Autor Thema: Ein Auftrag wie jeder andere  (Gelesen 1530 mal)

Offline Apfelsator

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Ein Auftrag wie jeder andere
« am: 10. Mai 2009, 03:27:12 Uhr »
Er bewegte langsam und vorsichtig den Verschlusshebel der schweren Eisentür. Die Riegel fuhren aus ihrer Verankerung, er gab Joshua ein Zeichen und zog die Tür langsam auf. Josh richtete den Lauf seiner Kampfflinte auf den Eingang und schaltete seine, am Lauf angebrachte Taschenlampe ein. Als die Tür den Blick in den nächsten Raum freigab, huschte der Lichtkegel von Josh über mehrere mehr oder weniger gut erhaltene menschliche Körper, oder dem was davon noch übrig war.
Hätten sie ihre Gasmasken nicht getragen, würden sie auch sogleich den beissenden, fauligen Geruch von verwesenden Körper durch ihre Nasen wahrnehmen. Als er die Stahltür gänzlich geöffnet hatte nahm auch er sein Sturmgewehr in Anschlag und schaltete seine Lampe ein. Als sie den Raum betraten und sich den Körpern näherten, fielen ihnen sogleich die unzähligen kleineren und größeren Verletzungen auf.
"Soviel zur Rettung." meinte Josh zynisch, "Verdammt, mal wieder alles umsonst." und lies seinen Blick über die Leichen schweifen. Einige wahren wie von mehreren Messerstichen durchbohrt, anderen fehlten ganze Gliedmaßen und wieder andere schienen scheinbar zu schlafen. "Was zur Hölle ist hier passiert?", Josh zitterte am ganzen Körper. Ihm ging es allerdings nicht besser, es sah aus wie in einem verdammten Schlachthaus. "Na ja, die Extraprämie können wir wohl erstmal in den Wind schiessen, was Josh?" er musste trotzdem lachen. "Halt`s Maul, das ist nicht witzig! Und ich hab gedacht ich könnte es mir endlich mal eine Weile gut gehen lassen und die Dienste in Hermanns edlem Etablissement in Anspruch nehmen. Ach Scheisse.".

Sie durchsuchten die Umherliegenden nach Allerlei nützlichem, fanden aber, ausser ein paar Aufzeichnungen und etwas Munition und Waffen, nicht viel. "Eh, Bob, komm mal her!" Josh stand über eine riesige Blutspur gebeugt die in die unteren Ebenen führte. "Müssen ja fette Ratten gewesen sein.". Vorsichtshalber kontrollierte er noch mal ob er die Splittergranate auch wirklich mitgenommen hatte. Josh hatte seine große Axt am Gürtel seiner alten Militärrüstung befestigt und versichterte sich, dass sie griffbereit war.
"So, dann gehen wir mal auf die Suche nach diesem öminösen Koffer.", selbst durch seine Gasmaske konnte er Josh`s Grinsen und die freudige Erwartung in seinen Augen erkennen. "Solange du dabei auf deine kosten kommst." Robert nahm sein Gewehr in Anschlag und leuchtete die Treppe vor ihnen aus als er einen leichten Stoß an der Schulter spürte. Joshua konnte es wie immer nicht abwarten "Komm schon du lahmes Stück, ich hatte nicht vor hier zu übernachten!".
Der gesamte Gang war mit Blutspuren und leeren Patronenhülsen übersäht und als Sie die nächste Ebene erreichtent bemerkte Robert an der Wand ein paar sehr üngewöhnliche Kratzspuren. Sie betraten den nächsten Raum in dem ein fahles Licht die Konturen verwischen lies. Sie atmeten schwer unter ihren Masken und die eingeschränkte Sicht machte es nicht einfacher die Gefahr abzuschätzen. Josh bemerkte an der Tür links von ihnen tiefe Kratzer und Beulen und gab Robert ein Zeichen. Sie gingen darauf zu, die Umgebung so weit wie möglich im Auge um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen. Als sie die Tür öffneten fanden sie den Durchgang völlig verbarrikadiert vor. Josh spähte durch eine Öffnung in der Barrikade und sties einen freudigen Ton aus.
"Da ist ja unser Schätzchen! Schön, schön, wäre das schon mal geschafft." "Dann hör auf zu quatschen und hol ihn da raus. Mich interessiert immer noch was die armen Kerle so zugerichtet hat." Robert gefiel das ganze gar nicht, sie waren bis jetzt auf nichts gestoßen, nicht mal ein paar mutierte Kakerlaken hatte dieses Loch vorzuweisen, irgendwas stimmte hier nicht.
"Jetzt mach dich hier mal nicht nass, du wirst sehen, wir kommen sogar noch pünktlich in Karl`s Kantine."
"Ja, ich schreib dann auf deinen Grabstein Joshua Norton - starb an seiner Überheblichkeit"
Im Augenwinkel bemerkte er wie Josh eine kleine Sprengladung anbrachte um ihnen den Zugang zu erleichtern.
"Bist du bald fertig?"
"Klappe zu! Du weist doch, Gut Ding will Weile haben."
Robert versuchte in diesem dämmrigen Licht in den Raum hinein zu spähen, konnte aber nicht einmal das andere Ende erkennen. Er lies den Lichtkegel seiner Lampe über die Wände fahren und verharrte auf einem großem Gebilde aus Stahl.
"Was ist das denn?"
"Was ist los? Hast du einen Spiegel entdeckt oder was?"
"Unheimlich witzig Josh, wirklich. Hier steht irgendwas von einer Forschungsanstalt, Sektion D, Ebene 3."
Robert sah sich dieses Gebilde aus Stahl etwas genauer an und als er näher trat ergaben sich die Umrisse eines Panzers.
"Hey, hier steht `nen Panzer." "Na das ist vermutlich der Grund warum wir den Koffer holen sollen, wer weis was die da für Unterlagen reingepackt haben aber anscheinend war es Wert dafür zu sterben."
Joshua hatte mittlerweile die Ladung angebracht und hielt den Zünder in der Hand. "So, bereit für ein kleines Feuerwerk?"
"Wenn du das Ding wegsprengst waren wir umsonst hier."
"Ach keine Sorge, ich versteh doch mein Handwerk!"
"Das hab ich das letzte Mal gemerkt du Profi."
"Ach das war doch nur ein kleines Versehen"
"Dein kleines Versehen hat mich fast meinen Ruhestand gekostet. Jetzt mach."
Josh zündete die Ladung, die dann mit einem großem Knall die Barrikade aus Schränken, Stühlen, Tischen und anderen Gerätschaften geradzu pulverisierte, er hatte mal wieder übertrieben.
"Du solltest vielleicht doch eher Gebäude abbreissen oder sowas. Spätestens jetzt weis jede noch so kleine Wanze das wir hier sind."

Joshua ging als erster in den kleinen Raum und brachte sogleich den Koffer an sich. "Endlich sehen wir uns." Robert bemerkte, als er den Raum betrat, zwei Leichen oder besser das was davon noch übrig war. Doch ungewöhnlicher war ein ungefähr 2 meter großes Loch in der Wand zu seiner linken welches ihm großes Unbehagen bereitete. "Ok, wir haben das Ding, lass uns endlich gehen." "Was denn? Wirst du im Alter etwa paranoid?" Josh konnte sich das lachen nicht verkneifen. "Wirklich witzig, ich will bloß dem aus dem Weg gehen was diese Kameraden hier so zugerichtet hat also pack deinen Kram zusammen." Josh schnappte sich den Koffer und ging als erster zur Tür hinaus. "Geht klar Boss!" sagte er noch mit einem Lachen. Als durch er die Tür trat erfasste ihn eine riesige Pranke und unter einem Markerschütternden Schrei beförderte sie in durch den halben Raum. Robert nahm sofort sein Gewehr in Anschlag und hielt nach dem Angreifer ausschau. "Bist du ok Josh?" dieser antworte nur mit einem leisem Grummel und dem durchladen seiner Kampfflinte. Sie nickten sich zu und gingen langsam auf die Türöffnung zu, als Robert, selbst durch seinen Helm, einen starken Schlag von hinten auf seinen Kopf spürte und ihm schwarz vor Augen wurde. Im umfallen hörte er Josh noch seinen Namen rufen und eine Ladung aus seiner Waffe abfeuern.....



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« Letzte Änderung: 11. Januar 2010, 02:57:07 Uhr von Apfelsator »
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"Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen." - RAW

"Glenn, begrab den Skanlenn Jungen und bring das Schwein in den Stall. Gibt'n leckeres Abendessen. Und fang mit Chuck noch'n Deadhead ein, aber nicht wieder so'n Dummbeutel wie die in der Scheune."
"Das sind alles Dummbeutel. Der Mensch stirbt und wird blöde."
George A. Romero "Survival of the Dead"

Offline Apfelsator

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Re: Ein Auftrag wie jeder andere
« Antwort #1 am: 12. Mai 2009, 23:47:52 Uhr »
ach ja, meinungen sind natürlich äusserst erwünscht. das es maximal gerade so durchschnittlich ist, ist mir klar aber na ja.  ::)
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Offline randy

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Re: Ein Auftrag wie jeder andere
« Antwort #2 am: 13. Mai 2009, 00:25:25 Uhr »
Jo gefällt mir, auch wenn ich bei dem Wort "Kampfflinte" unweigerlich an Fallout 3 denken muss, und das is bäääh  #lachen#

Aber nö, coole Geschichte, etwas vorhersehbarer Verlauf, aber immerhin hab ich gespannt, auf den Zeitpunkt gewartet an dem, das zu Erwartende geschehen würde. Mir gefallen vor allem die Dialoge der beiden Charaktere. Echt lustig geschrieben, und auch sprachlich kann ich nix aussetzen. Natürlich bei den blutigen Sachen etwas bildlich gesprochen, aber ich glaube das würden wir alle, als Laien  ;D und die Endzeit hab ich auch noch nicht so sehr rausgelesen. Aber to be continued nich ;)

Kann eigentlich nur eins sagen...MOAR:D
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Zitat von: /b/ - randy
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Offline Apfelsator

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Re: Ein Auftrag wie jeder andere
« Antwort #3 am: 13. Mai 2009, 00:40:53 Uhr »
na ja, dazu muss ich sagen das der begriff kampfflinte einfach eine automatische schrotflinte oder eine repetierflinte beschreibt und ich jetzt hier keine fachlichen bezeichnungen einführen wollte....zuerst spielte ich mit dem gedanken diese besagte flinte genauer zu definieren, soll heissen die waffe zu benennen (ich hab mir eine DAO-12 vorgestell http://de.wikipedia.org/wiki/DAO-12 relativ robust und schon etwas älter).  und fallout 3 finde ich eingentlich ganz gut, auch wenn es zu den anderen teilen der serie nicht passt(was wohl am anderen entwicklerteam liegt)  :P

also als grundlage der dialoge, muss ich zugeben, dienten eigentlich mehr oder weniger gespräche in meinem umfeld, genauer gesagt von mir mit einigen freunden  ::)
ja stimmt, vorhersehbar ist die story allerdings leider wirklich, den letzten teil hab ich allerdings auch zu späterer stunde(sieht man ja an der eintragszeit) geschrieben....unter dem leichten einfluss alkoholischer getränke aber na ja.  :s000: (geil, ein ugly-smiley  :D)
und die "blutigen sachen" wollte ich jetzt (eigentlich) nicht weiter ausführen und habe sie halt nur im groben beschrieben was allerdings etwas plump daher kommt aber ist ja jedem selber überlassen was er sich dann darunter vorstellt.   ;)
eben, sobald ich wieder einen literrarischen erguss haben sollte und es die zeit zulässt....

die firma dankt, zumal ich es selbst, wie schon erwähnt nicht so berauschend finde, hab ich hier schon einiges gelesen was mir sehr viel besser gefallen hat :)
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