spalt offen um mit unserem Kocher unser Abendessen zuzubereiten und
machten es uns in dem was von den Sitzen noch übrig war, mit unseren Schlafsäcken gemütlich.
Zwar zogen hier des Nachts wahrscheinlich keine wilden Hunde oder Wölfe durch die Gegend aber unbedingt sicher wahren wir mit den Sicherheitsrobotern in unserem Rücken nicht,
da war es schon praktisch einen so guten Unterschlupf gefunden zu haben.

Als ich am nächsten Morgen erwachte, war Howard schon eine Weile auf den Beinen und hatte bereits die umliegenden Gebäude nach allerlei brauchbarem durchsucht.
Er verstaute das, was er gefunden hatte, in unseren beiden Rucksäcken und begrüßte mich mit einem:
„Na du Penner? Neben dir könnte man ein Haus abreißen und du würdest es nicht merken.“
Ich grummelte nur etwas vor mich hin, da ich nicht sonderlich gut geschlafen hatte.
Irgendetwas gefiel mir an der Gegend nicht und bereitete mir Unbehagen.
Ich packte meinen Schlafsack ein, setzte mich zu Howard und wir aßen etwas Dörrfleisch mit Brot zum Frühstück.
Danach stiegen wir aus unserem Nachtlager und machten uns auf, weiter in Richtung Osten und zu unseren Ziel.
Wir hatten ungefähr noch zwei oder drei Stunden Weg vor uns, solange nicht wieder irgendetwas dazwischen kam.

Nach circa zwei Stunden Weg durch abgestorbene Bäume und dichtes Gestrüpp, trafen wir auf die Absperrungen zum Gelände,
einen großen Zaun mit Stacheldraht der seine besten Zeiten lange hinter sich hatte.
Wir stiegen durch eines der Zahlreichen Löcher im Zaun und erreichten das Tal in dem sich die alte Militäranlage befand.
Wir erklommen einen Hügel südlich der Anlage um einen Überblick zu bekommen und Howard ging, mit der Euphorie eines Schatzsuchers voran.
Nachdem wir uns durch tote Sträucher und Bäume gekämpft hatten, breitete sich das Gelände der Militärbasis zu unseren Füßen aus und ich war über die Ausmaße mehr als überrascht.
„Sieh es dir an, ich kann die Schätzchen schon riechen.“ stieß Howard mit zitternder Stimmer hervor und schlug mir mit einem freundlichem Klaps auf die Schulter.
Wir nahmen unsere Ferngläser zur Hand und verschafften uns einen Überblick über das Gelände.

Rings um den Zaun konnte man vereinzelte Trichter von Explosionen erkennen die Tiere oder unvorsichtige Sammler verursacht haben mussten.
Das würde uns zum Glück dank Howard's Metalldetektor erspart bleiben.
Im Westen befand sich das schon etwas verfallene Haupttor an das auch die einzige Straße im Tal anschloss.
Links und Rechts vom Tor befanden sich zwei alte, verwitterte Wachtürme von denen einer schon halb verfallen war.
Ich suchte die Umgebung des Tores mit dem Fernglas nach den besagten Selbstschussanlagen und den automatischen Geschützen ab, konnte aber nichts entdecken.
„Das wird ja einfacher als gedacht, ich kann da unten nichts sehen was uns wirklich gefährlich werden könnte.“ meinte ich überschwänglich zu Howard dessen Euphorie mich nun ansteckte.
„Abwarten...da, am linken Turm...kannste das seh'n?“
Howard lenkte meinen Blick auf ein metallenes Blitzen am Sockel des Turms.
„Fuck, also doch Automatikgeschütze...ich hasse die Dinger.“
An der gesamten Abzäunung konnten wir in regelmäßigen Abständen Geschütze entdecken von denen einige nicht mehr zu funktionieren schienen,
die meisten aber noch immer intakt waren.
Howard entdeckte weitere Geschütze auf den Dach des Hauptgebäudes sowie weitere auf einigen der Nebengebäude die alle durch selbstreinigende Solaranlagen auf den Dächern versorgt wurden.
„Soweit ich weiß haben diese Dinger Infrarotkameras und Bewegungsmelder. Wird echt schwierig da rein zu kommen.“
„Hast du denn schon einen Plan dafür?“ blickte ich ihn fragend an.
Howard grinste und holte aus seiner Jackentasche einen alten Lageplan des Geländes den er vor uns auf dem Boden ausbreitete.
„Wo hast du den denn her?“ fragte ich irritiert,
„Oh, den hab ich ganz günstig einem Sammler abgenommen dessen Vorfahr ihm den hinterlassen hat der wohl vor dem großen Knall in der Anlage gearbeitet hatte.
Der Sammler selbst wusste aber nicht wo sie sich befindet und dachte deshalb die Karte sei nichts groß wert.
Na ja, ich allerdings hab das Potenzial erkannt und mal meine Fühle ausgestreckt....und jetzt stehen wir hier.“
Er sah mich lachend an und ich erkannte wieder einmal sein Talent Menschen zu beeinflussen und
das er mir die ganze Zeit nicht einmal einen Bruchteil von dem gesagt hatte was er wusste.
„Also dann, pass auf!“ er lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf den Plan und deutete mit dem Finger auf eine kleine dunkle Linie im Osten der Anlage.
„Das hier sind die Abwasserkanäle, der Einstieg befindet sich hier, ungefähr 500 Meter vom Zaun entfernt und ist noch einmal extra gesichert.“
„Und wie willst du da hinein kommen?“
„Die Verteidigungsanlagen des Einstiegs haben keine autonome Stromversorgung sondern laufen laut Plan über den Stromkreislauf der Anlage mit.
So, ich weiß aus sicherer Quelle dass die Leitungen schon vor Jahren irgendwie zerstört worden und die Verteidigungsgeschütze nicht in Betrieb sind.“
„Woher weißt du denn das so sicher?“
„Sagen wir mal so, wir sind nicht die ersten die versuchen hier hinein zu kommen.“
Wunderbare Aussichten also.
Howard fuhr mit seiner Erklärung fort.
„Das Problem dabei ist, dass sich in der Kanalisation mittlerweile einiges an Viehzeug eingenistet hat, wir also mit ziemlicher Sicherheit da nicht so einfach durchlaufen können.“
„Na ja, von nichts kommt halt nichts.“
Er sah mich komisch an.
„Was'n das für'n blöder Spruch?“
„Hat mein Alter immer gemeint. Ergibt doch irgendwie Sinn oder nicht?“

....

Und natürlich wie immer:
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« Letzte Änderung: 11. Februar 2012, 20:34:52 Uhr von Apfelsator »
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"Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen." - RAW

"Glenn, begrab den Skanlenn Jungen und bring das Schwein in den Stall. Gibt'n leckeres Abendessen. Und fang mit Chuck noch'n Deadhead ein, aber nicht wieder so'n Dummbeutel wie die in der Scheune."
"Das sind alles Dummbeutel. Der Mensch stirbt und wird blöde."
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Re: Howard the Coward
« Antwort #1 am: 29. Oktober 2010, 12:56:17 Uhr »
Hat mir gefallen. Gut geschrieben und ein zumindest für mich unerwartetes Ende. Am meisten mochte ich das Ego des Protagonisten. Nicht der typische Held ala Aller-Welt-Freund, aber auch kein wirklicher Antiheld oder einer, dem man beim Lesen die Seuche an den Hals wünscht. Die Geschichte ist verglichen zu anderen hier schon etwas länger, trotzdem kam es mir so vor, als wäre der Anfang - als rückblickend eigentlich eher weniger relevante Teil der Geschichte - detailierter und ausufernder geschrieben, als der Part in der Stadt und die Reise Richtung Fabrik. Vielleicht hattest du Angst, du uferst zu sehr aus und hast dich daher hinten heraus etwas straffer gehalten? ;)

Eine schöne Geschichte. Daumen hoch. #thumbsup

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Re: Howard the Coward
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2010, 15:40:38 Uhr »
Hat mir gefallen. Gut geschrieben und ein zumindest für mich unerwartetes Ende. Am meisten mochte ich das Ego des Protagonisten. Nicht der typische Held ala Aller-Welt-Freund, aber auch kein wirklicher Antiheld oder einer, dem man beim Lesen die Seuche an den Hals wünscht. Die Geschichte ist verglichen zu anderen hier schon etwas länger, trotzdem kam es mir so vor, als wäre der Anfang - als rückblickend eigentlich eher weniger relevante Teil der Geschichte - detailierter und ausufernder geschrieben, als der Part in der Stadt und die Reise Richtung Fabrik. Vielleicht hattest du Angst, du uferst zu sehr aus und hast dich daher hinten heraus etwas straffer gehalten? ;)

Eine schöne Geschichte. Daumen hoch. #thumbsup


Danke  ;D
Dazu muss ich aber sagen dass sie noch gar nicht fertig ist, es erschliesst sich ja noch nicht der Titel der Geschichte, ich komm aber gerade mit dem Schreiben nicht weiter.
Bei dem Protagonisten dachte ich mir eben wie ich mich wahrscheinlich verhalten würde in so einer Welt, bin zwar jetzt nicht so aber ich lebe ja auch nicht in solch einer Schwierigen Welt.
Da hast du Recht, ich hab zum Ende hin so ein bisschen gedacht "wenn ich mich jetzt in Details verliere, zieht sich das ewig".  ::)
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Offline Apfelsator

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Re: Howard the Coward
« Antwort #3 am: 11. Februar 2012, 20:35:56 Uhr »
So, ich weiße mal darauf hin dass ich die Geschichte noch mal zu 70 Prozent überarbeitet habe und noch einmal weitergeschrieben habe.
Sind jetzt insgesamt 10 Seiten bei Schriftgröße 12 und Times New Roman.
(K)
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