Autor Thema: Frederik Pohl: Die Gateway Trilogie  (Gelesen 1831 mal)

Offline Balthasar

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Frederik Pohl: Die Gateway Trilogie
« am: 25. April 2015, 00:58:25 Uhr »
Die Gateway Trilogie



Da ich grad etwas faul bin kopier ich mal den Beschreibungstext der Story vom Wiki:


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Auf dem zufällig entdeckten Asteroiden „Gateway“ nahe der Sonne werden zahllose außerirdische Raumschiffe einer unbekannten verschollenen - Hitschi genannten – Rasse gefunden. Niemand weiß, wie diese Raumschiffe funktionieren, und wohin ihr Kurs führt, aber sie werden von wagemutigen Piloten, sogenannte Prospektoren, zu ihrem unbekannten Zielen geflogen, um dort nach weiterer Hitschi-Technologie zu suchen oder wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. Obwohl die Verlustrate extrem hoch ist, verstehen die Menschen die Hitschi-Schiffe als Chance, dem Elend auf der von Ressourcen ausgeplünderten und stets am Rande eines internationalen Konflikts stehenden Erde zu entkommen. Wer eine Expedition überlebt und Artefakte der Hitschi findet oder wichtige wissenschaftliche Entdeckungen macht, bekommt hierfür Prämien zugewiesen. Die Prämien für wichtige Funde reichen aus, um medizinischen Vollschutz zu erwerben und sein restliches Leben in Wohlstand zu verbringen.

Die Hauptperson Robinette Broadhead ist unter ärmlichen Verhältnissen in den Nahrungsgruben von Wyoming aufgewachsen. Als er überraschend 250.000$ in der Lotterie gewinnt, beschließt er hierfür ein Ticket nach Gateway zu kaufen und sein Glück als Prospektor zu versuchen. Nachdem er auf dem Asteroiden angekommen ist, zögert er jedoch und hält sich zunächst mit Hilfsarbeiten über Wasser. Auf Gateway lernt er die Prospektorin Gelle-Klara Moynhin kennen, mit der er eine Affäre beginnt. Sie hat bereits drei Flüge hinter sich, die erhaltenen Prämien reichen aber noch nicht, um sich zur Ruhe zu setzen. Ebenso wie Broadhead schreckt sie vor einem erneuten Flug zurück. Nach mehreren Monaten ringen sich die beiden schließlich durch und unternehmen zusammen mit drei Anderen einen Flug, der allerdings keine besonderen Prämien erbringt. Sein zweiter Flug ist eher eine Reaktion auf einen Streit, den er mit Klara hat. Als er erfährt, das sie Gateway verlassen hat, nimmt er den ersten 1-Personen-Flug, den er findet, um sich über seine Beziehung zu Klara klarzuwerden. Mit diesem Flug findet er einen weiteren Weg zu „Gateway II“, einem Asteroiden wie Gateway, aber in einem anderen Sonnensystem. Auf Grund dieses Fluges kommen die Forscher zu neuen Erkenntnissen über die Steuerung der Hitschi-Raumfahrzeuge. Um diese zu testen, planen sie einen Forschungsflug mit zwei Schiffen.

Die beiden Schiffe sollen kurz nacheinander starten und falls die Theorie stimmt auch am selben Ort ankommen. Bei den Zielkoordinaten handelt es sich allerdings um ein Schwarzes Loch, das beide Forschungsschiffe unweigerlich anzieht. Um zu entkommen, müssen alle Prospektoren in ein Schiff umsteigen und das andere aufgegeben werden. Während der folgenden hektischen Umräumaktion bleibt Broadhead in einem der Schiffe alleine zurück und betätigt den Antrieb. Er entkommt somit als einziger während alle anderen Piloten im zweiten Schiff im Einflussgebiet des Schwarzen Loches zurückgelassen werden. Da der Flug in wissenschaftlicher Hinsicht jedoch ein Erfolg war, erhält Broadhead die gesamte Prämie alleine und kehrt als reicher Mann auf die Erde zurück.

Die gesamte Geschichte wird in Rückblenden erzählt, während Broadhead sich in psychiatrischer Behandlung bei einem Computerprogramm befindet, um den Verlust seiner Freundin zu verarbeiten, für den er sich verantwortlich fühlt.

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Nun, da ihr ungefähr wisst worum's geht, hier meine Rückschau:

Die Idee, außerirdische Artefakte im Sonnensystem zu finden ist bzw. war zu Pohl's Zeiten nicht wirklich neu. Allerdings hat er das ganze mit einer Konsequenz umgesetzt, die ihresgleichen sucht.

Menschen begeben sich auf abenteuerliche Reisen, in Schiffen die man nicht versteht, geschweige denn steuern kann, um vielleicht das ganz große Los zu ziehen.

Das witzige ist...ich kam eigentlich durch ein altes DOS Game auf den Roman. Hab ich damals auf meinem 386er gezockt...

Hier ein Link zum Adventure von damals, das durchaus gut umgesetzt war.

Aber zurück zum Roman....

Unser Protagonist hat buchstäblich das große Los gezogen und darf auf den "Gateway" getauften Asteroiden reisen. Lange ziert er sich und verbraucht quasi seine gesamten finanziellen Mittel, bevor er sich endlich endschliesst in eins der Raumschiffe zu steigen, die die Menschen an sie unbekannte Orte transportiert.

Der Grund dafür ist, dass man durchaus das Glück haben kann auf einem exotischen Planeten zu landen und mit den Mitbringseln reich wird. Allerdings passiert es allzu oft, dass man
direkt vor einem Neutronenstern oder sogar vor einem schwarzen Loch herauskommt. Gewissermaßen das Berufsrisiko eines Prospektors, wie man Leute wie Robinette schimpft.

Auch er hat, nach zwei Flügen letztendlich Pech und steuert dem Ereignishorizont eines schwarzen Lochs entgegen. Allerdings befindet er sich in einer Kapsel, die an eine andere gekoppelt ist - ein seltenerer Typ der außerirdischen Schiffe - und kann sich schlussendlich befreien, indem er die andere Kapsel abstösst, die nun, in einer Art Endlosschleife, dem schwarzen Loch entgegenstrebt.

Wen wundert es da, dass er sich Hilfe bei einem virtuellen Psychiater namens Sigmund Freud sucht? Zumal seine Freundin in eben jener anderen Kapsel war und sich immer noch in einem zeitversetzten Flug in Richtung Ereignishorizont befindet, wie ihm sein zweiter virtueller Berater, Albert Einstein, versichert.

Das klingt für den Anfang vielleicht etwas extrem oder gar aufgesetzt aber ich kann euch versichern, dass dieses Buch (ich bezieh mich hier auf die gesamte Trilogie) ein Meisterwerk innerhalb der Phantastik darstellt.

Wer einen kleinen (Ein-)Blick wagen möchte kann sich hier eine Leseprobe geben.

Gruß

B.